(Luft) Future Combat Air System (FCAS) und New Generation Fighter (NGF)
(10.02.2026, 14:24)Milspec_1967 schrieb: Doch...möglichst alle Optionen verbal offen lassen, zu nix bekennen... Viel Paragrafen Geschwurbel statt gesundem Menschenverstand.... Sich um die Wahrheit herum reden.... Das können Juristen sehr gut... Vor Gericht alles zerreden ist ihr Job.
(10.02.2026, 14:39)roomsim schrieb: Er hat sich wahrscheinlich darauf bezogen , das die meisten Politiker, Juristen sind.
(10.02.2026, 15:09)Milspec_1967 schrieb: Ja, so ist das primär gemeint.
Das ist einfach nur unsubstantiierte Polemik auf Stammtischniveau, die die Komplexität des Problems völlig ausblendet.

Welche Alternative haben wir, die jetzt, hier, heute anlaufen kann? Keine. Also, womit soll Friedrich Merz bitte auf den Tisch hauen?

Und wozu soll Merz Emmanuel Macron bewegen? Wenn es Macron nicht gelingt, auf persönlicher Ebene Éric Trappier zum Einlenken zu bewegen, was soll der dann machen? Dassault den Auftrag entziehen? Sehr realistisch, wenn wir schon um Airbus' Mitwirkung so sehr feilschen, wird Frankreich nicht sein industriepolitisches Kronjuwel preisgeben.

Außerdem findet FCAS nicht im luftleeren Raum statt. Rüstungsfragen mögen uns hier am meisten beschäftigen, aber Deutschland hat noch andere Probleme, und FCAS ist ein hochpolitisches Projekt in einem spannungsreichen Umfeld.

Deutschland kann den Kurs Europas nicht alleine bestimmen. Merz will der EU einen Sparkurs auferlegen, Macron will gemeinsame Staatsschulden. Merz möchte, dass die Europäer auf Konfrontationskurs zu Russland bleiben, Macron sucht schon wieder die Annäherung. Und, und, und. Auch ist Macron innenpolitisch schwer angeschlagen, der nächste französische Präsident könnte durchaus Jordan Bardella oder, schlimmer, Jean-Luc Mélenchon heißen.

Deutschland kann daher nicht daran gelegen sein, Macron vor den Kopf zu stoßen und Deutschland-Gegnern in Frankreich Wahlkampfhilfe zu geben.

Zum Glück besitzt Merz zumindest in der Außenpolitik Qualitäten und sucht zurzeit die Annäherung an Italien, als Ersatz für den handlungsunfähig werdenden Macron. Giorgia Meloni steht ihm politisch sowieso näher. Wenn Berlin auf Paris nicht mehr so sehr angewiesen ist, eröffnet das auch in Bezug auf FCAS neue Handlungsspielräume.

Das Projekt ist dermaßen verspätet, dass es auf ein halbes Jahr mehr oder weniger wirklich nicht ankommt. Wichtiger ist, die richtigen Weichenstellungen zu tätigen.
Zitieren


Nachrichten in diesem Thema
RE: Future Combat Air System (FCAS) und New Generation Fighter (NGF) - von muck - Vor 6 Stunden
RE: Tornado-Nachfolger - von Mike112 - 24.02.2020, 15:45
FCAS A400M als UAV Launcher - von voyageur - 19.01.2021, 18:35
RE: Tornado-Nachfolger - von voyageur - 11.01.2022, 15:02

Gehe zu: