Turk-sprachige Staaten
Mit wem die Türkei welches Bündnis eingeht, auflöst oder intensiviert, dürfte auch immer stark am aktuellen Machthaber liegen. Ja, das ist jetzt schon sehr sehr lange Erdogan, aber dessen Nachfolge ist weiterhin ungeklärt (auch wenn man seinem Schwiegersohn vom Drohnenhersteller Bayraktar gewisse Ambitionen nachsagt).

ESUT schaut mir zu sehr auf Abstand mit der Türkei. Hier aber heißt es:

Zitat:Angenommen, es käme zu einem Machtwechsel in der Türkei, – beispielsweise indem der amtierende Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu von der oppositionellen CHP, der nächste Präsident des Landes werden würde – hätte das Auswirkungen auf das Verhältnis zur NATO? Oder würde sich die Außenpolitik nicht wesentlich ändern?

Meiner Ansicht nach würde sich an dem Verhältnis Türkei-NATO vieles ändern, weil die Opposition nach meiner Prognose eine andere diplomatische Strategie fahren würde. Sie würde besser verhandeln und die aggressive Rhetorik von heute nicht fortsetzen. Insofern würde vieles einfacher.
Auch, weil die säkular eingestellten Menschen eine größere Rolle in der NATO übernehmen würden. Das sind diejenigen, die ein besseres Verhältnis zu Europa, zum Westen haben; diejenigen, die vielleicht eine bessere Sprachkenntnis haben, die keine oder zumindest weniger Ressentiments gegen Europa hegen. Das würde die Zusammenarbeit natürlich erleichtern.
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