Türkei
(10.09.2024, 15:17)MartiniX schrieb: Ich würde allem zustimmen, außer der "kulturellen Verwurzelung". Das liegt immer im Auge des Betrachters und ich meine jetzt türkischen Betrachters. Wenn mit Kultur Sprache, Religion, Sitten und Gebräuche gemeint sind, dann ja. Wenn es sich allerdings auf Werte, Normen, Ideale und Ausrichtung dreht, kommt es am Ende daraufan, welchen Teil der türkischen Gesellschaft man fragt. Dazu passt auch das jüngste Ereignis, bei dem sich junge Offiziere der politischen Führung als Ärgernis erwiesen haben, in dem sie sich eben auf Atatürk und seinen Westkurs berufen und nicht auf den neo-osmanischen, Asienkurs der Regierung.
Übrigens ist das Land meines Wissens nach wirtschaftlich gesehen auch wesentlich enger mit Europa verbandelt, als mit asiatischen Ländern. Aber korrigiert mich da gerne.


Asien spielt in Zukunft eine wichtigere Rolle, alleine wegen der Wachstumsmärkte in Asien. Asien hat auch eine weitere wichtige Bedeutung, dass ist die Bindung zu den Turkstaaten aber auch Pakistan, Indonesien, Bangladesh und Malaysia liegen dort. Traditionell hat die Türkei zu diesen Staaten gute Beziehungen. Hier ist das erste Verbindende Element die Religion, bei den Turkstaaten kommen auch noch Sprache, Kultur und gemeinsame Herkunft hinzu.

Es stimmt das die Türkei wirtschaftlich eng mit der EU verflochten ist, dass birgt aber auch erhebliche Risiken durch die starke wirtschaftliche Abhängigkeit und schränkt selbst innenpolitisch die Handlungsfähigkeit der Türkei ein.

Eine Frage bleibt zum Schluss.

Soll die Türkei ewig ein unerwünschtes Anhängsel des Westens bleiben ?
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