Gestern, 09:35
(Gestern, 06:52)Schneemann schrieb: Wie soll da eine Verteidigung aufgebaut werden? Mildernde Umstände durch Sachverhalt XYZ? Vom Tisch - es zählt nur mehr die Tat als solche. Und entschuldige, aber wenn ich mir vorstelle, dass eine Jury den Fall Pretti untersucht, dann wäre doch die erste Frage, wie es zur Tat kam? Dann zu antworten, dass das nicht relevant sei, wäre faktisch der Freifahrtschein zum verlorenen Prozess.Natürlich wird das in einem Prozess betrachtet. Und es wird auch sicher Pretti vorgehalten werden. Aber für den Schützen mildernd kann es nur dann angeführt werden, wenn ein Zusammenhang nachgewiesen werden kann. Und es könnte eben maximal mildernd angeführt werden, jedoch nicht rechtfertigend. Und selbst dafür müsste noch ein direkter Zusammenhang hergestellt werden können, also bspw. dass der Schütze von dem älteren Vorfall wusste, Pretti erkannt hat und daher von einer höheren Gefahr ausgegangen ist. An der eigentlichen Beurteilung ändert das aber nichts.
Das gilt aber nur für die Annahme, dass hier keine Tötungsabsicht bestand, also in angenommener Notwehr gehandelt wurde. Reden wir über Mord, spielt natürlich das Motiv eine erhebliche Rolle.

