29.03.2025, 08:22
(29.03.2025, 07:47)Garten-Grenadier schrieb: Die Kernbotschaft ist doch die, dass der Junge keinen Bock mehr auf Schule hat. Wie so oft stimmen die Vorstellungen der Eltern nicht mit denen der Kinder überein.Nein, die Kernbotschaft ist die, dass hier, wenn dem so ist, Eltern in ihrem Erziehungsauftrag scheitern.
Die mögen sich nämlich nach außen demonstrativ winden - trotzdem geht ein 16jähriger nicht ohne die Unterschrift der Eltern aufm Vertrag zur Bundeswehr. Das ist in dem "Dialog" auch ein mal angesprochen. Und dann ganz schnell vergessen.
Da ist eine Verdrehung der Darstellung drin. Nicht der Vater "hat vergeblich versucht ihn umzustimmen". Sondern der Sohn hat erfolgreich den Vater umgestimmt.
(29.03.2025, 07:47)Garten-Grenadier schrieb: Wenn der Bursche also einen anderen Weg als Abi und Studium einschlagen will und nicht nur von Bürgergeld, Döner und Cannabis leben möchte, so ist doch schonmal löblich.Ich kenne Leute die mit 16 zur Bundeswehr sind - als das noch "erlaubt" war. Heute beschränkt die Bundeswehr das auf 17 als Mindestalter, deswegen will der Bursche nämlich die 11te Klasse fertig machen.
Ich hatte auch drei davon bei mir in der Grundausbildung. Der erste flog unmittelbar, nachdem bei der Dienstantrittsuntersuchung der Drogentest anschlug. Der zweite war nach vier Wochen AGA sang- und klanglos weg. Und der dritte, der eigentlich nur da war "damit er nach dem Rausschmiss aus der Schule schon mal den Wehrdienst hinter sich hat" unterschrieb für 6 Jahre und wechselte in eine Ausbildung an die Bundeswehr-Fachschule, die es heute nicht mehr gibt,