Vor 3 Stunden
(Gestern, 19:07)Helios schrieb: Trappier hat explizit gesagt, dass Dassault keine 80% fordert und die entsprechenden Berichte als Falschmeldungen zurück gewiesen. Nur um das noch einmal deutlich festzuhalten. Er hat im gleichen Zug darauf verwiesen, dass "sein" Hauptproblem mit den Anteilen die Entscheidungshoheit sei, weil er in der aktuellen Konstellation mit drei gleichberechtigten Partnern, die aus seiner Perspektive aus "einem Drittel Dassault" und "zwei Dritteln Airbus" bestehen, womit Airbus bei Unstimmigkeiten alle Entscheidungen durchdrücken könne. Seine Forderung ist, dass Dassault als echter Hauptauftragnehmer die Arbeit entsprechend der Kompetenz unter Berücksichtigung vereinbarter Anteile delegieren kann, und nicht die einzelnen Landespartner das ihrerseits machen. Es lässt sich in die Aussagen hinein interpretieren, dass er sich die ursprünglich vereinbarte 50:50 Aufteilung wünscht (was es Airbus auch noch so leicht machen würde, Entscheidungen einfach zu blockieren), auch weil er mehrfach darauf verwiesen hat, dass dies der ursprüngliche Stand war und die Hinzunahme von Spanien die Konstellation aus Sicht von Dassault verkompliziert habe.
In diesem Kontext möchte ich erwähnen, Entwicklungs- und Produktionsanteile sind zwei verschieden paar Schuhe, und auch die entsprechenden Anteile in den verschiedenen Phasen des Projektes sowie bei den einzelnen Pillars unterscheiden sich immer, was bisher über die Finanzierung kompensiert wurde. Das führte bereits dazu, dass in Phase 1B im Pillar NGF Frankreich/Dassault einen finanziellen und wertschöpferischen Anteil von etwa 43 % haben, im Pillar Stealth hingegen von knapp 28,5 %. Die konkreten Anteile wurden und werden je nach Pillar neu verhandelt (weshalb beispielsweise die Behauptung, es gehe um feste Vereinbarungen, auch nicht richtig ist).
Aber wenn alles nicht stimmt was mit Arbeits-/Entwicklungsaufteilung berichtet wird, warum muss Merz ausdrücklich darauf hinweisen, dass DE darauf besteht das die Vereinbarungen eingehalten werden.
Umkehrschluss für mich: Es gibt Vereinbarungen/Verträge und die will FR bzw. Dassault nicht einhalten.
Des weiteren liegt der Ball zu einer Einigung bei Frankreich, siehe Regierungspressekonferenz vom 18.Februar wo nochmals auf die Vereinbarung hingewiesen wurde:
StS Kornelius
"Da warten wir jetzt auf die Entscheidung, die uns von französischer Seite auch innerhalb naher Zeit, bis zum Ende des Monats, zugesagt wurde. Deswegen würde ich Sie bitten, sich bis dahin zu gedulden."
"Unser Szenario ist nicht, dass wir diese Partnerschaft jetzt auflösen, sondern, dass wir sie erhalten. Über die Umstände wird gerade verhandelt. Das ist hinlänglich bekannt und diskutiert, und wir warten jetzt auf eine französische Entscheidung darüber, ob man eine Zukunft in dieser Kooperation sieht, wie sie zu Beginn der Partnerschaft verabredet wurde."
