14.08.2024, 16:50
Ich weiß jetzt nicht wohin wir mit diesen Geschichtsexkurs hinwollen aber:
Die sogenannten Palästinenser sind ein sehr buntes Mischvolk, dass mit den antiken Bewohnern der Region 'zwischen Meer und Jordan' weniger zu tun hat als die Eingewanderten Juden.
Ursächlich hierfür sind eine buchstäblich Jahrtausendelange Migrationsphasen im Östlichen Mittelmeerraum während der Herrschaft des Osmanischen Reichs.
Die Region Palästina wurde dabei seit dem 7. bis hinein in das 20. Jahrundert von ganz verschiedenen muslimischen Bevölkerungsgruppen immer wieder neu besiedelt. Eingewandert sind über die Jahrhunderte sind da natürlich Ägypter, araber und Beduinen aberr auch etwa Ma·gh·re·bi·ner, Bosniaken und Kaukasier aus ganz anderen Ecken des osmanischen Reiches.
Die Fluktuation war dabei hoch und die Bevölkerung während des osmanischen Reiches betrug bis ins 19. Jahrhundert hinein ein viertel bis maximal ein Drittel der Bevölkerung während der römischen und byzantinischen Herrschaft dort.
Die Bevölkerung ist dann signifikant (und für uns heute relevant) erst in den späten Jahrhunderten des Osmanischen Reiches gewachsen, ab Ende des 17. Jahrhunderts etwa gab es mehrere große ägyptische Einwanderungswellen. In der zweite Hälfte des 19. Jahrhundert dann wuchs die nichtjüdische Bevölkerung der Region Palästinas von ca. 325.000 in 1850 auf 560.000 Menschen in 1900. Im gleichen Zeitraum wuchs die jüdische Bevölkerung von 13.000 auf lediglich 23.000. Das war auch kein Geburtenboom oder ähnliches sondern ein ua durch den Zionismus ausgelöster Wirtschaftsboom der die Bevölkerung der umliegenden Regionen anlockte.
1945 dann vor Beginn der Unabhängigkeitsbestrebungen lebten dann 1.2 Millionen Muslime und Christen sowie 550.000 Juden im Land.
Sprich, dieser Landstrich ist während der osmanischen Herrschaft bevölkerungstechnisch mehr als einmal auf links gedreht worden, da gibt es keine größeren Verbindungen mehr zwischen den Juden der Antike und den Palästinensern heute. Von einer Siedlungskontinuität zu sprechen geht da deutlöich zu weit.
Der Punkt allerdings, dass es im Westjordanland vor 1948 jüdische Siedlungen gab ist vollkommen richtig. Diese Ortschaften wurden aber halt im Rahmen der zionistischen Einwanderungsbewegung neu gegründet. Eine kontinuierliche Besiedlung durch jüdische Juden gab es so außerhalb von Hebron und Jerusalem über die Jahrhunderte nicht. Die Geschichte der jüdischen Präsenz dort geht tatsächlich bis in biblische Zeiten zurück.
Tatsächlich haben 1948 dann über 10.000 Juden in Judäa und Samaria gelebt. Diese Juden wurden 1948 allesamt von jordanischen und irakischen Streitkräften aus dem Westjordanland vertrieben, die Ortschaften in denen sie gelebt hatten wurde geplündert und zerstört.
Ein (un)schönes Beispiel ist die heutige israelische "Siedlungsblock" Gush Etzion. Da lebten 1947 450 Juden. Einen Krieg, ein Massaker und eine Verschleppung später lebte da niemand mehr. 1967 wurde das Gebiet dann von israelischen Streitkräften (zurück)erobert und wieder besiedelt. Heute leben in Gush Etzion 70.000 Israelis. Illegal und als Hindernis für den Weltfrieden natürlich.
Und weil es wirklich reiner Zufall war; Die Zeit empört sich gerade über ein Neubauprojekt in eben Gus Etzion:
https://www.zeit.de/politik/ausland/2024...nzminister
Jede Komplexität wird dabei freilich ausgeblendet und das stramm Antizionistische Publikum apportiert in den Kommentarspalten.
