23.02.2025, 14:02
Mal ein anderer Ansatz:
Eventuell wäre es für den schmalen Korridor, in dem eine eigene deutsche atomare Abschreckung funktionieren kann, sogar sinnvoll, wenn man nur die Möglichkeit vorhält, innerhalb kürzester Zeit sich bewaffnen zu können, ohne es auch zu tun.
Also dass man die Verbringungsmittel, das Material und die Konzepte bereit hält sowie alle Vorbereitungen dafür trifft, dass man kurzfristig Sprengköpfe herstellen könnte, es aber nicht tut.
Die Doktrin dazu wäre dann die, dass man im Kriegsfall (Angriff einer Atommacht auf EU-Territorium) umgehend sich der vorbereiteten atomaren Option bemächtigt, um einen gegnerischen Einsatz im weiteren Kriegsverlauf abzuschrecken.
Denn ich denke, dass die Szenarien, in denen eine rein deutsche, beschränkte Abschreckung notwendig sein könnte, nur im Verlauf eines längeren Konfliktes auftreten werden, während in einem kürzeren Konflikt ohnehin die hier angenommene maximale Eskalationsdynamik zum Tragen käme, die eine deutsche Politik/Gesellschaft nie als Doktrin mitgehen würde, weshalb eine entsprechende Rüstung für uns keinen Sinn ergibt und wir uns da vermutlich eher auf die französischen Atomwaffen als auf eigene verlassen könnten.
Eine massive konventionelle Abschreckung mit der Option, kurzfristig eine atomare Komponente hinzu gewinnen zu können, scheint mir auch sehr viel glaubhafter durch Deutschland umsetzbar, zumal dafür keine Verträge aufgekündigt oder gebrochen werden müssen und man auch den inneren Widerstand gegen eine atomare Bewaffnung nicht überwinden muss, bevor wir uns in der Verteidigung befinden. Wir würden uns also als "an der Schwelle zur Nuklearmacht" positionieren und unsere Abschreckung auf der Überwindung dieser Schwelle aufbauen.
Und natürlich würde auch dafür gelten: Es kommt allein darauf an, was der Gegner glaubt, das wir bereit wären, zu tun. Und da ist die Option "Atomwaffen herstellen" glaubwürdiger als "Atomwaffen einsetzen". Die in der Folge dann zu aktivierende Doktrin für deren Einsatz kann unter Kriegsbedingungen sicher sehr viel glaubhafter ausgestaltet werden als in unserer derzeitig Friedens-verwöhnten Gesellschaft.
Eventuell wäre es für den schmalen Korridor, in dem eine eigene deutsche atomare Abschreckung funktionieren kann, sogar sinnvoll, wenn man nur die Möglichkeit vorhält, innerhalb kürzester Zeit sich bewaffnen zu können, ohne es auch zu tun.
Also dass man die Verbringungsmittel, das Material und die Konzepte bereit hält sowie alle Vorbereitungen dafür trifft, dass man kurzfristig Sprengköpfe herstellen könnte, es aber nicht tut.
Die Doktrin dazu wäre dann die, dass man im Kriegsfall (Angriff einer Atommacht auf EU-Territorium) umgehend sich der vorbereiteten atomaren Option bemächtigt, um einen gegnerischen Einsatz im weiteren Kriegsverlauf abzuschrecken.
Denn ich denke, dass die Szenarien, in denen eine rein deutsche, beschränkte Abschreckung notwendig sein könnte, nur im Verlauf eines längeren Konfliktes auftreten werden, während in einem kürzeren Konflikt ohnehin die hier angenommene maximale Eskalationsdynamik zum Tragen käme, die eine deutsche Politik/Gesellschaft nie als Doktrin mitgehen würde, weshalb eine entsprechende Rüstung für uns keinen Sinn ergibt und wir uns da vermutlich eher auf die französischen Atomwaffen als auf eigene verlassen könnten.
Eine massive konventionelle Abschreckung mit der Option, kurzfristig eine atomare Komponente hinzu gewinnen zu können, scheint mir auch sehr viel glaubhafter durch Deutschland umsetzbar, zumal dafür keine Verträge aufgekündigt oder gebrochen werden müssen und man auch den inneren Widerstand gegen eine atomare Bewaffnung nicht überwinden muss, bevor wir uns in der Verteidigung befinden. Wir würden uns also als "an der Schwelle zur Nuklearmacht" positionieren und unsere Abschreckung auf der Überwindung dieser Schwelle aufbauen.
Und natürlich würde auch dafür gelten: Es kommt allein darauf an, was der Gegner glaubt, das wir bereit wären, zu tun. Und da ist die Option "Atomwaffen herstellen" glaubwürdiger als "Atomwaffen einsetzen". Die in der Folge dann zu aktivierende Doktrin für deren Einsatz kann unter Kriegsbedingungen sicher sehr viel glaubhafter ausgestaltet werden als in unserer derzeitig Friedens-verwöhnten Gesellschaft.