17.09.2024, 22:56
Das denke ich auch – Barbarei, gepaart mit der Beobachtung, dass Widerstand erfolgversprechend sein kann, weil die gegnerische Führung ständig taktische, operative und strategische Fehler begeht.
Und ich muss sagen, dass mir der Aspekt der Barbarei in der deutschen Debatte viel zu kurz kommt.
Er ist eben nicht mit der lapidaren Behauptung einer Sahra Wagenknecht abzuhandeln, dass es im Krieg nun mal zu Kriegsverbrechen komme. Erstens ist das ein dummer Gemeinplatz, der weder mit dem UN-Bericht zu Kriegsverbrechen in diesem Konflikt in Einklang zu bringen ist (über 99% der Kriegsverbrechen wurden von Russen begangen), noch mit der Tatsache, dass sich Kriegsverbrechen durchaus weitgehend verhindern lassen, wenn die gesellschaftlichen und militärischen Rahmenbedingungen entsprechend gesetzt wurden.
Zweitens ist schon bezeichnend, dass man in deutschen Medien lieber einer Wagenknecht oder einem Richard David Precht zuhört, als bspw. einem Boris Schumatsky, der seinem Heimatland eine Kultur der Gewalt attestiert.
Es kann keinen "gerechten" Frieden mit diesem Russland geben, sondern allenfalls einen pragmatischen Frieden. Es ist unsäglich, dass Olaf Scholz dieses Wort ernsthaft benutzt hat. Ganz abgesehen davon, dass Russland der Aggressor ist und man Aggressoren keine Zugeständnisse machen muss, suggeriert er mit seiner Wortwahl eine moralische Gleichwertigkeit beider Seiten, die so definitiv nicht gegeben ist.
Und ich muss sagen, dass mir der Aspekt der Barbarei in der deutschen Debatte viel zu kurz kommt.
Er ist eben nicht mit der lapidaren Behauptung einer Sahra Wagenknecht abzuhandeln, dass es im Krieg nun mal zu Kriegsverbrechen komme. Erstens ist das ein dummer Gemeinplatz, der weder mit dem UN-Bericht zu Kriegsverbrechen in diesem Konflikt in Einklang zu bringen ist (über 99% der Kriegsverbrechen wurden von Russen begangen), noch mit der Tatsache, dass sich Kriegsverbrechen durchaus weitgehend verhindern lassen, wenn die gesellschaftlichen und militärischen Rahmenbedingungen entsprechend gesetzt wurden.
Zweitens ist schon bezeichnend, dass man in deutschen Medien lieber einer Wagenknecht oder einem Richard David Precht zuhört, als bspw. einem Boris Schumatsky, der seinem Heimatland eine Kultur der Gewalt attestiert.
Es kann keinen "gerechten" Frieden mit diesem Russland geben, sondern allenfalls einen pragmatischen Frieden. Es ist unsäglich, dass Olaf Scholz dieses Wort ernsthaft benutzt hat. Ganz abgesehen davon, dass Russland der Aggressor ist und man Aggressoren keine Zugeständnisse machen muss, suggeriert er mit seiner Wortwahl eine moralische Gleichwertigkeit beider Seiten, die so definitiv nicht gegeben ist.