Vor 4 Stunden
(Vor 5 Stunden)DopePopeUrban schrieb: In Bezug auf eine Beschaffung möchte ich aber noch einen anderen Blickwinkel anstoßen, der hier bisher nicht diskutiert wurde. Obgleich die Idee zugegebenermaßen ein wenig exotisch ist.
Glaub das dürfte dann schon mittlerweile der 8. oder 9. Vorschlag sein, der hier diskutiert wird.
Letztendlich ist das Grundproblem hier immer der Faktor Zeit. Für eine Maßanfertigung Fregattengröße reicht diese nicht, weshalb der gängige Ansatz hier im Forum bisher eine MOTS-Beschaffung war. Die lediglich mit Bauzeit aber ohne langfristige Entwicklungszeit kommen würde, so schneller zulaufen kann.
Mittlerweile sind sich hier die meisten einig, dass eine Zwischenlösung für die langfristige Flottenstruktur Murks ist und nach Zulauf der "eigentlichen" Einheiten möglichst schnell aus der EF2 in die EF1 abgeschoben gehört. Die Ostsee als Sekundärverwendung findet hier also mehr oder minder Konsenz.
Ich möchte den Spieß jetzt einmal in einem Gedankenexperiment umdrehen. Was wäre, wenn man zum einen die Sekundärverwendung Ostsee zur primären Verwendung macht, anstatt eine "Nordseeeinheit" später zweck zu entfremden, und zum anderen am anderen Ende des Beschaffungsprozesses spart, also nicht bei der Entwicklung sondern bei der Bauzeit.
Konkret eine Einheit im <1.000t <70m (Loa) Bereich, schnell und schwer bewaffnet, die Redundanz, Standkraft, Ausdauer und Mehrrollenfähigkeit gegen eine vereinfachte Bauweise und geringe Komplexität - somit eine verkürzte Bauzeit - tauscht. Geringe RCS, IR und Hitzesignatur. Minimalistische Ausstattung mit Fokus auf die Luftverteidigung um a) die Bestandsflotte (Fregatten) während der Zeit in der EF2 zu decken und b) späteren Geleitschutz und erweiterten Eigenschutz in der EF1 stellen zu können, idealerweise auf Basis der IRIS-T SLX. Nach Möglichkeit die Evolution eines bestehenden Entwurfs, ausgestattet mit VLS und ein wenig minimalistischen Schnickschnack. Baubeginn nicht 2026 sondern vielleicht erst Ende 2027, durch die deutlich kürzere Bauzeit solcher Einheiten aber trotzdem mit einer Auslieferung 2029/30. Viele Typvertreter dieser Tonnagen- und Fähigkeitsklasse zeigen, dass Bauzeiten von 2 Jahren oder weniger für solche Typschiffe durchaus möglich ist.
Der Nachteil dieses Ansatzes wäre natürlich, dass solche Einheiten mit gewissen Einschränkungen zulaufen würden. Die geringe Tonnage dieses Ansatzes bedeutet, dass jegliche Mehrrollenfähigkeit entfällt, da die Primärkomponenten kaum Platz für weiteres Equipment übrig lassen werden. Ein BHS dürfte bei sowas nicht möglich sein, maximal ein UAV wie VSR700 mit eigenem kleinen Flugdeck. Auch ist wie gesagt nicht sonderlich viel Standkraft oder Redundanz zu erwarten, der Kritikpunkt wäre identisch zu dem der A200. Raues Wetter in der Nordsee dürfte auch Einschränkungen bedeuten, wobei man natürlich auch sagen kann, dass das ein temporärer (und solange die Einheit darin nicht kentert ein vernachlässigbarer) Zustand ist. Mehr als neben F123B/F124/F125 existieren müsste sie ja nicht.
Der Vorteil dieses Ansatzes wäre, dass man sich damit die langfristige Flottenstruktur durch einen unpassenden MOTS-Kauf versaut. Auch dürfte man aufgrund des geringen Personalbedarfs solcher Einheiten mehr davon beschaffen können, was sowohl in der Nord- wie auch Ostsee Vorteile bieten kann. Zum einen weil man natürlich mehr Fläche decken kann und zum anderen auch, weil so die Effektivität der Bestandsflotte individuell maximiert werden kann. Des weiteren würde deren Bauprozess nicht mit anderen Projekten kollidieren, da sie klein genug sind um auch in Sekundärwerften gebaut zu werden. Hinzu kommt, da man nun auch Entwicklungszeit zur Verfügung hat, dass man auch Fähigkeit wie ESM/ECM besser beleuchten könnte, woran es den bestehenden A200 Versionen massiv mangelt, was vermutlich auch nicht ohne erheblichen Aufwand geändert werden könnte.
