31.03.2026, 15:41
(31.03.2026, 11:49)DopePopeUrban schrieb: Preisvorteile wollte ich damit auch nicht andeuten, die 300mio Euro dienten da mehr als Fallbeispiel für besagte Kleinaufträge. Mir geht es dabei vor allem um die Einhaltung der Bauzeit und die Minimierung des Verzögerungspotenzials bei Einheiten, bei denen solche unnötig sind oder sein sollten. (...)
Auch du hast davon gesprochen, einfach mal zwei Schiffe in Südkorea für 500 Mio. zu kaufen, was wenig realistisch erscheint.
Davon abgesehen liegt es nicht allein an den deutschen Werften oder den dortigen Abläufen, dass es selbst bei so "banalen" Projekten derartige Zeit- und Kostenüberschreitungen gibt, auch wenn bei einem Wechsel der Werft zumindest ein Teil der Gründe, wie etwa die politische Einflussnahme, wegfällt. Allerdings wäre damit nur ein Projekt "gerettet", die systemischen Probleme bleiben bestehen und kämen dann eben beim nächsten Mal wieder zum Vorschein. Letztlich braucht es eine grundlegende Reform bei Konstruktion und Vergabe und einen koordinierten, nationalen Plan für die Werftindustrie inklusive der Eindämmung der Selbstbedienungsmentalität bei Staatsaufträgen.
