Möglichkeiten der USA zur Gestaltung ihrer Macht
#32
(12.03.2026, 19:11)Kongo Erich schrieb: ...
Die USA haben sich jetzt schon am Iran überhoben.
Gewaltanwendung als "Möglichkeit zur Gestaltung der Macht" scheidet auch für die USA zunehmend aus. Sie ist nicht erfolgreich und auch für die USA immer weniger finanzierbar.
Diese Folgerung hätte man eigentlich schon nach dem Vietnam-Krieg und den vielen seither vergeigten Einsätzen (von Afghanistan bis Somalia) ziehen können.
Aber:
Anscheinend ist zumindest der jetzige GröPaZ nicht lernfähig:
Zitat:Nichts gelernt: Vietnam-Verweigerer Trump erschafft sich im Iran sein eigenes Kriegs-Debakel
Stand:14.03.2026, 04:46 Uhr

... Und heute, im März 2026, führt ausgerechnet dieser Mann die Vereinigten Staaten in einen Krieg, der auf erschreckende Weise an genau jenen Konflikt erinnert, dem er sich einst so geschickt entzog.

Trumps Iran-Krieg: Operation Rolling Thunder 2.0
Am 28. Februar 2026 begannen die USA gemeinsam mit Israel Luftangriffe auf den Iran. Präsident Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärten offen, einen Regimewechsel herbeiführen zu wollen – ausschließlich durch Bombardement, ohne Bodentruppen. Über 5.000 Ziele wurden innerhalb von elf Tagen angegriffen. Hegseth kündigte am 10. März den „intensivsten Tag der Luftangriffe“ an und versicherte, die USA hätten keine Munitionsengpässe.

Die Parallele zu Vietnam drängt sich auf. Zwischen 1965 und 1968 flogen die USA in der “Operation Rolling Thunder” eine systematische Bombenkampagne gegen Nordvietnam. Die Überzeugung damals: Man könne den Feind durch schiere Feuerkraft in die Knie zwingen. Es funktionierte nicht. Und es funktioniert auch jetzt nicht.
...

In Vietnam geschah etwas Vorhersehbares: Als die militärischen Ziele erschöpft waren, bombardierten die Amerikaner Infrastruktur und Wohngebiete. Die antiamerikanische Stimmung explodierte – im Land selbst und weltweit. Der Widerstandswille der Bevölkerung wuchs mit jeder Bombe.

Was in Vietnam Jahre dauerte, wiederholt sich im Iran in atemberaubender Geschwindigkeit. Trump selbst lieferte am 11. März gegenüber Axios den Beweis: „Es gibt praktisch nichts mehr, worauf ich abzielen könnte. Nur noch Kleinigkeiten hier und da...“ Elf Tage Krieg und dem US-Präsidenten gehen die Ziele aus.
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