Militärischer Nahkampf bei der Bundeswehr
#8
Hab ja nichts anderes geschrieben.

Aber um nicht nur zu nörgeln und um etwaig interessierten Kameraden mit nur drei einfachen Punkten die sie hier mit diesem Forumsbeitrag tatsächlich lernen können im Rahmen des Ausgebildeten (!) eine Verbesserung zu bieten:

1. Keine seitlichen Stöße, weder mit der ganzen Waffe noch mit dem Lauf und keine Kolbenschläge. Nur Stiche mit dem Lauf, nichts anderes. Auch wenn der Gegner nahe heran kommt, kann man immer noch stechen. Beispielsweise von unten / schräg unten nach oben in den Hals (also in den Winkel zwischen Adamsapfel und Kinn schräg nach oben), was übrigens einer der effektivsten Stiche mit Stöcken usw. überhaupt ist. Also nur Stiche üben und diese eben nicht nur gerade nach vorne wie hier gezeigt, sondern auch und insbesondere nach oben und schräg oben, und in der Nahdistanz (Technikminimalismus - Reduzierung - Stressichere Anwendbarkeit). Und gezielte Stiche üben in Richtung Gesicht. Damit man dies praktisch kann druckt euch einfach ein echtes menschliches Gesicht aus auf Papier (Foto) und stecht gezielt in dieses und zielt dann auf Hals, Augen usw. Auch bei Stichen in Richtung Augen ist zu bedenken, dass Gegner heute Schutzbrillen tragen.

2. Falls noch möglich den Griff am Gewehr ändern und zwar wie folgt: die Hand weg vom Pistolengriff an die Stelle wo der Kolben ins Gewehr endet (also am Kolbenhals). Beim G36 also dort, wo der Klappmechanismus ist. Die gezeigte Haltung mit der Hand noch am Pistolengriff ist äußerst nachteilig.

3. Falls man nicht mehr dazu kommt den Kolbenhals zu greifen (denkbar weil zu plötzlich und zu schlagartig und zu nah) und die Hand halt noch am Pistolengriff ist, auf keinen Fall den Zeigefinger ausgestreckt lassen (so wie hier zu sehen, auch bei den Ausbildern). Der ausgestreckte Zeigefinger ist äußerst nachteilig. Stattdessen den Pistolengriff mit dem Zeigefinger einfach unter dem Abzugsbügel in einem ganz normalen festen Hammergriff (geballte Faust) packen.

Das blitzschnelle richtige Umgreifen für 2. und 3. muss man intensiv üben. Am besten an einer einfachen Ecke (Gangecke, Hausecke, Türe). Man geht um die Ecke und greift gleichzeitig blitzschnell um während man sich vorstellt ein Gegner stünde unmittelbar vor einem und führt mehrere harte schnelle Stiche gegen den imaginären Gegner aus. Dann wieder normaler Griff, umdrehen und erneut um die Ecke und dabei wieder gleichzeitig blitzschnell umgreifen mit Visualisierung eines Gegners in den man hinein läuft und Stiche. So kann man an einer Ecke sehr leicht das ganze intensiv reindrillen. Man benötigt dazu nicht einmal per se ein Gewehr. Ein Stock mit einem unten quer angebrachten kurzen Seitengriff reicht schon. .

Bereits nur das dürfte das hier von der Bundeswehr ausgebildete bereits signifikant praxistauglicher machen.
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