03.06.2026, 15:37
Broensen schrieb:Verschiedene CCA wären ein Remote Carrier, ein Loyal Wingman und evtl. noch ein UCAV-Bomber.Das meinte ich mit "3 verschiedene Typen". Da diese alle an unterschiedlichen Missionsprofilen ausgelegt sind, dürfte es nur wenig Kommunalitäten unter ihnen geben, was den Betrieb mMn verkompliziert ohne dabei nennenswerte Vorteile zu bringen, weil unter ihnen keine Fähigkeitspotenzierung stattfindet, sondern ein Loyal Wingman vermutlich alles besser können wird, als ein RC oder ein UCAV-Bomber.
Zitat:Allerdings sind eben die RC einerseits entsprechend eingeschränkt und andererseits auch aufwendig im Betrieb, da sie vmtl. nicht einfach wie ein Jet rollend starten und landen werden und auch begrenztere Ausdauer als ein Kampfjet mit Luftbetankung haben dürften.Ich frage mich ohnehin, wer auf diese Schnapsidee mit den RC am NGF gekommen ist. Je nachdem aus welchem Blickwinkel man diese Plattformen betrachtet, sind das mEn entweder MFK mit einem Zwischenschritt zu viel oder ein CCA mit einem Zwischenschritt zu wenig, der dabei aber noch den NGF unnötigerweise einschränkt, gleichzeitig aber auch zu teuer sein wird um ihn als Verbrauchsgegenstand zu betrachten.
Zitat:Dein Ansatz ist ein Gen5-Jet im M/UM-T mit einem modularen Loyal Wingman in der Art eines fliegenden Boxers.Grundsätzlich bin ich dahingehend auch bei dir. Allerdings würde ich mich persönlich wie gesagt nicht so am Generationenbegriff stören, sondern mehr der Frage, was unsere Anforderungen an eine solche Plattform sind wie viel Geld es sich lohnt dafür in die Hand zu nehmen. Wie gesagt, solche Kosten können gerechtfertigt sein aber diesbezüglich habe ich ebenfalls meine Zweifel.
Mein Ansatz ist der eines Gen6-Verbunds aus einem bemannten Jet mit mehreren dislozierten, unbemannten Fähigkeitsträgern.
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Aber wenn man unbedingt nochmal für viel, viel Geld einen eigenen bemannten Kampfjet entwickeln will, dann muss mMn auch der volle Gen6-Ansatz dabei realisiert werden. Dieses Risiko sehe ich ja auch bei Dassault viel kritischer als den 80%-Anteil.
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Feyerabend schrieb:Große Marschflugkörper und AShM intern mit tatktischen Stealthkampfluzeugen zu verbringen ergibt wenig Sinn. Die Maschinen würden viel zu groß werden. Taurus ist mMn ein veraltetetes Konzept und sollte von landgestützen Systemen ersetzt werden.Dem muss ich deutlich widersprechen. Der Grund warum LACM und AShM häufig aus der Luft gestartet werden ist schlicht, dass die Energie des MFK somit vollends auf den Marschflug angewendet werden kann, was die Reichweite dieser Effektoren massiv erhöht. Je nach Lfk-Typ und Startwinkel müssen bodengestützte Systeme den Großteil ihrer Energiekapazität auf den Start abgeben (je nachdem ob horizontal oder vertikal gestartet weniger oder mehr) und können nicht leicht in größere Höhen vordringen um effizient bzw treibstoffsparend zu fliegen. Hinzu kommt die Strategische Ungewissheit, da Flugzeuge mobil sind und vergleichsweise spontan aus diversen Richtungen ihre Effektoren absetzten können, was den Abfangprozess schon auf strategischer Ebene erschwert.
Auch sollte man bedenken, dass die meisten Systeme aktuell überhaupt nicht vom Boden aus gestartet werden können. LACM wie Taurus verfügen üblicherweise über Turbofans oder Ramjets, die zum einen eine gewisse Airspeed braucht um überhaupt zu funktionieren und zum anderen zwar ausreichend Schub generieren um den MFK in der Luft zu halten, nicht jedoch genug um ihn selbstständig vom Boden aus zu starten. Sowas kann man mit abwerfbaren Boostern zwar umgehen, macht man aber meist nicht, da air launched wie gesagt die effizienteste und auch potenteste Methode für sowas ist.
Zitat:- er muss bezahlbar sein. 4th und 5th Gen sind zu teuer. Durch moderne Fertigung, neue Materialen und Echtzeitlogistik sollen die Stückpreise und vor allem die Kosten pro Flugstunde deutlich reduziert werden.
Zitat:Wirstchaftlichkeit ist der größte und entscheidene Unterschied zwischen Current und Next Gen Flugzeugen.Sehe ich ja auch so, aber realistisch dürfte da nicht viel gehen. Das Flugzeug selber ist das mit Abstand günstigste am NGF, teuer werden solche Plattformen durch die darin verbauten Systeme, die selber mit der Zeit nicht gerade günstiger werden. Da ließe sich schon was machen aber günstiger als eine F-35 würde eine solche Plattform wohl nie im Leben werden, was sie mMn auch nicht muss. Die Fähigkeitsskalierung kann in einem solchen Ökosystem deutlich günstiger und effizienter über die CCA erfolgen, wohingegen die bemannte Bestandsflotte in ihrer jetzigen Größe verbleiben oder je nachdem sogar schrumpfen kann.
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Gecktron schrieb:Da würde ich deutlich widersprechen. Wie wir in den letzten Jahren gesehen haben, wurden hochwertige Ziele auf Flugplätzen nah an der Front und weiter weg zerstört. Die USA, Russland, die Ukraine und Iran haben das alle zu spüren bekommen."Vorgeschoben" muss nicht unbedingt heißen, dass sich diese Basen in unmittelbarer Frontnähe befinden müssen. Das kann auch nur bedeuten, dass man Flugzeuge dahin verlegt, von wo aus sie sich an den Kampfhandlungen beteiligen können, wenn sie es von ihren Heimatbasen aus nicht tun können.
Viel wichtiger ist, Hardening. Hardened Aircraft Shelter oder zumindest geschlossene Hallen oder Zelte sollten hier Priorität haben. Das ist wesentlich einfacher auf regulären Basen als auf improvisierten Basen.
Einen wirklich Vorteil von vorgeschobenen Basen in Frontline Nähe habe ich in den aktuellen Konflikten nicht wirklich gesehen. Daher verstehe ich nicht, warum das ein Prioritätspunkt sein soll.
Was ich am Fallbeispiel Deutschland auch für durchaus angemessen halte, da keine unserer Basen auch nur in annähernd realistischer Gefechtsdistanz zum Feind im Osten liegt. Es gibt ausreichend Basen in Schweden und Polen, die noch soweit im Hinterland liegen, dass sie abseits von BM nicht bedroht sind aber dennoch Nahe genug an etwaigen Kampfhandlungen liegen werden. Was man ja jetzt von Büchel oder Laage nicht behaupten kann.
