Vor 2 Stunden
Zunächst mal hat lime dahingehend Recht, dass man hier keinen "Angreifer-Bonus" geltend machen kann. Gleich sind die Zahlen der Kriegsgefangenen dennoch nicht, es haben sich deutlich mehr Russen ergeben als Ukrainer. Aber:
Ganz allgemein ist die Zahl der Kriegsgefangenen erstaunlich niedrig. Denn auch die Russen ergeben sich sehr oft nicht.
Es gibt reihenweise Filmaufnahmen wie russische Soldaten Selbstmord begehen statt sich gefangen nehmen zu lassen. Oder ebenfalls bis zum letzten Mann kämpfen. Und auch auf russischer Seite herrscht Angst vor den Ukrainern vor (hier mehr Propaganda als Realität) - die russischen Soldaten werden fortwährend mit Horrormeldungen bombardiert was ihnen in ukrainischer Gefangenschaft blüht. Darüber hinaus ist es so, dass russische Soldaten durchaus regelmäßig (Filmaufnahmen vorhanden) auf die eigenen Leute schießen wenn diese versuchen sich zu ergeben.
Das würde ich im übrigen nicht per se als Fanatismus bezeichnen. Die Russen sind querschnittlich keine Fanatiker, die russische Armee ist stattdessen eine Schule der Sklaven, in welcher fatalistisch einfach nur auf das eigene Ende wartend vor sich hin vegetiert wird.
Die Ukrainer versuchen dem mit Interviews von Kriegsgefangenen entgegen zu wirken, welche sie gezielt nach Russland ausstrahlen und auch dadurch, dass Kriegsgefangene regelmäßig ihre Familien, Ehefrauen usw. kontaktieren.
Und das ist auch ein Grund, warum die Russen die Telekommunikationskanäle abreißen bzw. sperren wollen.
Aber um die erstaunlichen Zustände was die Kriegsgefangenen angeht mal mit konkreten Zahlen zu untermalen: Seit dem Einmarsch ist gerade mal eine niedrige fünfstellige Anzahl Russen in Kriegsgefangenschaft geraten. Und gerade mal eine mittlere vierstellige Zahl an Ukrainern.
Es gibt in der Ukraine ein Projekt mit dem Titel: "Ich will leben". Daher hat man recht gute Zahlen für die russischen Kriegsgefangenen.
Mal ein paar vielleicht ganz interessante Zahlen: Vertragssoldaten sind überrepräsentiert, während gepresste Wehrpflichtige unterrepräsentiert sind (zu ihrem Anteil vor Ort in der Ukraine). Offiziere sind drastisch unterrepräsentiert, während Unteroffiziere (in der russischen Armee spärlich) extrem überrepräsentiert sind.
Jeder vierte Kriegsgefangene gab an zum Dienst der Ukraine gezwungen worden zu sein oder mit falschen Angaben herein gelegt worden zu sein (insbesondere die Vertragssoldaten), fast jeder zweite Soldat ist vorbestraft, und fast jeder zweite hat Kinder, ebenso war fast jeder zweite vor dem Krieg arbeitlos.
Bislang wurden ungefähr 6000 russische Kriegsgefangene im Rahmen von Austauschprogrammen nach Russland zurück geführt. Fast alle wurden sofort wieder an die Front gekarrt. Deshalb gibt es eine wachsende Zahl an Soldaten welche die Ukrainer inzwischen zum zweiten Mal gefangen genommen haben, einzelfallweise sogar schon das dritte Mal.
Etliche hunderte russische Kriegsgefangene ziehen es vor, sich den Ukrainer anzuschließen als ausgetauscht zu werden. Bei den Gefangenenaustausch-Aktionen werden zudem primär ethnische Russen ausgetauscht. Und die russische Armee wird immer internationaler und bunter.
Die Ukrainer gehen inzwischen ohne die Nordkoreaner von mindestens 18.000 Ausländern in der Ukraine aus, die auf russischer Seite kämpfen. Diese sind wiederum bei den Kriegsgefangenen unterrpräsentiert. Ohne Nordkorea hat die Ukraine dennoch Soldaten aus 37 verschiedenen Ländern in Kriegsgefangenschaft. Ausländische Kämpfer werden im übrigen grundsätzlich nicht ausgetauscht.
Auch das zeigt klar auf, dass man hier eben nicht von Fanatikern sprechen kann. Es ist eher die extreme Brutalität in der rusisschen Armee selbst, welche die Soldaten aus Furcht vor ihren eigenen Offizieren im Kampf hält. Dazu der typische Fatalismus und die suizidale Selbstverachtung.
