18.10.2024, 21:56
(16.09.2024, 18:47)Kongo Erich schrieb: Bisher war die BRICS-Gruppe durch die Rivalitäten zwischen China und Indien stark belastet.inzwischen gibt es weitere Interessenten:
Die Aufnahme zusätzlicher Akteure entschärft diese Rivalität nicht - bringt m.M. nach eher zusätzliches Konfliktpotential in die Runde.
Nun klopft ein weiterer Interessent....
Zitat:Der Traum von einer multipolaren Welt – mit der Kampfansage an die Vorherrschaft des Westens zieht das Brics-Bündnis mehr und mehr Staaten des Südens anich meine: grundsätzlich haben die Menschen in den Ländern des "globalen Südens" ein berechtigtes Interesse, einen ähnlichen Wohlstand zu erreichen wie wir im sogenannten "Westen". Dass das geht, hat China bewiesen. Und gleichzeitig hat sich damit eine alte volkswirtschaftliche These bewahrheitet: je entwickelter die Länder sind, desto umfangreicher ist der Wirtschaftsaustausch zwischen diesen Ländern. Und je umfangreicher der Wirtschaftsaustausch ist, desto mehr profitieren alle beteiligten Partner davon.
Bald treffen sich die Brics-Länder zu ihrem Gipfel im russischen Kasan. Der wohl wichtigste Tagungspunkt ist die Entscheidung über mögliche neue Mitglieder. Ein Anwachsen der Bewegung könnte die bisherigen globalen Machtverhältnisse grundsätzlich verändern.
Rund vierzig Länder haben ihr Interesse an einer Brics-Mitgliedschaft bekundet: unter anderem Thailand, Malaysia, Indonesien und Bangladesh, Algerien, die Demokratische Republik Kongo und Nigeria, Bolivien, Kuba und Venezuela und sogar das Nato-Land Türkei. Was bedeutet die mögliche Erweiterung für die Zukunft der Staatengruppe Brics und für die «regelbasierte Weltordnung», auf deren Aufrechterhaltung die demokratischen Länder des Westens pochen? ...
Das heißt aber nicht, dass sich dann die internen Widersprüche der Entwicklungsländer nivellieren. Ganz im Gegenteil: mit zunehmendem Wohlstand wächst auch deren eigenes Selbstbewusstsein. Und diese immer selbstbewusster agierenden Staaten werden einen Deibel tun, und sich einer neuen Hegemonialmacht unterordnen.
Schon jetzt ist doch zu beobachten: der Krieg Russland / Ukraine geht den Staaten des "globalen Südens" am A... vorbei. Die meisten denken nicht daran, sich eindeutig für irgend eine der beteiligten Seiten zu positionieren - und das, obwohl mit Russland ein "Kernstaat" des Bundes in einen mörderischen Ausblutungskrieg verwickelt ist.
Damit wird die Rolle der BRICs (und sämtlicher Neumitglieder) auf die wirtschaftliche Stärkung der Gemeinschaft reduziert bleiben.
Das hat inzwischen auch die NZZ verstanden:
Zitat:Wenig Einheit in der Vielfalt: Die Brics-Gruppe wird sich kaum zu einem antiwestlichen Block entwickeln
Kommende Woche findet der Brics-Gipfel in Russland statt. Auch wenn Moskau mit Peking eine antiwestliche Agenda vorantreibt, hat die Mehrheit der Brics-Staaten andere Pläne.
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