19.01.2026, 21:03
zum Thema "Schuldenfalle" meint das HANDELSBLATT:
Es gibt Schulden zur Investition, die helfen, mehr Rendite zu erwirtschaften (das weiß jeder Handwerker) und es gibt Konsumschulden zum Verbrauch (wie in den Staaten). Und dementsprechend gebietet sich eine unterschiedliche bzw. differenzierte Betrachtungsweise.
Aber das ist vermutlich meinem keynesianschen Hintergrund *) geschuldet und dürfte bei Nightwatch heftige Gegenrede auslösen.
*)
John Maynard Keynes sah Staatsverschuldung nicht per se als negativ, sondern als notwendiges Geldmarkt-Instrument in Krisen: Der Staat soll sich verschulden, um durch Ausgaben die Nachfrage zu steigern und die Wirtschaft anzukurbeln (antizyklische Politik), wodurch Schulden in Wachstum umgewandelt werden können und später durch höhere Steuereinnahmen bedient werden können.
Zitat:Beyond the obviousich würde das Thema "Staatsschulden" nicht so apodiktisch sehen. Da steht bei mir primär die gesamte Währungsmenge im Vordergrund - und die Frage der Verteilung. Denn wenn jemand Schulden hat, dann hat jemand anderer entsprechende Forderungen. Und es gibt - siehe Japan - durchaus Staaten, die mit einer sehr hohen Staatsverschuldung (bei der eigenen Bevölkerung) gut leben können. Dabei sehe ich auch den Unterschied in der Verwendung der Mittel.
Die nächste Finanzkrise geht von den Staatsschulden aus
Drehen sich nur ein paar Parameter, würde uns die Krise von 2008 wie ein Kindergeburtstag erscheinen. So könnte sich die Geschichte auf tragische Weise wiederholen.
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Es gibt Schulden zur Investition, die helfen, mehr Rendite zu erwirtschaften (das weiß jeder Handwerker) und es gibt Konsumschulden zum Verbrauch (wie in den Staaten). Und dementsprechend gebietet sich eine unterschiedliche bzw. differenzierte Betrachtungsweise.
Aber das ist vermutlich meinem keynesianschen Hintergrund *) geschuldet und dürfte bei Nightwatch heftige Gegenrede auslösen.
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John Maynard Keynes sah Staatsverschuldung nicht per se als negativ, sondern als notwendiges Geldmarkt-Instrument in Krisen: Der Staat soll sich verschulden, um durch Ausgaben die Nachfrage zu steigern und die Wirtschaft anzukurbeln (antizyklische Politik), wodurch Schulden in Wachstum umgewandelt werden können und später durch höhere Steuereinnahmen bedient werden können.

