07.03.2025, 10:15
(06.03.2025, 22:42)Garten-Grenadier schrieb: Es stellt sich die Frage, ob in der heutigen Zeit eine mehrmonatige Einkasernierung überhaupt noch zwingend notwendig erscheint. Könnte die Grundausbildung nicht auf 2 Monate reduziert werden, wovon 1 Monate in der Kaserne mit dem Erlernen "antiquitierter, unbrauchbarer Dinge" vergeudet und der andere Monat ausschließlich im Gelände, sprich 4 Wochen Gefechtsdienst auf Truppen- und Standortübungsplätzen, verbracht wird??
Dies würde zu einer kürzeren, aber viel intensiveren und kriegsnaheren Grundausbildung führen. Ebenso könnte dies die allgemeine Aktzeptanz der Wehrdienstes steigern.
Wer dann noch Lust auf eine Verlängerung der Dienstzeit hat, bekommt eine anspruchsvollere Verwendung und Weiterbildung samt Einzelstube in der Stammeinheit. Diese Weiterverpflichtung darf dann natürlich auch finanziell lukrativ sein.
Das wäre sinnvoll in einer Milizstruktur wo es vielleicht reicht wenn man ein bissel was kann, aber niemals für richtige Soldaten. Vor allem würde es aber schon an der Ausdauer und generell den körperlichen Fähigkeiten von über 90% der Rekruten scheitern. Auf den Dörfern findet man vielleicht noch "stablie Jungs" in größerer Zahl, aber in der Stadt macht doch in der Altersgruppe kaum noch jemand ernsthaft Sport oder bewegt sich im Alltag genug um halbwegs fit zu sein. Ich würde wetten dass ich noch fitter bin als ca. 90% der Mitschüler meiner Kinder und als Leistungssportler ordne ich mich sicher nicht ein.