Vor 1 Stunde
„DeltaR95“ schrieb:Über das MCM-Modul F126 ist so gut wie gar nichts bekannt. Dies kann also alles beinhalten, angefangen von ein paar Seefüchsen bis hin zu einem Hohlstab-USV mit Signaturräumausstattung.
Zitat:Einzelne Minen könnte man noch mit dem MCM-Modul einer F126 (ergo ein paar Seefüchse) suchen.Da wir, wie du schon selber anführst, nicht wissen, aus was das MCM-Modul der F126 bestehen oder nicht bestehen soll können wir auch entsprechend nicht abschätzen, was dessen Fähigkeiten und Kapazitäten sein werden.
Wir können das maximal mutmaßen an den Kapazitäten die zur Verfügung stehen. Und das sind 10x TEU Stellplätze sowie 3x SOLAS-unabhängige Bootsbuchten bzw Heckschleppe. Ich würde behaupten, dass darin mehr Platz für MCM-Ausrüstung ist als auf der Frankenthal Klasse, abhängig davon welche Stellplätze für ROVs und co verwendet werden können.
Zitat:Dummerweise ist die Fregatte dann in ihrer Manövrierfähigkeit sehr beschränkt und sprichwörtlich die "sitting duck" für den Gegner.Das gilt aber nicht bloß für eine F126, das gilt für jeglichen Minenjäger in einem solchen Gebiet. Ein „klassischer“ Minenjäger bleibt darin nicht weniger in seiner Bewegung eingeschränkt, ist im Gegensatz zu einer Fregatte aber nicht in der Lage sich bei Gegenwehr zu verteidigen.
Zitat:Derzeit gehe ich davon aus, dass das MCM-Modul der F126 für die IKM-Bedrohung ausgelegt wurde, dass ein nicht-staatlicher Akteur ein paar Minen oder ähnliches in eine Hafeneinfahrt "wirft" und die geräumt werden müssen.Ich glaube auch kaum, dass wir in LV/BV-Zeiten eine F126 ins Rote Meer schicken um den Houthis auf den Senkel zu gehen. Entsprechend, ja

Zitat:Was du dort brauchst ist gerade eine massierte Anzahl kleiner, robuster MCM-Einheiten in Verbindung mit diversen MAD, wenn du unter gegnerischer Luftbedrohung räumen willst. In dem Szenar wäre die Kombination aus einer F127 in AAW-Rolle und mehreren MCM-Einheiten deutlich zielführender.Das erscheint mir nicht schlüssig. Die Effektivität eines solchen Ansatzes wird in diesem Beispiel nicht von der Masse der Einheiten sondern durch deren erbrachte MCM-Kapazität bestimmt. Wenn eine luft-/seeseitige Gefahr gegeben ist, fällt eine großartige Diszolierung der MCM-betreibenden Einheiten ohnehin aus, da wir so viele MADs überhaupt nicht zur Verfügung haben. Was für bspw eine Korridorräumung ja auch gar nicht erforderlich ist. Es sei denn du willst diese MCM-Einheiten mit Luftraumüberwachungsradaren ausstatten damit sie dem MAD in 30km Entfernung sagen können, dass da ein SeaSkimmer auf sie zukommt.
Wenn es also nur darum geht, viele MCM-Kapazitäten in einem vergleichsweise „kleinen“ Operationsgebiet stellen zu können, sind viele kleine Einheiten der ineffizienteste Ansatz, den man dafür wählen kann. Hier macht es deutlich mehr Sinn, diese Fähigkeiten entweder in wenigen oder einer einzigen Einheit zu bündeln. Das eliminiert auch gleichzeitig die Problematik mit der Logistik und der eingeschränkten Ausdauer/Reichweite.
Da sind wir wieder bei der ASW-Fregatten Thematik. Wenn Hü nicht ohne Hott arbeiten kann und Hü und Hott am gleichen Ort zur gleichen Zeit gebraucht werden, macht es keinen Sinn, Hü und Hott zu treffen.

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„Milspec_1967“ schrieb:IKM? .... Ist ja wohl erstmal in Deutschland NICHT ANGESAGT!Und den Russen und Chinesen damit Afrika und den Nahen Osten überlassen indem wir jegliche Soft Power verspielen während wir uns blind vor Aktionismus und Alt-Eingesessenheit auf einen Krieg vorbereiten, der vielleicht nie ausbricht anstatt uns wie die global abhängige Wirtschaftskraft zu verhalten die wie sind und an dessen Fortbestehen wir und der Kontinent hängen?
Super Idee.
Glücklicherweise scheinen das sowohl Politik wie auch Marine anders zu sehen.
