05.03.2025, 22:35
Das Recht ist vollkommen egal, wenn es wirklich darauf ankommt wird jedwedes Recht einschließlich des sogenannten Grundgesetzes nach Belieben hin und her interpretiert werden bis es passt. Jedes Recht ist nur ein Mittel zum Zweck, ein bloßes Instrument, dass nur dazu da ist missbraucht zu werden, um sich dadurch Vorteile zu verschaffen und in Bezug auf das Gros der sogenannten Bürger dient es nur deren besserer Ausbeutung. Darin liegt also nicht nur das kleinste Problem, sondern gar kein Problem. Wenn diese Bundesrepublik es so will, gibt es wieder Wehrpflicht, gibt es Dienstpflicht für alle, urteilen die Gerichte im Sinne dieser Zielsetzung, werden auch Wehrdienstverweigerer zwangseingezogen und wenn sie Befehle verweigern lange Jahre ins Gefängnis geworfen, alles Rechtskonform und Grundgesetzkonform, und natürlich für die Freiheit, die Menschenrechte und die Demokratie.
Die Probleme sind in Wahrheit rein praktischer Natur:
Die jungen Personen welche man da zu Zwangsdiensten pressen will sind in weiten Teilen unmotiviert bis demoralisiert. Da findet man nicht genug Unterwürfigkeit und nicht genug Überzeugungstäter um das was da an Menschenmaterial ist kriegsfähig einsetzen zu können. Der Kampfwert dieser Frondienst leistenden wird daher sehr gering sein.
Es gibt keine Unterkünfte, nicht genug Platz, es fehlt einfach die ganze Infrastruktur für eine ernsthafte Wehrpflicht. Das reicht von den Kapazitäten für die Erfassung und Musterung bis hin zur Essenversorgung, persönlicher Ausrüstung, Übungskapazitäten, Übungsmaterial usw usf, es fehlt einfach alles. Natürlich kann man jetzt mal 20.000 einziehen und irgendwie so ein wenig infanteristisch ausbilden, aber das bringt für den Krieg mal rein gar nichts. Bis entsprechende Strukturen wieder stehen und bis man daraus signifikante Reserven generiert hat, die einen strategischen Effekt hätten, vergehen etliche Jahre, und da es sich um die real existierende Bundesrepublik handelt Jahrzehnte.
Es fehlen jedwede sinnvolle Waffen / Wirkmittel / Verbrauchsmittel / Logistik usw. um eine große Anzahl von Wehrpflichtigen überhaupt im Krieg so einsetzen zu können, dass dies einen strategischen Effekt hätte.
Die ganzen Vorstellungen wie man diese Wehrpflicht aufzieht und was man dann das Menschenmaterial lehrt und wie man es einsetzen will, sind völlig antiquiert, wie weite Teile der Bundeswehr an sich. Man trainiert daher dann junge Personen in Kasernen in veraltetem überkommenen Unsinn, der im Krieg keine praktische Bedeutung mehr hat und verschwendet damit die Lebenszeit und Produktivität dieser Personen, ohne dass dies im Krieg einen echten Mehrwert hätte.
Es fehlen absolut jedwede glaubhafte, sinnvolle und umsetzbare Konzepte für die Landesverteidigung, während für die Bündnisverteidigung irgendwelche drittklassischen Reserve-Infanteristen dieser Bundesrepublik einfach irrelevant sind. Damit ist jede Investition in eine solche Reserve einfach nur Mittelverschwendung.
Die Gesellschaft an sich ist aktuell nicht kriegsfähig. Es gibt wenig Länder in denen so geringe Anteile der Bevölkerung tatsächlich für den gerade herrschenden Staat in den Krieg ziehen würde. Gerade daran krankt auch jeder Vergleich mit beispielsweise Finnland. Die Finnen gehören zu den Völkern mit der höchsten Wehrbereitschaft weltweit (seit Jahren unter den Top 3, meist auf Platz 2 von allen Völkern überhaupt), davon sind wir Lichtjahre entfernt. Die würden kämpfen, gegen jeden Feind und jede nur denkbare Übermacht, wir aber werden nicht kämpfen und bei ernsthaften militärischen Handlungen sehr schnell als Gesellschaft einbrechen.
