22.02.2026, 00:54
Zufällig habe ich gerade erst den heutigen Nachmittag mit Messer- und Axtwerfen verbracht, also nur wenige Stunden, bevor Du das geschrieben hast, sehr geschätzter Quintus. Die Messer waren die Bundesheermesser von Glock und dem Typ Smatchet ähnliche Wurfmesser von Cold Steel. Auf meine Bitte hin hat der beste unter uns sowohl nach plötzlichem Umdrehen als auch sitzend mit weggestreckten Beinen geworfen. Zu erwarten ist, daß unter beiden genannten Umständen die Zielgenauigkeit wie auch die Wurfkraft halbiert wird. Das war auch hier so. Interessanter war aber, daß die notwendige Technik beinahe auf das Niveau von Tollpatschigkeit gefallen ist. Wir hatten jeweils mehrere Messer des jeweiligen Typs, quasi eine ganze Batterie. Es lag also nicht etwa zufällig an einem bestimmten Produktionslos, daß er es nicht fertig brachte, ein Messer einfach nur zum Feststecken zu bringen. Er erzeugte fast nur das, was man in der Schußwaffen-Ballistik "Keyholing" nennt, nämlich das seitliche Aufschlagen des Projektils. Auch aus einer Distanz von weniger als 3 Meter.
Das sind freilich nur Spielereien. Aber die ausgewiesenen Wurfmesser waren sowohl in ihrer Handhabbarkeit als auch in ihrer Zielwirkung den Feldmessern überlegen, was ohnehin keine Überraschung war. Gilt doch auch für Messer, was für Schußwaffen gilt: Kombinationswerkzeuge sind nie so gut wie Spezialwerkzeuge.
Wenn ich, und das ist jetzt wirklich nur meine Präferenz, ein Messer wählen sollte, dann eines vom Typ Spezialwerkzeug. Und es wäre ein Jakutenmesser.
Mechanische Tests haben gezeigt, daß Knochen sich an wechselnde Belastungen anpassen und wegen ihrer konkav-konvexen Geometrie extremen Drücken standhalten. Dasselbe Prinzip findet sich im markantesten Merkmal des Jakutenmessers: dem ausgeprägten Hohlschliff auf einer Klingenseite, der diese konkav macht, während die andere Seite linsen- oder bogenförmig – also konvex – geschliffen ist. Diese Geometrie verleiht der Klinge von Natur aus eine höhere Stabilität und Festigkeit als flach geschliffenen Klingen. Zudem bewirkt die konkav-konvexe Geometrie der Jakutenklinge einen minimalen Oberflächenkontakt mit dem Schnittmaterial und damit einen sehr geringen Widerstand - man bleibt nicht im Holz stecken. In Kombination mit dem Hochkohlenstoffstahl, aus dem sie geschmiedet wird, ergibt das eine Klinge, die durch Krafteinwirkung menschlicher Gliedmaßen nur sehr schwer zu zerstören ist.
Dazu kommt die einfache Schärfbarkeit der Jakutenklinge im Feld: Da nur die konkave (flache) Seite geschärft werden muß, halbiert sich dieser Aufwand. Auch das präzise Einhalten eines konstanten Schärfwinkels, das beim herkömmlichen Messer stets erforderlich ist, entfällt beim Jakutenmesser. Und die Messerspitze lässt sich durch ihre Form sehr gut als Bohrer nutzen.
Schließlich hat ein traditionelles Jakutenmesser einen Birkenholzgriff und verwendet nirgendwo Kleber – Birkenrinde nimmt kein Wasser auf und verrottet nicht. Es schwimmt damit, es sinkt nicht.
Das sind freilich nur Spielereien. Aber die ausgewiesenen Wurfmesser waren sowohl in ihrer Handhabbarkeit als auch in ihrer Zielwirkung den Feldmessern überlegen, was ohnehin keine Überraschung war. Gilt doch auch für Messer, was für Schußwaffen gilt: Kombinationswerkzeuge sind nie so gut wie Spezialwerkzeuge.
Wenn ich, und das ist jetzt wirklich nur meine Präferenz, ein Messer wählen sollte, dann eines vom Typ Spezialwerkzeug. Und es wäre ein Jakutenmesser.
Mechanische Tests haben gezeigt, daß Knochen sich an wechselnde Belastungen anpassen und wegen ihrer konkav-konvexen Geometrie extremen Drücken standhalten. Dasselbe Prinzip findet sich im markantesten Merkmal des Jakutenmessers: dem ausgeprägten Hohlschliff auf einer Klingenseite, der diese konkav macht, während die andere Seite linsen- oder bogenförmig – also konvex – geschliffen ist. Diese Geometrie verleiht der Klinge von Natur aus eine höhere Stabilität und Festigkeit als flach geschliffenen Klingen. Zudem bewirkt die konkav-konvexe Geometrie der Jakutenklinge einen minimalen Oberflächenkontakt mit dem Schnittmaterial und damit einen sehr geringen Widerstand - man bleibt nicht im Holz stecken. In Kombination mit dem Hochkohlenstoffstahl, aus dem sie geschmiedet wird, ergibt das eine Klinge, die durch Krafteinwirkung menschlicher Gliedmaßen nur sehr schwer zu zerstören ist.
Dazu kommt die einfache Schärfbarkeit der Jakutenklinge im Feld: Da nur die konkave (flache) Seite geschärft werden muß, halbiert sich dieser Aufwand. Auch das präzise Einhalten eines konstanten Schärfwinkels, das beim herkömmlichen Messer stets erforderlich ist, entfällt beim Jakutenmesser. Und die Messerspitze lässt sich durch ihre Form sehr gut als Bohrer nutzen.
Schließlich hat ein traditionelles Jakutenmesser einen Birkenholzgriff und verwendet nirgendwo Kleber – Birkenrinde nimmt kein Wasser auf und verrottet nicht. Es schwimmt damit, es sinkt nicht.