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Ich hab hier mal aus jucks eine Maßstabs-Konzeptskizze auf Basis des LMV60 von Fassmer erstellt.
https://www.directupload.eu/file/d/9172/...gl_png.htm
[Bild: https://s1.directupload.eu/images/260122/ubigbngl.png]
Eckdaten (teilweise der Broschüre entnommen):Die zu beschaffene Anzahl hängt dann davon ab, wie viel man gewillt ist. Da diese Einheiten extremst personaleffizient sind, sind entsprechend hohe Stückzahlen möglich.
- 800-900t Verdrängung
- 60.2m x 10m
- 2.8m Tiefgang
- 35kn+ max Geschwindigkeit
- Reichweite rund 2.500nm (~4.600km) bei 12kn
- Ausdauer von 20-30 Tagen
- Besatzungsstärke ca. 45/50
- Stückpreis ca. 250/300mio Euro
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- TRS-4D rot
- Spexer 2000 3D MkIII Naval
- Saab Ceros 200 FCR
- MSP 600 EO/IR
- eventuell Sonaranlage (möglicherweise auch vor einen Refit statt dem UAV-Flugdeck einrüstbar)
- ESM/ECM
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- 1x OTO 76mm SR
- 2x qNFMLG
- 2x SYLVER A50NG (16/32x IRIS-T SLX)
- 1x RIM-116 b2 (21x Lfk)
- 2x4 NSM
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- TKWA/MASS (nicht dargestellt)
- 2x 7m RHIB (nicht dargestellt, Position seitlich des Hangars)
- UAV Hangar und Flugdeck für 1x VSR700
- Seeminen einrüstbar
Um 9x Korvetten damit zu ersetzen wären es rein rechnerisch 13x.
Die Aufgabe dieser Einheiten wäre nicht unbedingt ASW selber, sondern vor allem die Deckung der Bestandsflotte bis potentere Einheiten zulaufen. Mit VSR700 können sie die Bestandseinheiten allerdings im ASW unterstützen.
Parallel dazu laufen zwei Dinge.
1. Die Neuausrichtung der Fregattenflotte auf Basis einer Einheitsklasse (wie hier beschrieben)
2. Die Ertüchtigung der Bestandsflotte, inklsuive ASW-Kit für die F124 und eventuell F125, möglicherweise auch der K130 als Sensorträger wenn alle Stränge reißen.
Das wäre meines Ermessens nach zumindest eine Alternative zu einer FDI-Beschaffung die ich abseits dieses Gedankenexperiments hier nach wie vor für alternativlos halte.
Dazu braucht das Ding noch einen Namen, es erscheint mir weder richtig ein Schnellboot, noch eine Korvette zu sein.
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Aber was haltet ihr von dieser Idee?
Die Rückkehr der S Boote??

Argument 1 dagegen : 2033 spätestens erledigen die Aufgaben Deines Entwurfs kleinere 35-45m USV... Mit NULL Besatzung und ein Drittel der Kosten pro Einheit... Seegang Verhalten ist da ohne Besatzung egal, Hauptsache Sensoren und Effektoren funktionieren.
(Die sind im Ziel Bild 2035 eh mit eingepreist)
Argument 2 dagegen : Sollte IKM jemals wieder en vogue werden haben wir in 2040 nur noch...
1)Deine S Boote... Und
2) Tier 1 Hochwert MEGA Fregatten... Beide für den IKM Zweck völlig daneben.
(Und wir sind uns einig, F-125 und K-130 sind dann weg)
Nein!... Dafür (und für Ostsee Schutz in Friedens Zeiten) habe ich lieber 7-8 A200, die dann der Besatzung auch etwas Ausdauer Komfort für IKM Missionen geben.
Und ich bin sicher, dass Unsere Sozi grün linken Moral-UNO Fans in Brrlin IKM immer noch gern dabei haben wollen (ich nie wieder die UNO ist ein gespielter Witz der Sicherheits Rat Veto Nationen... ich würde als Deutschland austreten!! )
Antwort: Davon halte ich nix... Ist nicht Fisch, nicht Fleisch.