Nun wird an dieser Stelle stets erklärt, in einem echten Krieg würde sich das natürlich auf der Stelle irgendwie auf magische Weise ändern, dann würden alle empört zur Fahne eilen, so sei der Mensch. Diese Rechnung ist in der Kriegsgeschichte schon mehrfach nicht aufgegangen. Im heutigen modernen Krieg, insbesondere in der wesentlichen Eröffnungsschlacht wird eine Gesellschaft wie jene dieser Bundesrepublik zur Zeit nicht bestehen, dafür fehlen einfach alle sozialkulturellen Grundlagen.
Schlußfolgerungen:
Die rasant fortschreitende Roboterisierung des Krieges, die sich abzeichnenden Möglichkeiten von KI und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten der Verwendung von weniger Menschen mit mehr Systemen als Multipliaktoren für diese stellen erhöhte Anforderungen an besagte als Kämpfer einzusetzene Personen, welche von Wehrpflichtigen so nicht geleistet werden können. Der robotisierte und in weiten Teilen vollautonome Krieg erfordert ganz im Gegenteil eine Bestenauslese, ausschließlich Freiwillige, eine echte Berufsarmee und eine hohe Qualität derselben. Nur so wird man in der robotisierten Kriegsführung überhaupt eine Chance haben, was den militärischen Part angeht. Dazu müssten Soldaten deutlich mehr Lohn erhalten, deutlich besser qualifiziert sein schon vor der Einstellung, und das Niveau insgesamt gehoben werden.
In Bezug auf die Gesellschaft wären hingegen die Schwerpunkte bei Zivilschutz, THW, Dezentralisierung, Widerstandsfähigkeit und insbesondere auch bei einer Entdigitalisierung zu legen. Eine Dienstpflicht für solche Strukturen ließe sich darüber hinaus viel eher mit den real existierenden Bürgern umsetzen und diesen vermitteln, insbesondere da der militärische Kontext dieser Strukturen diesen größtenteils gar nicht klar sein wird.
In Bezug auf die Bündnisverteidigung wird man sich auf bestimmte Themenfelder spezialisieren müssen (wenn man einen Nutzen im Bündnis haben soll), welche kleinere, finanzschwächere und technologisch weniger entwickelte EU Länder so nicht leisten können. Und sei dies von mir aus auch die Marine, spielt gar keine Rolle, solange nur endlich eine Spezialisierung stattfindet und man aufhört eine Bonsai-Armee zu sein, die nur so tut als ob sie ein echter Baum wäre.
Die Kultur der allgemeinen Wehrpflicht ist Tot. Der Versuch sie durch die bloßen äußeren Formen wiederbeleben zu wollen, ist daher zwingend zum Scheitern verurteilt.
Die Probleme sind in Wahrheit rein praktischer Natur:
Die jungen Personen welche man da zu Zwangsdiensten pressen will sind in weiten Teilen unmotiviert bis demoralisiert. Da findet man nicht genug Unterwürfigkeit und nicht genug Überzeugungstäter um das was da an Menschenmaterial ist kriegsfähig einsetzen zu können. Der Kampfwert dieser Frondienst leistenden wird daher sehr gering sein.
Es gibt keine Unterkünfte, nicht genug Platz, es fehlt einfach die ganze Infrastruktur für eine ernsthafte Wehrpflicht. Das reicht von den Kapazitäten für die Erfassung und Musterung bis hin zur Essenversorgung, persönlicher Ausrüstung, Übungskapazitäten, Übungsmaterial usw usf, es fehlt einfach alles. Natürlich kann man jetzt mal 20.000 einziehen und irgendwie so ein wenig infanteristisch ausbilden, aber das bringt für den Krieg mal rein gar nichts. Bis entsprechende Strukturen wieder stehen und bis man daraus signifikante Reserven generiert hat, die einen strategischen Effekt hätten, vergehen etliche Jahre, und da es sich um die real existierende Bundesrepublik handelt Jahrzehnte.
Es fehlen jedwede sinnvolle Waffen / Wirkmittel / Verbrauchsmittel / Logistik usw. um eine große Anzahl von Wehrpflichtigen überhaupt im Krieg so einsetzen zu können, dass dies einen strategischen Effekt hätte.
