24.02.2026, 12:09
Derzeit ist nichts sicher, außer dass alles unsicher ist - das "Markenzeichen der Wirtschaftspolitik von "Donald dem Leibhaftigen".
Aber jetzt mal Ordnung in's System:
1.
Die EU legt das Zollabkommen mit den USA auf Eis, solange nicht sicher ist, dass es bei den maximal vereinbarten 15 % bleibt (so unter anderem auch die Stuttgarter Zeitung - Kopie hier)
2.
Für einige US-Importeure sind die nun für 150 Tage zulässigen 15 % günstiger als das, was vor der Entscheidung des Supreme Courts angewandt wurde. So reduziert sich der Zollsatz für Brasilien (um 35 %) oder Kanada (um 20 %) während der für Grönland oder Russland um 5 % steigt (Quelle).
Und dann?
Die Importeure, die nun günstiger einkaufen können, werden die 150 Tage also nutzen, um sich die Lager voll zu schlagen. Ein kurzzeitiger Aufschwung im Export in die USA wird die Folge sein (so das Handelsblatt, Kopie hier) . Und das sind - nach der Logik von DT - genau die Lieferanten, die ohnehin schon einen großen Handelsüberschuss hatten und deshalb (???) mit so hohen Zöllen belastet werden sollten.
Damit ist das Gegenteil von dem erreicht, was "Donald der Leibhaftige" nach seinen verbalen Äußerungen eigentlich erreichen wollte und auch hier im Forum kolportiert worden ist.
3,
Wer bisher "verfassungswidrige Zölle" bezahlt hat wird natürlich versuchen, sein Geld zurück zu erhalten. Der Logistikkonzern FEDEX fordert eine vollständige Rückerstattung aller Zölle und zieht vor Gericht. (siehe auch hier) Es ist die erste bekannte Klage eines US-Konzerns nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs - und wird sicher nicht die einzige Klage bleiben.
Nur eingeschoben: die Klage beweist, wer die Zölle bezahlt hat - die Importeure der Waren, also letztendlich die US-Verbraucher.
Und damit man weiß, um welche Summen es geht:
Die US-Zollbehörde hat bis Mitte Dezember IEEPA-Zölle im Wert von 133 Milliarden US-Dollar erhoben (eine Monatsübersicht gibt es hier) - Größenordnungen sind das also, die (auch hier im Forum) bisher stolz als "Erfolge für den US-Haushalt" verkündet wurden.
Diese Gelder sind nicht nur schon ausgegeben (z.B. für Donalds Lieblingsprojekte wie ICE) - sie müssen auch noch zurückgezahlt werden. Und das bei einem ohnehin stetig ansteigenden Milliardendefizit im US-Haushalt. Die Staatsverschuldung der USA ist auf einem historischen Höchststand und liegt Anfang 2026 bei über 120 % bis ca. 124 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Gesamtverschuldung übersteigt 37 Billionen US-Dollar.
Daraus ergeben sich die Fragen:
a) Wann sind die USA nicht mehr zahlungsfähig und
b) wie werden die US-Regierungen damit umgehen?
c) Welche Auswirkungen hat das dann auf die Gläubiger?
4. Der Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff bringt es auf den Punkt: "Die Weltwirtschaft werde in jedem Fall „auf ein fragmentierteres, weniger US-zentriertes Handelssystem zusteuern“."
Aber jetzt mal Ordnung in's System:
1.
Die EU legt das Zollabkommen mit den USA auf Eis, solange nicht sicher ist, dass es bei den maximal vereinbarten 15 % bleibt (so unter anderem auch die Stuttgarter Zeitung - Kopie hier)
2.
Für einige US-Importeure sind die nun für 150 Tage zulässigen 15 % günstiger als das, was vor der Entscheidung des Supreme Courts angewandt wurde. So reduziert sich der Zollsatz für Brasilien (um 35 %) oder Kanada (um 20 %) während der für Grönland oder Russland um 5 % steigt (Quelle).
Und dann?
Die Importeure, die nun günstiger einkaufen können, werden die 150 Tage also nutzen, um sich die Lager voll zu schlagen. Ein kurzzeitiger Aufschwung im Export in die USA wird die Folge sein (so das Handelsblatt, Kopie hier) . Und das sind - nach der Logik von DT - genau die Lieferanten, die ohnehin schon einen großen Handelsüberschuss hatten und deshalb (???) mit so hohen Zöllen belastet werden sollten.
Damit ist das Gegenteil von dem erreicht, was "Donald der Leibhaftige" nach seinen verbalen Äußerungen eigentlich erreichen wollte und auch hier im Forum kolportiert worden ist.
3,
Wer bisher "verfassungswidrige Zölle" bezahlt hat wird natürlich versuchen, sein Geld zurück zu erhalten. Der Logistikkonzern FEDEX fordert eine vollständige Rückerstattung aller Zölle und zieht vor Gericht. (siehe auch hier) Es ist die erste bekannte Klage eines US-Konzerns nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs - und wird sicher nicht die einzige Klage bleiben.
Nur eingeschoben: die Klage beweist, wer die Zölle bezahlt hat - die Importeure der Waren, also letztendlich die US-Verbraucher.
Und damit man weiß, um welche Summen es geht:
Die US-Zollbehörde hat bis Mitte Dezember IEEPA-Zölle im Wert von 133 Milliarden US-Dollar erhoben (eine Monatsübersicht gibt es hier) - Größenordnungen sind das also, die (auch hier im Forum) bisher stolz als "Erfolge für den US-Haushalt" verkündet wurden.
Diese Gelder sind nicht nur schon ausgegeben (z.B. für Donalds Lieblingsprojekte wie ICE) - sie müssen auch noch zurückgezahlt werden. Und das bei einem ohnehin stetig ansteigenden Milliardendefizit im US-Haushalt. Die Staatsverschuldung der USA ist auf einem historischen Höchststand und liegt Anfang 2026 bei über 120 % bis ca. 124 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Gesamtverschuldung übersteigt 37 Billionen US-Dollar.
Daraus ergeben sich die Fragen:
a) Wann sind die USA nicht mehr zahlungsfähig und
b) wie werden die US-Regierungen damit umgehen?
c) Welche Auswirkungen hat das dann auf die Gläubiger?
4. Der Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff bringt es auf den Punkt: "Die Weltwirtschaft werde in jedem Fall „auf ein fragmentierteres, weniger US-zentriertes Handelssystem zusteuern“."
