Gestern, 16:40
(Gestern, 16:17)Nightwatch schrieb: ....wenn das so war, wie Du meinst - dann ist "stehenbleiben und schießen" die absolute falsche Option. Denn ein sich bewegendes Fahrzeug kann man sekundenbruchteile vor einer Kollission nicht dadurch stopen, dass der/die Fahrer/in ange- oder erschossen wird. Das Fahrzeug bewegt sich dann nämlich unkontrolliert weiter.
Der hat nicht in dem Moment die Waffe gezogen als sie losfuhr. Die Frau setzt zunächst ansatzweise zurück, da bewegt sich der Schütze noch. Die Frau bricht dann das zurücksetzen ab, legt den Vorwärtsgang ein und gibt Gas. Die Hand des Beamten geht genau in dem Moment zur Waffe als sich das Auto mit Reifendrehen beginnt direkt auf ihn zuzubewegen. Die Schussabgabe erfolgt dann als er vom linken Vorderflügel erfasst wird. Der Schuss geht frontal durch die Windschutzscheibe.
Das ist der einzig relevante Ansatzpunkt. Der Schütze steht im Fahrweg des Fahrzeugs und steht im Moment der Entscheidung zum Schuss unmittelbar vor der Kollision mit dem Fahrzeug. Er muss damit rechnen erfasst zu werden, unter die Reifen zu geraten und überrollt zu werden. Damit stellt das Fahrzeug im Moment der Schussentscheidung eine tödliche Waffe da, die sich gegenwärtig gegen ihn richtet. Er befindet sich in unmittelbarer Gefahr mindestens erheblich verletzt zu werden. Damit ist der Einsatz tödliche Gewalt gerechtfertigt....
Die einzige sinnvolle Option wäre, zur Seite zu springen, und danach das Fahrzeug selbst - etwa durch gezielte Schüsse in die Reifen - zum anhalten zu bringen.
Genau das hat der Schütze aber nicht getan. Er hat aus sicherem Stand heraus gezielt tödliche Schüsse abgegeben.
