16.03.2026, 23:05
(09.03.2026, 12:46)Kongo Erich schrieb: Eine solche klare Haltung würde ich mir von der EU wünschenWir sollten wenigstens Konsequent sein - und nicht vier Jahre lang den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine anprangern. aber beim völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran alles in Ordnung finden.
und rein abstrakt rechtlich betrachtet - lediglich der Iran hat das Recht der Selbstverwaltung auf seiner Seite
Auch die FAZ befasst sich mit dem jüngsten Versuch aus Washington, die europäischen Staaten unter unterschwelligen Drohungen in den Überfall gegen den Iran hinein zu ziehen.
Zitat:Der Irankrieg und die NATO:paywall, Kopie hier
Was Trumps Erpressungsversuche verdient hätten
Europa muss seine Abhängigkeiten verringern, auch das Angewiesensein auf Amerika bei der Verteidigung. Denn Trump verknüpft immer alles mit allem.
Die Reihe der Widersprüche, die Donald Trump als Politik ausgibt, ist seit Beginn seines Krieges gegen das Regime in Teheran gefühlt um mehrere Seemeilen länger geworden. Weil sogar er inzwischen feststellen musste, dass Iran nicht Venezuela ist, versucht Trump nun, andere Staaten, darunter auch die gerne verspotteten Verbündeten in Europa, zu militärischer Hilfe in der Straße von Hormus zu zwingen.
Das kommt dem Eingeständnis gleich, dass die Supermacht USA, die angeblich keine Alliierten mehr braucht, es nicht allein schafft, die für die Weltwirtschaft so wichtige Meerenge möglichst bald wieder passierbar zu machen.
Stiegen nur in den USA die Energiepreise, dann könnte man sagen: Trump hat sich diese Suppe eingebrockt, dann soll er sie auch auslöffeln. Warum sollte man einem Erpresser aus der Bredouille helfen, der nicht nur mit einer „sehr schlechten Zukunft“ für das „Ding namens NATO“ droht, sondern bei dieser Gelegenheit auch die Ukraine erwähnt, die um die Unterstützung Amerikas betteln muss und sogar darum, dass Trump nicht noch mehr zum Anwalt Putins wird?
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Ich denke, hier zeigt sich wieder einmal - jede Seite des Atlantiks, und vor allem die Europäer, sind gehalten, sich primär um ihre eigenen Angelegenheiten zu kümmern.
Für die Europäer muss die Unterstützung der Ukraine an vorderster Stelle stehen - und nicht die Schwächung dieser Unterstützung, um einem irrlichternden "Partner" jenseits des Atlantiks bei seinen Machtspielchen noch Unterstützung zu leisten.
Die EU zeigt Trump die kalte Schulter - zurecht, wie mir scheint.
