22.03.2026, 05:13
Zitat:Der Irak versucht vergebens, sich dem Irankrieg zu entziehen. Es droht eine erneute Destabilisierung. Dabei wirkte das Land noch vor wenigen Monaten so stabil, sicher und eigenständig wie schon lange nicht mehr. Vom Zwölf-Tage-Krieg zwischen Israel und Iran im Juni 2025 war das Land kaum tangiert worden. Zwei Jahre zuvor hatte Bagdad im Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien gar eine vermittelnde Rolle gespielt. Die Regierung von Mohammed Shia al-Sudani hatte zudem einigermaßen erfolgreich zwischen iranischen und amerikanischen Interessen im Irak navigiert.
https://www.ipg-journal.de/regionen/nahe...le-1-8941/
Zitat:Die aktuelle Eskalation ist für die Herrscher am Golf ein Super-GAU.
Deswegen stellt die aktuelle Eskalation für die Herrscher am Golf einen Super-GAU dar. Sie fühlen sich verraten – nicht nur von Iran, der sie trotz aller Annäherungsversuche unter Feuer nimmt, sondern auch von Israel und den USA. Weder US-Präsident Donald Trump und schon gar nicht Israels Premierminister Benjamin Netanjahu werden als verlässliche Partner betrachtet – ganz im Gegenteil. Saudi-Arabien fühlte sich bereits nach den Anschlägen auf die saudischen Ölraffinerien 2019 von Trump im Stich gelassen – weil er in seiner ersten Amtszeit nicht massiv gegen Iran vorging. Nun fühlt sich die Führung in Riad wieder im Stich gelassen, diesmal weil er massiv gegen Iran vorgeht.
Zitat:Iran galt zeitweise als kleineres Übel im Vergleich zu Israel, das wegen seines verheerenden Gaza-Kriegs als neuer Hegemon in der Region wahrgenommen wird. Den aktuellen Konflikt betrachten viele Herrscher am Golf als existenzielle Bedrohung ihrer Sowohl-als-auch-Politik, die darauf angelegt ist, sich keinem Lager zuordnen zu lassen und Allianzen flexibel anzupassen.
https://www.ipg-journal.de/regionen/nahe...luss-8918/