Die sogenannten Palästinenser sind ein sehr buntes Mischvolk, dass mit den antiken Bewohnern der Region 'zwischen Meer und Jordan' weniger zu tun hat als die Eingewanderten Juden.
Ursächlich hierfür sind eine buchstäblich Jahrtausendelange Migrationsphasen im Östlichen Mittelmeerraum während der Herrschaft des Osmanischen Reichs.
Die Region Palästina wurde dabei seit dem 7. bis hinein in das 20. Jahrundert von ganz verschiedenen muslimischen Bevölkerungsgruppen immer wieder neu besiedelt. Eingewandert sind über die Jahrhunderte sind da natürlich Ägypter, araber und Beduinen aberr auch etwa Ma·gh·re·bi·ner, Bosniaken und Kaukasier aus ganz anderen Ecken des osmanischen Reiches.
Die Fluktuation war dabei hoch und die Bevölkerung während des osmanischen Reiches betrug bis ins 19. Jahrhundert hinein ein viertel bis maximal ein Drittel der Bevölkerung während der römischen und byzantinischen Herrschaft dort.
Die Bevölkerung ist dann signifikant (und für uns heute relevant) erst in den späten Jahrhunderten des Osmanischen Reiches gewachsen, ab Ende des 17. Jahrhunderts etwa gab es mehrere große ägyptische Einwanderungswellen. In der zweite Hälfte des 19. Jahrhundert dann wuchs die nichtjüdische Bevölkerung der Region Palästinas von ca. 325.000 in 1850 auf 560.000 Menschen in 1900. Im gleichen Zeitraum wuchs die jüdische Bevölkerung von 13.000 auf lediglich 23.000. Das war auch kein Geburtenboom oder ähnliches sondern ein ua durch den Zionismus ausgelöster Wirtschaftsboom der die Bevölkerung der umliegenden Regionen anlockte.
1945 dann vor Beginn der Unabhängigkeitsbestrebungen lebten dann 1.2 Millionen Muslime und Christen sowie 550.000 Juden im Land.
Sprich, dieser Landstrich ist während der osmanischen Herrschaft bevölkerungstechnisch mehr als einmal auf links gedreht worden, da gibt es keine größeren Verbindungen mehr zwischen den Juden der Antike und den Palästinensern heute. Von einer Siedlungskontinuität zu sprechen geht da deutlöich zu weit.
Der Punkt allerdings, dass es im Westjordanland vor 1948 jüdische Siedlungen gab ist vollkommen richtig. Diese Ortschaften wurden aber halt im Rahmen der zionistischen Einwanderungsbewegung neu gegründet. Eine kontinuierliche Besiedlung durch jüdische Juden gab es so außerhalb von Hebron und Jerusalem über die Jahrhunderte nicht. Die Geschichte der jüdischen Präsenz dort geht tatsächlich bis in biblische Zeiten zurück.
Tatsächlich haben 1948 dann über 10.000 Juden in Judäa und Samaria gelebt. Diese Juden wurden 1948 allesamt von jordanischen und irakischen Streitkräften aus dem Westjordanland vertrieben, die Ortschaften in denen sie gelebt hatten wurde geplündert und zerstört.
Ein (un)schönes Beispiel ist die heutige israelische "Siedlungsblock" Gush Etzion. Da lebten 1947 450 Juden. Einen Krieg, ein Massaker und eine Verschleppung später lebte da niemand mehr. 1967 wurde das Gebiet dann von israelischen Streitkräften (zurück)erobert und wieder besiedelt. Heute leben in Gush Etzion 70.000 Israelis. Illegal und als Hindernis für den Weltfrieden natürlich.
Und weil es wirklich reiner Zufall war; Die Zeit empört sich gerade über ein Neubauprojekt in eben Gus Etzion:
https://www.zeit.de/politik/ausland/2024...nzminister
Jede Komplexität wird dabei freilich ausgeblendet und das stramm Antizionistische Publikum apportiert in den Kommentarspalten.