13.06.2026, 17:32
„DeltaR95“ schrieb:Wir reden hier nicht über Richtfunk, sondern so etwas in Richtung LRAM mit ca. 15 bit/s. Das benötigt wenig Energie und wenn es dir hilft, unter "schlechten" Bedingungen sind es halt dann nur ca. 150 nm - immernoch mehr als genug um es über Relay weiterzugeben.
Zitat:In dem Bereich bewegt sich so einiges und es ist wohl irrig zu glauben, dass ein Gegner nicht in der Lage ist, "Relay-UUV" zu bauen, oder?Wir reden hier durchaus über die selbe Übertragungstechnologie. Ich meine auch zu wissen, wo du die 1.000nm her hast da GeoSpectrum diese Leistungsdaten auch so auf ihrer Website stehen hat, allerdings wird sich das nur auf das Submarine Rescue Feature beziehen, mit dem man natürlich alles andere als unerkannt bleiben möchte. Die Produktbroschüre hingehen gibt effektive Reichweiten von 150nm im offenen Ozean und bis zu 80nm unter Eis an, was mit den mir bekannten Leistungsdaten ungefähr korreliert.
https://geospectrum.ca/catalog/defence/u...messaging/
Und ja, das reicht natürlich auch um diese Information an ein Relay welcher Art auch immer weiterzugeben, aber dieses relay muss es dafür auch erstmal geben. Autarke Bojen würden wir wahrscheinlich mitkriegen und ausschalten können, USV/UUV hingegen müssen regelmäßig versorgt werden, was wir ebenfalls mitkriegen dürften. Bei ner Reichweite von 150nm bzw. gerundet 280km müssten schon 3-4 davon in einer Kette bis Murmansk reichen damit ein Boot vor Andorja Informationen aus Murmansk übertragen könnte, selbstständig werden die nicht verlegen. Wir haben mit „unseren“ USV/UUV ja den Vorteil, dass wir sie in den eigenen Gewässern einsetzten können in der wir vermutlich die Luftüberlegenheit halten werden, was für Relay-UUV so bzw. dessen Versorger nicht gelten würden.
Insofern würde ich mal eher davon ausgehen, dass man sowas auf die herkömmliche Weise via Satellitenkommunikation tun würde. SSNs haben die ausreichende Agilität und Geschwindigkeit um sich nach so einer Übertragung sicher absetzten zu können, sollte diese Übertragung erfasst worden sein.
Zitat:All das ist für die F125 aber irrelevant, denn für die Plattform geht es nur darum, sich organisch selbst schützen zu können im Bereich ASW.Nö wieso? Wenn es dafür ohnehin die Integration eines Schleppsonarsystems in Containergröße Bedarf, kann man doch auch gleich den Schritt weiter gehen und vollwertige ASW-Systeme in der Größenordnung einrüsten, bspw die containerisierte Version von CAPTAS-4 oder ACTAS. Die dann durch USV/UUV ergänz werden kann, zuzüglich Torpedo Hard- und Softkill-Systemen.
Zitat:Fragt dich mal selber: Würdest du heute bei den fähigen und verfügbaren ESM-Systemen immer mit allen Radaren "aktiv" rumfahren? Vermutlich nicht, weil du leuchtest wie ein Weihnachtsbaum - gleiches gilt für ASW.Das hängt mEn zu 100% davon ab, ob ich dadurch irgend einen Mehrwert generiere. ESM-Systeme sind kein ausschließlicher Radar-„Ersatz“ und auch nicht nur reine Detektionswerkzeuge, sie die en auch genauso zur Interpretation und Klassifizierung der Daten und können häufig Komplementär zu Radardaten für ein Lagebild genutzt werden.
Zitat:Stell' dir mal vor du gehst aktiv (mit der Leistung eines CAPTAS-4) und zwei gegnerische UUV mit passiven TAS peilen dich ein und geben das per Unterwasserkommunikation weiter. Da kannst du dich auch gleich selber versenken.Wieso sollte man sich da gleich selbst versenken können? Die Positionsverhüllung wäre in diesem Fall erstmal hin, ja, aber unterseeseitig laufe ich damit deutlich weniger Gefahr einen Kontakt nicht rechtzeitig aufklären zu können, als wenn ich dabei passiv fahre. Wenn herangeführtes U-Boot würde in den „sterilen“ Bereich meiner Sonaranlage laufen und dabei aufgeklärt werden, was noch auf Distanzen geschieht, auf die er mir noch nicht gefährlich werden kann.
Wohingegen sich dieses Boot im passiven Betrieb die lokalen Gegebenheiten zunutze machen und seinen natürlichen Signatur-Vorteil gegenüber meiner Überwassereinheit vollkommen ausnutzen könnte.
Zitat:Diese ganzen UxV verändern die gesamte taktische Planung, weil du immer damit rechnen musst, dass irgendwo so ein "Wegwerfartikel" herumtreibt und dich aufklärt. Also muss deine Signatur in allen Dimensionen so klein sein wie möglich.Wie gesagt, das übersieht mMn den Umstand, dass UUV/USV nicht autark operieren (können). Die brauchen entweder regelmäßige Versorgung auf See oder müssen in ihre Häfen zurückkehren. Damit sind letztere selber definitiv keine Wegwerfartikel und erstere müssen von Einheiten versorgt werden, die auch keine Wegwerfartikel sind.
Zitat:Ja, sie bringt zwei NH90 mit, aber wenn ich sie eh "babysitten" muss, kann ich auch gleich einen billigen Helikopterträger bauen und in den Verband stellen. Der bringt dann gleich 10 bis 20 Helikopter mit (MUsE wäre dafür eine geeignete Lösung).Ich führe dann mal besser nicht an mit was für fantastischen Ideen ich mich neuerdings hinsichtlich der ASW-Anwendung von LHD-gestützten CCAs befasse

Aber ja, da bin ich bei dir, es hat keinen Sinn wenn sich die F125 in einem solche Verband nicht selber schützen kann. Aber auch generell sehe ich eine reine Befähigung nur zur Selbstverteidigung kritisch, da sie in diesem Fall zwar fahren kann, kaum realen Mehrwert stellen würde. Daher auch das ASW-Upgrade, da sich aus den Schiffen mEn eher eine ASW-Fregatte pökeln lässt als eine AAW-Fregatte.
