Militärischer Nahkampf bei der Bundeswehr
#10
Die NVA hat genauso mit dem Gewehr ausgebildet. Nur war vorne noch ein Bajonett dran. Aber auch ein scharfkantiger Mündungsfeuerdämpfer eitert schlecht aus dem Gesicht. Mein AKS74N war auch schlecht für den Kolbenstoß geeignet. Für das G3 hatten wir ja dann leider kein Bajonett. Man sollte vielleicht auch mal die Psychologie betrachten. Für viele ist es erheblich einfacher, sein Gegenüber mit dem Gewehr zu bearbeiten als mit einem Messer. Bei einem überraschenden Angriff auf kurze Distanz kommt man vielleicht gar nicht dazu, zu einem Messer zu greifen oder das Gewehr in Anschlag zu bringen. Beim Gegenstoß im Orts- und Häuserkampf wird es auch schnell heftig. Da sind ein paar Grundlagen für alle Soldaten gar nicht so schlecht, auch wenn die Wenigsten jemals in ihrer Dienstzeit in die Verlegenheit kommen, das mal anwenden zu müssen. Die Kampftruppe muß das natürlich vertiefen. Im Kosovo gab es auch mal was mit dem Kolben, wenn die Anweisungen nicht befolgt wurden. Das hat manchmal Wunder bewirkt. Den Klappspaten sollte man übrigens nicht unterschätzen. Der steckte bei Übungen im Angriff vorne im Koppel. So schlecht war die Nahkampfausbildung, die ich auf dem EK geniessen durfte, gar nicht. Hat mir privat mal den Arsch gerettet.
Wenn das alles so schlecht ist, kann man sich ja mal als Dummie melden. Kann ja eigentlich nichts passieren.
Zitieren


Nachrichten in diesem Thema
RE: Bundeswehr – quo vadis? - von lime - Gestern, 08:38
RE: Bundeswehr – quo vadis? - von KBG32 - Vor 6 Stunden

Gehe zu: