22.09.2024, 12:20
Quintus Fabius schrieb:Die Pager waren meiner Meinung nach absolut eindeutig andere Vorrichtungen im Sinne dieser Definition. Und Israel ist beigetreten und hat sich lediglich vorbehalten Protokoll III (Brandwaffen) auszunehmen. Der Begriff handverlegt inkludiert im übrigen auch das durch Menschen vorgenommene Einschleusen solcher Vorrichtungen, denn schließlich wurden die Batterien ja von Menschen in diese Geräte eingelegt, also handverlegt.Dann müsste es eher heißen "manually-prepared" statt "manually-emplaced". Letzteres ist schon einen ganzen Zacken spezifischer und zielt auf die Verbringung ab.
Ist halt wenigstens mehrdeutig, der Vertragspartner kann es durchaus in seinem Sinne auslegen, auch wenn andere Interpreten das anders sehen (wollen).
Quintus Fabius schrieb:Wie siehst du diesen Satz in diesem Kontext ?Im englischen Original steht das schlicht "ground forces", da würde ich die Hezbollah schon dazu zählen, auch wenn sie im Gefecht nicht ausreichend gekennzeichnet auftritt und maximal eine Miliz ist.
Der ganze Artikel ist aber nicht einschlägig, weil kein Bodenkrieg in irgendwelchen libanesischen Ortschaften stattfindet und die Sprenggerätschaft ja Mann, also in unmittelbarer Nähe zum militärischen Objekt platziert wurde.
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Ansonsten würde mich mal interessieren was Israel in der aktuellen Lage jetzt konkret tun soll. Ich lese nur immer nur das sie keine Strategie haben, falsch agieren und es doch bessere Möglichkeite gäbe. Welche sind das?
Die Aufgabe ist: Viele zehntausend Israelis sind seit 11 Monaten aus ihren Häusern vertrieben, die wollen dringend zurück. Und zwar dergestalt, dass ihnen die Hezbollah nicht durchs Küchenfenster auf den Mittagstisch schauen kann. Was soll Israel tun um wenigstens dieses minimale Ziel zu erreichen?
Ich für meinen Teil trete durchaus dafür ein, eine Bodenoffensive zu starten um das Gebiet südlich des Litani auszuräuchern und die Kapazitäten der Hezebollah möglichst weit zurückzustutzen. Der dafür notwendige Gewalteinsatz lässt die Pageraktion dann aber auch als einen ziemlichen Fliegenschiss daherkommen, zumindest bezogen auf die entstandenen Kollateralschäden oder rechtlichen Problematiken.