23.11.2024, 01:25
@lime
@KheibarShekan
Das Problem hierbei ist, dass ich mich frage, ob ich so denken sollte oder so denken "können dürfen sollte"? (Das "Sollen" lasse ich mir eh nicht vorschreiben.) Denn genau genommen bin ich jemand, der - als einem sozialliberalen Haushalt entwachsen - dem internationalen Völkerrecht viel Raum eingeräumt hat. Bislang. Und ja, auch ich ging in der Annahme, dass der viel gescholtene Westen eine verdammte Verantwortung hat. Für den Planeten. Für die kleinen Länder. Für den Weltfrieden. Und auch für diese ganzen, bösen Dinge, die in seinem Namen geschehen sind. Angefangen bei der Sklaverei, aufgehört beim Kolonialismus. Und Deutschland war an manchen dunklen Zeiten ja auch nicht ganz unbeteiligt. Insofern: We are going to create a better world. Theoretisch.
Mittlerweile, nachdem die vom Westen einstmals in guter Absicht und nach dem entsetzlichen Desaster des Zweiten Weltkrieges geschaffenen rechtsstaatlichen Mechanismen derart obszön missbraucht wurden von allerlei dahergelaufenen shitholes in der Dritten (und auch Zweiten) Welt, wenn ich diesen Begriff einmal so nutzen darf, sehe ich es nicht mehr ein, dass wir uns von eben diesen auf der Nase herumtanzen lassen sollten. Ich kann es auch schlicht nicht mehr akzeptieren, ja es widerstrebt mir zutiefst, gegenüber dieser von diesen sog. "Staaten" vorgetragenen und vorgeschobenen Heuchelei auch nur einen Meter Boden preiszugeben.
Klingt wohl hart, ist aber leider so. Tja, ich stelle leider fest, dass ich Donald II. immer näher komme...leider, wie gesagt...
Schneemann
Zitat:Es geht gar nicht um die Begründung der Haftbefehle sondern dass diese überhaupt ausgestellt wurden. Diplomatische Tradition ist es dass jemand der sich auf diplomatischer Mission in einem fremden Staat befindet nicht von diesem Staat verhaftet und verurteilt werden kann. Er kann maximal zur unerwünschten Person erklärt und in seine Heimat ausgewiesen werden.Faktisch richtig. Praktisch sinnbefreit. Rechtlich halbwegs korrekt. Ansonsten: Nicht mehr relevant. Leider wohl...
@KheibarShekan
Zitat:Eingereicht wurde die Klage von Südafrika. Und wird mittlerweile von den folgenden Staaten und Organisationen offiziell mitgetragen:Die Hälfte davon verdient die Definition "Staat" nicht einmal. Insofern: Irrelevant. Und ja, ich bin mir der Tragweite meiner leicht arroganten Aussage durchaus bewusst.
Das Problem hierbei ist, dass ich mich frage, ob ich so denken sollte oder so denken "können dürfen sollte"? (Das "Sollen" lasse ich mir eh nicht vorschreiben.) Denn genau genommen bin ich jemand, der - als einem sozialliberalen Haushalt entwachsen - dem internationalen Völkerrecht viel Raum eingeräumt hat. Bislang. Und ja, auch ich ging in der Annahme, dass der viel gescholtene Westen eine verdammte Verantwortung hat. Für den Planeten. Für die kleinen Länder. Für den Weltfrieden. Und auch für diese ganzen, bösen Dinge, die in seinem Namen geschehen sind. Angefangen bei der Sklaverei, aufgehört beim Kolonialismus. Und Deutschland war an manchen dunklen Zeiten ja auch nicht ganz unbeteiligt. Insofern: We are going to create a better world. Theoretisch.
Mittlerweile, nachdem die vom Westen einstmals in guter Absicht und nach dem entsetzlichen Desaster des Zweiten Weltkrieges geschaffenen rechtsstaatlichen Mechanismen derart obszön missbraucht wurden von allerlei dahergelaufenen shitholes in der Dritten (und auch Zweiten) Welt, wenn ich diesen Begriff einmal so nutzen darf, sehe ich es nicht mehr ein, dass wir uns von eben diesen auf der Nase herumtanzen lassen sollten. Ich kann es auch schlicht nicht mehr akzeptieren, ja es widerstrebt mir zutiefst, gegenüber dieser von diesen sog. "Staaten" vorgetragenen und vorgeschobenen Heuchelei auch nur einen Meter Boden preiszugeben.
Klingt wohl hart, ist aber leider so. Tja, ich stelle leider fest, dass ich Donald II. immer näher komme...leider, wie gesagt...
Schneemann