Vor 1 Stunde
(Vor 2 Stunden)Ottone schrieb: Nee, nicht wirklich, und nicht aus der russischen Sicht. So klein ist die Ostsee nun auch nicht.Wie gesagt, wir hatten/haben mit der Skeldar V-200 genau das vor. Ein Kontakt wird durch eine Sensorquelle auf große Distanz aufgeklärt, das UAV gewährleistet die Feinverortung und liefert ausreichende Zieldaten an die Korvette, die wiederum das Ziel mit ihren Seezielflugkörpern bekämpft. Vereinfacht gesagt.
Und dabei stellt die V-200 mit rund 100km Aktionsradius und 6h Flugzeit noch das untere Ende der VTOL-UAVs dar. Zum Vergleich, die größte Distanz zwischen Kaliningrad und dem schwedischen Festland beträgt nur etwas weniger als 300km. Die Ostsee ist lang, aber nicht sehr breit.
Insofern halte ich es nicht für abwegig, dass Russland ein ähnliches Prinzip verfolgen wird um seine landgestützten Fähigkeiten, besonders seine AShM Batterien, auch einsetzen zu können. Wer rüstet seine Batterien und Schiffe denn an allen Ecken und Enden mit teils hochkarätigen super- und hypersonischen Seezielflugkörpern aus um dann bei den Enablern um diese auch auf Distanz einsetzen zu können zu sparen? Da werden sicherlich auch USV und UUV eine Rolle spielen, Seafloor Based Sensors vermutlich ebenfalls, aber als Teil der Kill Chain bereiten mit UAVs die größten Kopfschmerzen. Die kleinen dieser Typvertreter wird man selber schlecht aufklären können und die größeren können wir nicht vom Himmel holen, weil unsere Ostsee-Assets über keine Theatre Air Defense Capability verfügen. Und ich denke mal nicht, dass wir eine Staffel Eurofighter abkommandieren um Drohnen über der Ostsee zu jagen, also was machen wir?
