29.03.2025, 10:35
(29.03.2025, 08:22)kato schrieb: Nein, die Kernbotschaft ist die, dass hier, wenn dem so ist, Eltern in ihrem Erziehungsauftrag scheitern.
Die mögen sich nämlich nach außen demonstrativ winden - trotzdem geht ein 16jähriger nicht ohne die Unterschrift der Eltern aufm Vertrag zur Bundeswehr. Das ist in dem "Dialog" auch ein mal angesprochen. Und dann ganz schnell vergessen.
Da ist eine Verdrehung der Darstellung drin. Nicht der Vater "hat vergeblich versucht ihn umzustimmen". Sondern der Sohn hat erfolgreich den Vater umgestimmt.
Da widerspreche ich dir nicht, denn auch das war mein erster Gedanke.
Bei unserer durchzivilisierten, queerschnittlichen Erziehung und Schulpädagoik wird die frühzeitige Mündigkeit bei gleichzeitiger Ablehnnung von Pflichten und Verantwortung ja stets propagiert. Das ist aber ein gesamtgesellschaftliches "Problem".
Der Bursche bekommt ja nun die Gelegenheit das System von Befehl und Gehorsam kennenzulernen.
(29.03.2025, 08:22)kato schrieb: Ich kenne Leute die mit 16 zur Bundeswehr sind - als das noch "erlaubt" war. Heute beschränkt die Bundeswehr das auf 17 als Mindestalter, deswegen will der Bursche nämlich die 11te Klasse fertig machen.Alternativ würde, je nach Bundesland, bis zum 18ten Lebensjahr hier die Berufsschulpflicht greifen.
In Österreich gibt es eine sogenannte allg. Ausbildungspflicht/ Lehrpflicht bis zum 18ten Lebensjahr.
(29.03.2025, 08:22)kato schrieb: Ich hatte auch drei davon bei mir in der Grundausbildung. Der erste flog unmittelbar, nachdem bei der Dienstantrittsuntersuchung der Drogentest anschlug. Der zweite war nach vier Wochen AGA sang- und klanglos weg. Und der dritte, der eigentlich nur da war "damit er nach dem Rausschmiss aus der Schule schon mal den Wehrdienst hinter sich hat" unterschrieb für 6 Jahre und wechselte in eine Ausbildung an die Bundeswehr-Fachschule, die es heute nicht mehr gibt,Mein Buddy in der AGA war auch erst 17. Hat sich besser durchgebissen als manch 22-jähriger und hat sein FWDL23 zuende gemacht.
Dein letzteres Beispiel, der Dritte, zeigt ja einen möglichen Bildungsweg innerhalb der BW auf. Quasi eine duale zvil-militärische Ausbildung.