Ganz allgemein ist die Zahl der Kriegsgefangenen erstaunlich niedrig. Denn auch die Russen ergeben sich sehr oft nicht.
Es gibt reihenweise Filmaufnahmen wie russische Soldaten Selbstmord begehen statt sich gefangen nehmen zu lassen. Oder ebenfalls bis zum letzten Mann kämpfen. Und auch auf russischer Seite herrscht Angst vor den Ukrainern vor (hier mehr Propaganda als Realität) - die russischen Soldaten werden fortwährend mit Horrormeldungen bombardiert was ihnen in ukrainischer Gefangenschaft blüht. Darüber hinaus ist es so, dass russische Soldaten durchaus regelmäßig (Filmaufnahmen vorhanden) auf die eigenen Leute schießen wenn diese versuchen sich zu ergeben.
Das würde ich im übrigen nicht per se als Fanatismus bezeichnen. Die Russen sind querschnittlich keine Fanatiker, die russische Armee ist stattdessen eine Schule der Sklaven, in welcher fatalistisch einfach nur auf das eigene Ende wartend vor sich hin vegetiert wird.
Die Ukrainer versuchen dem mit Interviews von Kriegsgefangenen entgegen zu wirken, welche sie gezielt nach Russland ausstrahlen und auch dadurch, dass Kriegsgefangene regelmäßig ihre Familien, Ehefrauen usw. kontaktieren.
Und das ist auch ein Grund, warum die Russen die Telekommunikationskanäle abreißen bzw. sperren wollen.
Aber um die erstaunlichen Zustände was die Kriegsgefangenen angeht mal mit konkreten Zahlen zu untermalen: Seit dem Einmarsch ist gerade mal eine niedrige fünfstellige Anzahl Russen in Kriegsgefangenschaft geraten. Und gerade mal eine mittlere vierstellige Zahl an Ukrainern.
Es gibt in der Ukraine ein Projekt mit dem Titel: "Ich will leben". Daher hat man recht gute Zahlen für die russischen Kriegsgefangenen.
Mal ein paar vielleicht ganz interessante Zahlen: Vertragssoldaten sind überrepräsentiert, während gepresste Wehrpflichtige unterrepräsentiert sind (zu ihrem Anteil vor Ort in der Ukraine). Offiziere sind drastisch unterrepräsentiert, während Unteroffiziere (in der russischen Armee spärlich) extrem überrepräsentiert sind.
Jeder vierte Kriegsgefangene gab an zum Dienst der Ukraine gezwungen worden zu sein oder mit falschen Angaben herein gelegt worden zu sein (insbesondere die Vertragssoldaten), fast jeder zweite Soldat ist vorbestraft, und fast jeder zweite hat Kinder, ebenso war fast jeder zweite vor dem Krieg arbeitlos.
Bislang wurden ungefähr 6000 russische Kriegsgefangene im Rahmen von Austauschprogrammen nach Russland zurück geführt. Fast alle wurden sofort wieder an die Front gekarrt. Deshalb gibt es eine wachsende Zahl an Soldaten welche die Ukrainer inzwischen zum zweiten Mal gefangen genommen haben, einzelfallweise sogar schon das dritte Mal.
Etliche hunderte russische Kriegsgefangene ziehen es vor, sich den Ukrainer anzuschließen als ausgetauscht zu werden. Bei den Gefangenenaustausch-Aktionen werden zudem primär ethnische Russen ausgetauscht. Und die russische Armee wird immer internationaler und bunter.
Die Ukrainer gehen inzwischen ohne die Nordkoreaner von mindestens 18.000 Ausländern in der Ukraine aus, die auf russischer Seite kämpfen. Diese sind wiederum bei den Kriegsgefangenen unterrpräsentiert. Ohne Nordkorea hat die Ukraine dennoch Soldaten aus 37 verschiedenen Ländern in Kriegsgefangenschaft. Ausländische Kämpfer werden im übrigen grundsätzlich nicht ausgetauscht.
Auch das zeigt klar auf, dass man hier eben nicht von Fanatikern sprechen kann. Es ist eher die extreme Brutalität in der rusisschen Armee selbst, welche die Soldaten aus Furcht vor ihren eigenen Offizieren im Kampf hält. Dazu der typische Fatalismus und die suizidale Selbstverachtung.
