Heute, 00:54
(Gestern, 07:29)muck schrieb: Kandidat 1: SaZ 4, 19 Jahre, ledig
Kandidat 2: SaZ 12, 28 Jahre, Langzeitpartnerschaft, ein Kind
Kandidat 3: BS, 36 Jahre, verheiratet, drei Kinder
Ist aus meinen Augen nicht offensichtlich, dass die Kandidaten 2 und 3 eher zu Litauen bereit sein werden als Kandidat 1.
Grundsätzlich scheint es so erst einmal nachvollziehbar, mein Kommentar zielte aber daraufhin ab, dass der Berufssoldat mit 36 Jahren, verheiratet und drei Kindern als Offizier durchaus die Erwägung zieht seinen Dienst freiwillig in Litauen zu leisten. Dies deshalb, da er eine Auslandsverwendung zum Zwecke der positiven Beurteilung und der Beförderung weitaus mehr braucht, als der Stabsfeldwebel.
Dieses „Gedankenspiel“ basiert meinerseits aber auch nur darauf, dass die Stäbe bereits besetzt worden sind, aber eben nicht die Kampftruppen. Das mag aber auch daran liegen, dass es hier bei den Mannschaftern und Unteroffizieren ohnehin die höchste Fehlquote gibt, wie alphall31 bereits feststellte.
(Gestern, 07:29)muck schrieb: Meiner Meinung nach hat man das Thema damals falsch angegangen, man hätte erst mal ein Meinungsbild gewinnen müssen, bevor man Zusagen macht, und dann hätte man die Stationierung ganz anders bewerben sollen, nämlich viel offensiver, viel öffentlichkeitswirksamer, statt durch einen Flyer hier oder einen Beitrag im Intranet dort …
Ich habe mit einigen Soldaten gesprochen, die prinzipiell bereit wären, für ein, zwei Jahre nach Litauen zu gehen, aber sich einfach nicht gut genug informiert fühlten, um die Entscheidung zu treffen.
Jetzt aus persönlichem Interesse die Frage, inwieweit hätte den hier noch Werbung erfolgen sollen. Die Stationierung an sich ist ja öffentlichkeitswirksam erfolgt, sodass ich davon ausgehe, dass innerhalb der Streitkräfte eine deutlich breitere Kenntnisnahme stattgefunden haben dürfte.
Welche Informationen müssten denn zur Verfügung stellen? Aus meiner laienhaften Perspektive hätte ich ferner vermutet, es gäbe entweder eine zentrale Ansprechstelle, oder aber eben den zuständigen S1-Offizier, der in solchen Angelegenheiten gut informiert ist, oder aber eben die Informationen beschaffen kann.
Immerhin rühmt sich die Bundeswehr ja damit, man würde die Angehörigen bei der Jobsuche vor Ort unterstützen, was ja zumindest nach Außen wie ein „rundum Sorglos-Paket“ wirkt.
Darüber hinaus möchte ich aber den Gedanken von alphall31 aufgreifen, ob der „junge“ SaZ 4 Soldat überhaupt infrage kommt für eine zweijährige Stationierung. Immerhin umfasst ja die Ausbildungszeit hiervon einen beträchtlichen Teil. Wäre es dann nicht denkbar, hier ggfs. die Stehzeit auf ein Jahr zu verringern, um einen breiteren Pool an Personal anzusprechen?
