28.09.2024, 01:19
Es wird vermutlich keine größeren Reaktionen (rein international gesehen) geben.
Das "Warschauer Syndrom" von 1944 - hier meinerseits schon einmal umrissen und auf den Nahen Osten, zugegeben, sehr arrogant meinerseits umgelegt - wird hier weiter vorherrschen, übrigens "schlimmer" noch als in Gaza geschehen.
Rein technisch gesehen, als Zahal die Hamas in Gaza in den letzten elf Monaten plattwalzte, gab es ein dezidiertes, mediales "Geschrei" aus manchen Ländern, obwohl sie ja sunnitisch sind und eigentlich ihnen das Schicksal der Palästinenser nahegehen müsste, aber faktisch ist sehr wenig geschehen (welcher säkulare sunnitische Staatschef des Nahen Osten mag schon sunnitische Fanatiker oder gar die Muslimbrüder?).
Und nun? Walzt die IDF die schiitische Hisbollah nieder. Eine konzertierte Operation, erst mit detonierenden Pagern und Walkie-Talkies, dann mit 2.000+ Luftschlägen. Gibt es aus den sunnitischen Staaten nennenswerte Reaktionen? Proteste aus Arabien? Aus Tunesien oder Algerien? Aus Ägypten? Aus Pakistan? Droht Hr. Erdogan mit weitreichenden Konsequenzen?
Nein.
Schließlich zermalmt Zahal ja aus säkular-sunnitischer (und auch extrem religiös-sunnitischer) Sicht nur "Häretiker". (Ich setze dies bewusst in Anführungszeichen, da ich die Schiiten nicht per se als Ketzer definieren will.)
Nicht, dass ich dies beweinen würde, wenn die unsäglichen Hetzer von Hisbollah und Co. sang- und klanglos untergehen (sicherlich nicht, meine Position dürfte bekannt sein - und wer sich die "Inhalte" von al Manar etc. einmal angeschaut hat, weiß, welche zutiefst düsteren Aspekte der Menschheitsgeschichte hier bedient werden), aber es stellt sich die Frage, ob denn die so seitens der iranischen Propaganda postulierte "Achse des Widerstands" nicht mehr nur ein Gespenst, sondern eher ein Gespinst ist, zumal und gerade im nahöstlichen Kontext?
Schneemann
Das "Warschauer Syndrom" von 1944 - hier meinerseits schon einmal umrissen und auf den Nahen Osten, zugegeben, sehr arrogant meinerseits umgelegt - wird hier weiter vorherrschen, übrigens "schlimmer" noch als in Gaza geschehen.
Rein technisch gesehen, als Zahal die Hamas in Gaza in den letzten elf Monaten plattwalzte, gab es ein dezidiertes, mediales "Geschrei" aus manchen Ländern, obwohl sie ja sunnitisch sind und eigentlich ihnen das Schicksal der Palästinenser nahegehen müsste, aber faktisch ist sehr wenig geschehen (welcher säkulare sunnitische Staatschef des Nahen Osten mag schon sunnitische Fanatiker oder gar die Muslimbrüder?).
Und nun? Walzt die IDF die schiitische Hisbollah nieder. Eine konzertierte Operation, erst mit detonierenden Pagern und Walkie-Talkies, dann mit 2.000+ Luftschlägen. Gibt es aus den sunnitischen Staaten nennenswerte Reaktionen? Proteste aus Arabien? Aus Tunesien oder Algerien? Aus Ägypten? Aus Pakistan? Droht Hr. Erdogan mit weitreichenden Konsequenzen?
Nein.
Schließlich zermalmt Zahal ja aus säkular-sunnitischer (und auch extrem religiös-sunnitischer) Sicht nur "Häretiker". (Ich setze dies bewusst in Anführungszeichen, da ich die Schiiten nicht per se als Ketzer definieren will.)
Nicht, dass ich dies beweinen würde, wenn die unsäglichen Hetzer von Hisbollah und Co. sang- und klanglos untergehen (sicherlich nicht, meine Position dürfte bekannt sein - und wer sich die "Inhalte" von al Manar etc. einmal angeschaut hat, weiß, welche zutiefst düsteren Aspekte der Menschheitsgeschichte hier bedient werden), aber es stellt sich die Frage, ob denn die so seitens der iranischen Propaganda postulierte "Achse des Widerstands" nicht mehr nur ein Gespenst, sondern eher ein Gespinst ist, zumal und gerade im nahöstlichen Kontext?
Schneemann