(Amerika) Alba, CELAC, Mercosur, UNASUR, Telesur (u. a.)
Dass das Abkommen EU - Mercosur nicht nur französischen Landwirten nicht gefällt war klar - inzwischen wird auch publiziert, wer da noch seine "Felle gefährdet" sieht:
Zitat:Geplantes Mercosur-Abkommen alarmiert China und USA: So wollen die zwei Handelsriesen zum Gegenschlag ausholen

Das Mercosur-Abkommen soll auf den Weg gebracht werden. China und USA holen zum Gegenschlag aus.
Nun wird also ausgerechnet Argentinien zum Rettungsanker für die Umsetzung des EU-Mercosur-Freihandelsabkommens. Mit 203 Ja-Stimmen bei nur 42 Nein-Stimmen gab das Abgeordnetenhaus in Buenos Aires der Vereinbarung jetzt eine breite, überparteiliche Rückendeckung.

Die Neuordnung der Handelspolitik, die Chancen für die wirtschaftliche Entwicklung empfinden drei Viertel der Abgeordneten als so fundamental, dass sie auf jegliches taktisches, ideologisches Abstimmungsgeplänkel verzichteten. Auch linke peronistische Abgeordnete votierten dafür. Gibt nun auch noch wie zu erwarten der Senat grünes Licht, dürfte Argentinien das erste südamerikanische Land sein, das den EU-Mercosur-Vertrag unterzeichnet.

Und das hat besondere Bedeutung, denn sobald ein Mercosur-Partner den Vertrag ratifiziert hat, tritt das Abkommen in Kraft. Wenn auch nur vorläufig, weil im EU-Parlament Linksextreme, Rechtsextreme und Grüne Abgeordnete nach 25 Verhandlungsjahren die Vereinbarung nochmals vom Europäischen Gerichtshof überprüfen lassen wollten und damit in eine rechtliche Grauzone schicken. Während Europa sich also selbst ausbremst, legt kein anderes Land in der westlichen Hemisphäre derzeit bei politischen Reformen und Veränderungen ein solches Tempo vor wie das vom libertären Präsident Javier Milei regierte Argentinien.

So reagieren USA und China auf Mercosur
Das handelspolitische Zusammenwachsen Europas und Südamerikas ruft allerdings deren geopolitische Handelsrivalen auf den Plan. Sowohl China als auch die USA holen zum Gegenschlag aus. Washington greift zum Mittel der bilateralen Handelsabkommen. Aus Sicht der Trump-Administration spielt ihr eine Glückssträhne bei Wahlergebnissen südlich des Rio Bravo in die Karten.

Innerhalb von einem Jahr gewannen in Ecuador, Argentinien, Bolivien, Chile, Honduras und Costa Rica Präsidenten und politische Kräfte, die sich auch über eine politische Nähe zu Donald Trump definieren. In diesem Jahr könnten in Kolumbien und Brasilien noch zwei weitere Schwergewichte dazu kommen. Im zuvor lange links regierten Lithium-Dreieck Argentinien, Bolivien und Chile hat sich der Wind bereits in Richtung USA gedreht. Boliviens Regierung kündigte an, die noch kurz vor den Wahlen durchgepeitschten Lithium-Verträge mit chinesischen und russischen Konzernen überprüfen zu wollen.
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Das alarmierte China versucht nun seinerseits, über Uruguay und seinen wichtigsten Partner Brasilien seine starke Präsenz in Südamerika zu vertiefen oder zumindest abzusichern. Vor wenigen Tagen beendete Uruguays Präsident Yamandú Orsi eine Delegationsreise ins Reich der Mitte. Am Ende brachte der Regierungschef des Mercosur-Landes 20 Abkommen mit nach Montevideo und bot Peking an: „Betrachten Sie unser Land als Eingangstor nach Südamerika.“

Bollwerk gegen China: Trump plant Gipfel
Tief beeindruckt zeigte sich Orsi von der Hafentechnologie in Shanghai: „Das ist die Zukunft.“ Welche Spuren die China-Reise bei der uruguayischen Regierung hinterlassen hat, ließ Industrie und Energie-Ministerin Fernanda Cardona wissen: „Es gibt ein vor und ein danach dieser Reise“. In Brasilien und Uruguay ließ China bereits vorfühlen, wie es mit einem eigenen Mercosur-China-Freihandelsabkommen aussehe.

Genau diese chinesische Präsenz aber ist US-Präsident Donald Trump ein Dorn im Auge. Er lädt für den 7. März zu einem Gipfeltreffen mit lateinamerikanischen Regierungschefs ein, die mit den USA und dem Trump-Lager verbündet sind. Erwartet werden in Miami dann insgesamt sieben Regierungschefs, unter anderem Javier Milei (Argentinien) und Rodrigo Paz (Bolivien) aus zwei rohstoffreichen Ländern. Lateinamerika darf sich also nach Zeiten des europäischen Desinteresses und der Obama-Ignoranz, die vor allem Peking ausnutzte, über einen Wettstreit der Handelssupermächte um die Gunst der lange vergessenen Region freuen.
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Es ist für mich klar - die selbstbewussten Latinos werden immer mehr Gefallen daran finden, die Großmächte von der Nordhalbkugel gegeneinander auszuspielen. Mit dem von den USA geplanten Gipfeltreffen ist der Drops für Washington noch lange nicht gelutscht.
Und die US-Methode der bilateralen Handelsabkommen - teile und herrsche -, die ja auch in Europa versucht wird, ist recht schnell durchschaubar.
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