08.04.2026, 09:01
In dem Kontext ebenfalls fast völlig unbekannt, insbesondere in Deutschland ist, dass die frühen Deutschen bei ihrer Expansion über die Elbe durchaus sehr aktiv als Sklavenjäger über die dort lebenden slawischen Stämme herfielen und diese an die Muslime an der Südküste Frankreichs verkauften, wo es regelrecht Sklavenjäger-Festungen gab, von denen aus diese Menschen dann in den islamischen Raum exportiert wurden. Viele deutsche Adelsgeschlechter die sich bei der Ostexpansion hervor taten, betätigten sich zugleich vor allem als Sklavenjäger und sekundär als Sklavenhändler. Und zwar war hier die Besonderheit, dass man selten direkt an die Muslime verkaufte, sondern die Sklaven über jüdische Zwischenhändler verhökerte.
Gerade im Frühmittelalter lebten viele Juden in Mitteleuropa vom Sklavenhandel. Deutsche Adelige verkauften die Sklaven primär über Juden und diese unterhielten beispielsweise in Koblenz und Regensburg recht große Sklavenmärkte. Überhaupt nicht das Bild was man so vom Frühmmittelalter in Deutschland und den Juden in dieser Zeit hat. Mit dem immer weiter steigenden Bedarf an Eunuchen spezialisierten sich jüdische Familien auch darauf, slawische Jungen zu kastrieren was als wirtschaftlicher galt als sie erst im Zielland entsprechend zu verstümmeln. Denn die Rate derjenigen welche das aufgrund Wundinfektion usw. nicht überlebten war relativ hoch. So wurde die "Rohware" möglichst unmittelbar "weiterverarbeitet". Wohlstand wie Landbesitz deutscher Adeliger in Ostdeutschland und Osteuropa begründeten sich oft auf Sklavenjagden, der entsprechenden Entvölkerung der Landstriche und der Inbesitznahme und Neubesiedelung des vorher von den Slawen dort entleerten Landes.
Auch in Deutschland selbst gab es im Frühmittelalter und teilweise noch bis ins Hochmittelalter hinein gar nicht so wenig Sklaven. Insbesondere begehrt waren hier Kinder und Junge Frauen, was zu der Praxis führte, bei den genozidalen Sklavenjagden im Osten alle Männer immer systematisch zu töten und nur Kinder und Junge Frauen übrig zu lassen. Letztgenannte wurden oft systematisch massenvergewaltigt, was meiner Einschätzung nach ein hoher Motivator für junge Deutsche in dieser Zeit war, sich an diesen Sklavenjagden zu beteiligen. Regellose Gewaltausübung ohne jede Konsequenzen, Vergewaltigung junger schöner Frauen und Bereicherung sind starke Motive. Darin unterschieden sich die deutschen Sklavenjäger in keinster Weise von den Muslimen in Nordindien, während der islamische Sklavenhandel in Afrika eher auf junge Männer aus war.
Mit der zunehmenden Christianisierung und durch den massiven Kampf der Kirche gegen die Versklavung von Christen ging dann die Sklaverei in Deutschland massiv zurück und starb im Hochmittelalter dann langsam ab. Zudem wurde die Sklaverei durch die immer weitergehende Entrechtung armer Bauern und die Ausweitung der Leibeigenschaft zunehmend ersetzt. Der Leibeigene wurde der Ersatz für die Sklaven. Dennoch ist es vielleicht ganz interessant festzuhalten, dass die Sklaverei in Deutschland keineswegs illegal war und zwar noch lange Zeit nicht. In Preußen war es beispielsweise noch bis 1794 theoretisch legal Sklaven zu haben, vorausgesetzt diese waren keine Christen, auch wenn dies zu dieser Zeit keine praktische Rolle mehr spielte. Das Gesetz hielt im weiteren fest, dass Ausländer bei einem vorübergehenden Aufenthalt jedoch weiterhin Sklaven behalten durften. Diese wurden jedoch automatisch frei, wenn der Ausländer sich dauerhaft ansiedelte.
Einzelfallweise kam es noch bis ins 19 Jahrhundert zu Fällen wo Gerichte in Deutschland über Sklaven entschieden. Den Schluss bildete ein Prozess, bei dem ein Deutscher der einen Sklaven aus Brasilien mitgebracht hatte. Das Gericht in Beriln entschied im Jahr 1854, dass der Sklave kein Anrecht auf Freiheit hätte, weil der Deutsche zugleich die brasilianische Staatsbürgerschaft habe und sich eben nur vorübergehend in seiner Heimat aufhalte. Damit sei der Sklave weiterhin Eigentum des Deutschen. Basierend auf diesem Urteil wurde dann erst 1857 das Gesetz entsprechend geändert, dass jeder Sklave der Deutschen Boden betritt automatisch frei ist. Damit war Sklaverei beispielsweise in Deutschland de facto und de jure bis 1857 noch möglich. Das bezog sich aber nur auf Deutschland. In den deutschen Kolonien war Sklaverei noch bis zum 1WK durchaus gang und gäbe, vor allem in Deutsch-Ostafrika.
