29.03.2025, 20:46
Persönlich würde ich die These aufwerfen, dass die Kriege der letzten Jahre in puncto Feldersatz genau eines lehren: Es kommt nicht darauf an, wofür jemand kämpft, sondern darauf, dass er weiß, wofür er kämpft. Das Was ist sekundär.
Es bietet sich wieder das Beispiel Ukraine an. Die Freiwilligen in der ukrainischen Armee sind ein extrem heterogener Haufen, Männer, Frauen, städtische Automechaniker, Lehrerinnen vom Lande, Orthodoxe, Katholiken, Muslime, Juden, politisch von ganz rechts bis ganz links stehend. Es gibt sogar eine Kampfgruppe mit nicht weniger als fünfzig Mitgliedern, in der sich radikale Tierschützer versammeln, und die sich die Erlaubnis ausbedungen haben, in ihrer freien Zeit verlassene Haus- und Nutztiere evakuieren zu dürfen.
Die Freiwilligen haben nur zwei erkennbare gemeinsame Nenner: Sie sind mehrheitlich zwischen 35 und 45, und haben häufiger Kinder als der Durchschnitt. Der Gesellschaft, der Familie, den Freunden zuliebe etwas durchzumachen, damit sie es nicht selbst durchmachen müssen, ist meiner Erfahrung nach eine verbreitetere Tugend, als man denken könnte. Sie braucht nur eine Gelegenheit durchzubrechen. Und eine solche Gelegenheit bietet sich in Deutschland nicht, es herrscht kein Bedrohungsbewusstsein.
Und bei aller berechtigten Skepsis angesichts derzeitiger gesellschaftlicher Fehlentwicklungen – ich glaube, dass die düsteren Prophezeiungen eines deutschen Kollapses im Kriegsfall zu sehr von der jeweiligen eigenen Blase beeinflusst sind.
Es bietet sich wieder das Beispiel Ukraine an. Die Freiwilligen in der ukrainischen Armee sind ein extrem heterogener Haufen, Männer, Frauen, städtische Automechaniker, Lehrerinnen vom Lande, Orthodoxe, Katholiken, Muslime, Juden, politisch von ganz rechts bis ganz links stehend. Es gibt sogar eine Kampfgruppe mit nicht weniger als fünfzig Mitgliedern, in der sich radikale Tierschützer versammeln, und die sich die Erlaubnis ausbedungen haben, in ihrer freien Zeit verlassene Haus- und Nutztiere evakuieren zu dürfen.
Die Freiwilligen haben nur zwei erkennbare gemeinsame Nenner: Sie sind mehrheitlich zwischen 35 und 45, und haben häufiger Kinder als der Durchschnitt. Der Gesellschaft, der Familie, den Freunden zuliebe etwas durchzumachen, damit sie es nicht selbst durchmachen müssen, ist meiner Erfahrung nach eine verbreitetere Tugend, als man denken könnte. Sie braucht nur eine Gelegenheit durchzubrechen. Und eine solche Gelegenheit bietet sich in Deutschland nicht, es herrscht kein Bedrohungsbewusstsein.
Und bei aller berechtigten Skepsis angesichts derzeitiger gesellschaftlicher Fehlentwicklungen – ich glaube, dass die düsteren Prophezeiungen eines deutschen Kollapses im Kriegsfall zu sehr von der jeweiligen eigenen Blase beeinflusst sind.