Die ganzen Vorstellungen wie man diese Wehrpflicht aufzieht und was man dann das Menschenmaterial lehrt und wie man es einsetzen will, sind völlig antiquiert, wie weite Teile der Bundeswehr an sich. Man trainiert daher dann junge Personen in Kasernen in veraltetem überkommenen Unsinn, der im Krieg keine praktische Bedeutung mehr hat und verschwendet damit die Lebenszeit und Produktivität dieser Personen, ohne dass dies im Krieg einen echten Mehrwert hätte.
Es fehlen absolut jedwede glaubhafte, sinnvolle und umsetzbare Konzepte für die Landesverteidigung, während für die Bündnisverteidigung irgendwelche drittklassischen Reserve-Infanteristen dieser Bundesrepublik einfach irrelevant sind. Damit ist jede Investition in eine solche Reserve einfach nur Mittelverschwendung.
Die Gesellschaft an sich ist aktuell nicht kriegsfähig. Es gibt wenig Länder in denen so geringe Anteile der Bevölkerung tatsächlich für den gerade herrschenden Staat in den Krieg ziehen würde. Gerade daran krankt auch jeder Vergleich mit beispielsweise Finnland. Die Finnen gehören zu den Völkern mit der höchsten Wehrbereitschaft weltweit (seit Jahren unter den Top 3, meist auf Platz 2 von allen Völkern überhaupt), davon sind wir Lichtjahre entfernt. Die würden kämpfen, gegen jeden Feind und jede nur denkbare Übermacht, wir aber werden nicht kämpfen und bei ernsthaften militärischen Handlungen sehr schnell als Gesellschaft einbrechen.
Nun wird an dieser Stelle stets erklärt, in einem echten Krieg würde sich das natürlich auf der Stelle irgendwie auf magische Weise ändern, dann würden alle empört zur Fahne eilen, so sei der Mensch. Diese Rechnung ist in der Kriegsgeschichte schon mehrfach nicht aufgegangen. Im heutigen modernen Krieg, insbesondere in der wesentlichen Eröffnungsschlacht wird eine Gesellschaft wie jene dieser Bundesrepublik zur Zeit nicht bestehen, dafür fehlen einfach alle sozialkulturellen Grundlagen.
Schlußfolgerungen:
Die rasant fortschreitende Roboterisierung des Krieges, die sich abzeichnenden Möglichkeiten von KI und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten der Verwendung von weniger Menschen mit mehr Systemen als Multipliaktoren für diese stellen erhöhte Anforderungen an besagte als Kämpfer einzusetzene Personen, welche von Wehrpflichtigen so nicht geleistet werden können. Der robotisierte und in weiten Teilen vollautonome Krieg erfordert ganz im Gegenteil eine Bestenauslese, ausschließlich Freiwillige, eine echte Berufsarmee und eine hohe Qualität derselben. Nur so wird man in der robotisierten Kriegsführung überhaupt eine Chance haben, was den militärischen Part angeht. Dazu müssten Soldaten deutlich mehr Lohn erhalten, deutlich besser qualifiziert sein schon vor der Einstellung, und das Niveau insgesamt gehoben werden.
In Bezug auf die Gesellschaft wären hingegen die Schwerpunkte bei Zivilschutz, THW, Dezentralisierung, Widerstandsfähigkeit und insbesondere auch bei einer Entdigitalisierung zu legen. Eine Dienstpflicht für solche Strukturen ließe sich darüber hinaus viel eher mit den real existierenden Bürgern umsetzen und diesen vermitteln, insbesondere da der militärische Kontext dieser Strukturen diesen größtenteils gar nicht klar sein wird.
In Bezug auf die Bündnisverteidigung wird man sich auf bestimmte Themenfelder spezialisieren müssen (wenn man einen Nutzen im Bündnis haben soll), welche kleinere, finanzschwächere und technologisch weniger entwickelte EU Länder so nicht leisten können. Und sei dies von mir aus auch die Marine, spielt gar keine Rolle, solange nur endlich eine Spezialisierung stattfindet und man aufhört eine Bonsai-Armee zu sein, die nur so tut als ob sie ein echter Baum wäre.
Die Kultur der allgemeinen Wehrpflicht ist Tot. Der Versuch sie durch die bloßen äußeren Formen wiederbeleben zu wollen, ist daher zwingend zum Scheitern verurteilt.