14.03.2025, 12:05
Exakt so ist es. Und darin liegt meiner Ansicht nach der innere Widerspruch der russischen Doktrin. Man verfolgt eigentlich eine richtige Zielsetzung (Geschwindigkeit), will diese aber mit Methoden umsetzen, welche die Geschwindigkeit vermindern bzw. dieser Zielsetzung völlig entgegen gesetzt verlaufen. Ein Musterbeispiel:
Gerade die BTG wäre rein von ihrer Struktur her besonders dafür geeignet, auf sich wandelnde Gefechtslagen zu reagieren. Also das richtige Konzept und die richtige Struktur hierfür.
Was man aber real in der Ukraine beobachtete war, dass BTG absolut stur und unbeirrbar längst überholte Pläne exekutierten, die angesichts der geänderten Umstände überhaupt keinen Sinn mehr machten.
Statt auf die Veränderung zu reagieren, ignorierte man sie, in manchen Fällen in extremer Weise. Weil die Führung darüber dies explizit so einfordert und keinerlei Abweichung vom Operationsplan zulässt.
Ich habe also eine Kampfgruppe, welche auf eine erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit aus eigener Kraft hin optimiert ist, und verbiete (!) ihr überhaupt zu reagieren.
Solche Widersprüche finden sich in der russischen Militärkultur zuhauf. Und daraus resultiert dann regelmäßig, dass die Russen ihrer eigenen Doktrin entgegen handeln, also eben nicht so handeln, wie ihre Doktrin es in der Theorie vorsieht.
Da klafft also dann eine weite Lücke zwischen russischer Militärtheorie und dem was die Russen real auf dem Schlachtfeld tun. Das heißt aber eben nicht umgekehrt, dass die Theorie per se falsch wäre. Und es stellt sich die Frage, was eigentlich wäre, wenn die Russen einfach ihre eigene Theorie tatsächlich real umsetzen würden ?! Denn theoretisch haben sie eigentlich oft die richtigen Ideen, aber die real existierenden russischen Streitkräfte sind halt genau so oft Lichtjahre davon entfernt diese umzusetzen bzw. umsetzen zu können.
Zitat:Erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit zur Anpassung an sich wandelnde Gefechtslagen.
Gerade die BTG wäre rein von ihrer Struktur her besonders dafür geeignet, auf sich wandelnde Gefechtslagen zu reagieren. Also das richtige Konzept und die richtige Struktur hierfür.
Was man aber real in der Ukraine beobachtete war, dass BTG absolut stur und unbeirrbar längst überholte Pläne exekutierten, die angesichts der geänderten Umstände überhaupt keinen Sinn mehr machten.
Statt auf die Veränderung zu reagieren, ignorierte man sie, in manchen Fällen in extremer Weise. Weil die Führung darüber dies explizit so einfordert und keinerlei Abweichung vom Operationsplan zulässt.
Ich habe also eine Kampfgruppe, welche auf eine erhöhte Reaktionsgeschwindigkeit aus eigener Kraft hin optimiert ist, und verbiete (!) ihr überhaupt zu reagieren.
Solche Widersprüche finden sich in der russischen Militärkultur zuhauf. Und daraus resultiert dann regelmäßig, dass die Russen ihrer eigenen Doktrin entgegen handeln, also eben nicht so handeln, wie ihre Doktrin es in der Theorie vorsieht.
Da klafft also dann eine weite Lücke zwischen russischer Militärtheorie und dem was die Russen real auf dem Schlachtfeld tun. Das heißt aber eben nicht umgekehrt, dass die Theorie per se falsch wäre. Und es stellt sich die Frage, was eigentlich wäre, wenn die Russen einfach ihre eigene Theorie tatsächlich real umsetzen würden ?! Denn theoretisch haben sie eigentlich oft die richtigen Ideen, aber die real existierenden russischen Streitkräfte sind halt genau so oft Lichtjahre davon entfernt diese umzusetzen bzw. umsetzen zu können.