Gestern, 13:12
(Gestern, 12:34)Milspec_1967 schrieb: Sorry, dass ist für mich Unsinn.Es war nicht meine Absicht, den Preis zu rechtfertigen, falls das falsch rüber gekommen sein sollte. Natürlich wäre er vollkommen überzogen.
Zitat:Du zitierst den Autor falsch...er hat bloss ungeschickt "MEKO" statt "A-200" verwendet, sonst nichts.Kann ich so nicht erkennen:
Aber einwandfrei mitgeteilt, dass diese "Australien angebotete Lösung" (Also A-200 AUS korrekt beschrieben) nun die GRUNDLAGE für die Deutsche Marine darstellt...
Zitat:Die Bundeswehr plant einen milliardenschweren Kauf von Meko A-200 Fregatten beim Konzern TKMS. Grund dafür sind Verzögerungen bei einem anderen Schiffsprojekt.Das lässt halt zwei mögliche Interpretationen zu:
Die Bundeswehr bereitet Insidern zufolge den Kauf mehrerer Fregatten des Typs Meko A-200 beim Werftenkonzern TKMS vor. Eine entsprechende Ankündigung für einen Vorvertrag habe das Parlament erreicht, sagten mit dem Vorhaben Vertraute am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach wird ein fester Kaufvertrag zudem in der Regierung vorbereitet. Zunächst hatte der Branchendienst "Hartpunkt" berichtet.
Die Fregatten sind eine Alternative zum eigentlich geplanten Kauf von Schiffen der
Klasse F126, der sich seit Jahren verzögert. Der Haushaltsausschuss hatte bereits im vergangenen Jahr Ausgaben von 7,8 Milliarden Euro für eine Alternative zur F126 bewilligt. Das Verteidigungsministerium war zunächst nicht zu erreichen.
TKMS-Chef Oliver Burkhard hatte im Reuters-Interview in dieser Woche gesagt: "Ich kann mir vorstellen, dass wir so eine Art Vorvertrag machen. Das heißt, wir fangen schon an, Dinge anzuarbeiten, und wenn der Vorvertrag ein gewisses Volumen hat, ist davon auszugehen, dass der dann auch in den Hauptvertrag überführt wird." Sein Eindruck sei, dass die Bundesregierung zweigleisig mit Blick auf die F126-Klasse fahre.
Den Insidern zufolge geht es mindestens um drei Schiffe, die je eine Milliarde Euro kosten würden. TKMS könne ein erstes, wie von der Marine gefordert, bis 2029 ausliefern. Weitere könnten im Abstand von weniger als einem Jahr folgen. Die Meko hatte TKMS bereits Australien angeboten und entsprechende Vorbereitungen getroffen. Letztlich erhielt das Unternehmen nicht den Zuschlag.
Deine: Der Autor kennt die Unterschiede zwischen den verschiedenen denkbaren Ausführungen einer MEKO A200 und will mit "die MEKO" zum Ausdruck bringen, dass es sich ganz konkret um diese eine MEKO handelt, die für Australien angeboten wurde. Was aber schon wieder schwierig ist, da Australien zwei unterschiedliche MEKOs angeboten wurden, A200RAN und A210.
Meine: Der Autor kennt die Details der Vorgänge nicht und seine Vereinfachung begründet sich in den bekannten Aussagen von TKMS, die selbst auch gerne verallgemeinern und es so darstellen, als wären die einsatzbewährten MOTS-A200 und die beliebig nach Kundenwunsch anpassbaren A200 ein und dasselbe Schiff. Gestützt wird dam mMn dadurch, dass der entgangene Australien-Auftrag immer wieder als Begründung für einen schnellen Baustart genannt wird.
Und es ist ja auch keineswegs abwegig, dass es sich um die A200RAN handelt, über die gesprochen wird, aber ich kann absolut nicht erkennen, dass dem Autor die Unterschiede der Varianten bewusst sind oder ihm gar exklusiv eine verbindliche Information dazu vorliegt, die bisher noch keiner seiner Berufskollegen hatte.
Zumal es sich dabei lediglich um eine Reuters-Meldung handelt, die sich selbst auf Hartpunkt bezieht, der dieser Abschnitt zu Australien offenbar noch von T-online oder einem Zwischenverwerter angehängt wurde.
Ich wundere mich immer, wenn es hier für wahrscheinlicher gehalten wird, dass die eine eklatant wichtige Aussage eines Artikels sich ausgerechnet hinter einer schludrigen Ungenauigkeit verbirgt, als dass der Artikel einfach nur ein weiterer ohne Erkenntnisgewinn und mit noch weniger Fachkompetenz sein könnte.
