31.07.2024, 13:04
Also wenn wir einen Luftangriff ausklammern und uns auf Marschflugkörper beschränken, dann wird die Sachlage umso seltsamer je länger man sie begutachtet. Es wäre ein großes Risiko, und es gäbe keine Garantie, dass man Haniyya auch erwischt. Es wäre ja kein direkter Schlag, wo der Jet oder der Helikopter sogar noch über dem Ziel kreist und dieses quasi "sieht", sondern ein vages Hineinschießen in eine Millionenstadt, selbst wenn man ungefähr weiß, wo der Hamas-Chef residiert.
Greift man mit nur einem Marschflugkörper an, dann ist das Risiko, dass dieser erkannt und abgefangen wird, sehr groß. Und eine Garantie, dass man "den Richtigen" trifft gibt es auch nicht, die Zielperson muss während des längeren bzw. minutenlangen Anfluges nur mal kurz zum Nachbarn gehen oder den anderen Flügel des Hauses aufsuchen oder eine Warnung der Luftüberwachung erhalten und in den Keller gehen. Und mehrere Flugkörper abzufeuern, damit sicher einer durchkommt, wäre eine unnötige Eskalation, die auch seitens Iran in alle Welt hinausposaunt werden würde - was aber bislang nicht der Fall ist - und wohl auch in Washington nicht akzeptiert werden würde.
Wie man es dreht und wendet: Mit der Luftschlag-These werde ich immer unzufriedener...
Schneemann
Greift man mit nur einem Marschflugkörper an, dann ist das Risiko, dass dieser erkannt und abgefangen wird, sehr groß. Und eine Garantie, dass man "den Richtigen" trifft gibt es auch nicht, die Zielperson muss während des längeren bzw. minutenlangen Anfluges nur mal kurz zum Nachbarn gehen oder den anderen Flügel des Hauses aufsuchen oder eine Warnung der Luftüberwachung erhalten und in den Keller gehen. Und mehrere Flugkörper abzufeuern, damit sicher einer durchkommt, wäre eine unnötige Eskalation, die auch seitens Iran in alle Welt hinausposaunt werden würde - was aber bislang nicht der Fall ist - und wohl auch in Washington nicht akzeptiert werden würde.
Wie man es dreht und wendet: Mit der Luftschlag-These werde ich immer unzufriedener...
Schneemann