14.03.2025, 10:24
(10.03.2025, 19:38)DopePopeUrban schrieb: VL-AROC hingegen schafft gerade mal 22km bis zum Abwurf + die 9.1km des Mk54. Da kannst dus auch direkt lassen und einfach auf Hubschrauber setzen. Damit sparst du dann wenigstens Platz im VLS deines ASW Combatants.
Ohne jetzt diese Debatte zum 100ten mal aufzuwärmen:
- VL-ASROC ist wetterunabhängig, ein Bordhubschrauber nicht, der fliegt ca. 40 % des Jahres nicht operativ in der Nordsee, weil das Wetter es nicht erlaubt
- Reichweiten von ASROC-artigen Systemen liegen teils über 50 km (z.B. Type 07 der japanischen Marine) bzw. sogar bis zu 650 km (indisches SMART)
- VL-ASROC und Bordtorpedorohrsätze sind für Counter-Fire unentbehrlich, um ein U-Boot, welches einen Torpedo geschossen hat unter Druck zu halten
- Sonar unterliegt ebenso den Umwelteinflüssen, wenn die See aufgewühlt und "laut" ist, sinkt die Entdeckungsreichweite gegen ein U-Boot oder für ein U-Boot erheblich ab, so dass "Zufallsgefechte" wahrscheinlicher werden
Weder ersetzt ASROC einen Helikopter noch ein Helikopter ASROC - nur beides zusammen ergibt Sinn. Aber über was diskutieren wir hier? Wir haben im Jahr 2025 immer noch eine Marine, die sich selbst als "U-Jagd als Hauptaufgabe" beschreibt und
a) erstmal ab 2026 in ein Capability-Gap rennt, weil der Sea Lynx als ASW BHS schneller verschwindet, als Sea Tiger zuläuft
b) keinen einzigen Fähigkeitsträger mit moderner Sonartechnik im Bestand hat (Anzahl operativer Schleppsonare = 0)
c) keinen einzigen Fähigkeitsträger (Überwasser, ich hoffe doch sehr, unsere U-Boote haben sowas?) mit irgendeiner Art von Torpedoabwehr im Bestand hat
d) seit F125 die "billigen" Torpedorohrsätze konsequent weggespart hat
e) keine operative Alternative zum Verbringen eines Torpedos als den BHS hat (seit F125)
Die Deutsche Marine würde ich bei ASW jetzt nicht als das Musterbeispiel heranziehen, wie man ASW betreibt

Immerhin haben wir bald neue MPA - dummerweise sind die Amerikaner schon beim ersten Upgrade der P-8A, um sie modernen Bedrohungen anzupassen (siehe Nachbarthread hier im Forum) und wir Deutschen laufen mal wieder der Zeit hinterher.
Aber immerhin bekommen wir evtl. im Zeitraum 2029 bis 2031 eine F126 mit zumindest einem Schleppsonar...
Was F125 angeht, kann man natürlich ein Schleppsonar nachrüsten, da gibt es genug kompakte Systeme am Markt, ohne das Schiff gleich zum Kentern zu bringen. Ein Schleppsonar allein macht aus der F125 aber keine vollwertige ASW-Fregatte, sondern erstmal ein High Value Target für den Gegner. Sprich, man müsste, damit die F125 ASW im Verbandsrahmen betreiben kann, den Bereich AAW massiv stärken inkl. C-UAV. Dafür reicht die Test-Integration von IRIS-T bei weitem nicht aus, auf deren Ergebnisse müssen wir warten.