Sklavenhandel durch Deutsche wurde ebenfalls erst 1895 verboten. Bis dahin war es legal mit Sklaven im Ausland zu handeln. Das Gesetz dazu ist amüsanterweise immer noch in Kraft und gültig für die Bundesrepublik Deutschland.
https://www.gesetze-im-internet.de/sklhg/__2.html
Gerade im Frühmittelalter lebten viele Juden in Mitteleuropa vom Sklavenhandel. Deutsche Adelige verkauften die Sklaven primär über Juden und diese unterhielten beispielsweise in Koblenz und Regensburg recht große Sklavenmärkte. Überhaupt nicht das Bild was man so vom Frühmmittelalter in Deutschland und den Juden in dieser Zeit hat. Mit dem immer weiter steigenden Bedarf an Eunuchen spezialisierten sich jüdische Familien auch darauf, slawische Jungen zu kastrieren was als wirtschaftlicher galt als sie erst im Zielland entsprechend zu verstümmeln. Denn die Rate derjenigen welche das aufgrund Wundinfektion usw. nicht überlebten war relativ hoch. So wurde die "Rohware" möglichst unmittelbar "weiterverarbeitet". Wohlstand wie Landbesitz deutscher Adeliger in Ostdeutschland und Osteuropa begründeten sich oft auf Sklavenjagden, der entsprechenden Entvölkerung der Landstriche und der Inbesitznahme und Neubesiedelung des vorher von den Slawen dort entleerten Landes.
Auch in Deutschland selbst gab es im Frühmittelalter und teilweise noch bis ins Hochmittelalter hinein gar nicht so wenig Sklaven. Insbesondere begehrt waren hier Kinder und Junge Frauen, was zu der Praxis führte, bei den genozidalen Sklavenjagden im Osten alle Männer immer systematisch zu töten und nur Kinder und Junge Frauen übrig zu lassen. Letztgenannte wurden oft systematisch massenvergewaltigt, was meiner Einschätzung nach ein hoher Motivator für junge Deutsche in dieser Zeit war, sich an diesen Sklavenjagden zu beteiligen. Regellose Gewaltausübung ohne jede Konsequenzen, Vergewaltigung junger schöner Frauen und Bereicherung sind starke Motive. Darin unterschieden sich die deutschen Sklavenjäger in keinster Weise von den Muslimen in Nordindien, während der islamische Sklavenhandel in Afrika eher auf junge Männer aus war.
Mit der zunehmenden Christianisierung und durch den massiven Kampf der Kirche gegen die Versklavung von Christen ging dann die Sklaverei in Deutschland massiv zurück und starb im Hochmittelalter dann langsam ab. Zudem wurde die Sklaverei durch die immer weitergehende Entrechtung armer Bauern und die Ausweitung der Leibeigenschaft zunehmend ersetzt. Der Leibeigene wurde der Ersatz für die Sklaven. Dennoch ist es vielleicht ganz interessant festzuhalten, dass die Sklaverei in Deutschland keineswegs illegal war und zwar noch lange Zeit nicht. In Preußen war es beispielsweise noch bis 1794 theoretisch legal Sklaven zu haben, vorausgesetzt diese waren keine Christen, auch wenn dies zu dieser Zeit keine praktische Rolle mehr spielte. Das Gesetz hielt im weiteren fest, dass Ausländer bei einem vorübergehenden Aufenthalt jedoch weiterhin Sklaven behalten durften. Diese wurden jedoch automatisch frei, wenn der Ausländer sich dauerhaft ansiedelte.
Einzelfallweise kam es noch bis ins 19 Jahrhundert zu Fällen wo Gerichte in Deutschland über Sklaven entschieden. Den Schluss bildete ein Prozess, bei dem ein Deutscher der einen Sklaven aus Brasilien mitgebracht hatte. Das Gericht in Beriln entschied im Jahr 1854, dass der Sklave kein Anrecht auf Freiheit hätte, weil der Deutsche zugleich die brasilianische Staatsbürgerschaft habe und sich eben nur vorübergehend in seiner Heimat aufhalte. Damit sei der Sklave weiterhin Eigentum des Deutschen. Basierend auf diesem Urteil wurde dann erst 1857 das Gesetz entsprechend geändert, dass jeder Sklave der Deutschen Boden betritt automatisch frei ist. Damit war Sklaverei beispielsweise in Deutschland de facto und de jure bis 1857 noch möglich. Das bezog sich aber nur auf Deutschland. In den deutschen Kolonien war Sklaverei noch bis zum 1WK durchaus gang und gäbe, vor allem in Deutsch-Ostafrika.
Sklavenhandel durch Deutsche wurde ebenfalls erst 1895 verboten. Bis dahin war es legal mit Sklaven im Ausland zu handeln. Das Gesetz dazu ist amüsanterweise immer noch in Kraft und gültig für die Bundesrepublik Deutschland.
https://www.gesetze-im-internet.de/sklhg/__2.html
