14.05.2023, 15:21
(14.05.2023, 13:25)Helios schrieb: Hinsichtlich der Verfügbarkeit liegen dort die Hauptgründe, das zieht sich wie ein roter Faden ja durch die halbe Bundeswehr und etliche andere Streitkräfte, die final ähnliche Probleme haben. Immerhin ist das ein Aspekt, den man zumindest korrigieren könnte. Auch die technische Ausstattung könnte man korrigieren, wenn man hier dem Hersteller auf der einen Seite mehr Freiheiten hinsichtlich der Komponentenauswahl einräumt, gleichzeitig aber auch klare zeitliche und leistungsbezogene Vorgaben macht. Die Einrüstung von Spike beispielsweise wird von offizieller Seite als riesiges Problem dargestellt, was in Anbetracht der sonstigen Ausstattung und der PARS-Kosten eher als schlechter Witz verstanden werden muss. Mit einem guten Programm und einer vernünftigen Obsoleszenzbeseitigung könnte man meines Erachtens das Problem rein auf die Kostenaspekte reduzieren. Hinsichtlich der Flugstunden wird der Tiger immer teuer sein, das liegt ähnlich wie beim NH90 auch an der Überkomplexität und lässt sich nicht einfach abstellen.
Das entspricht auch meiner grundsätzlichen Einschätzung. Ein Kampfhubschrauber ist einfach ein komplexes Waffensystem. Wäre denn ein Apache denn günstiger bzgl. der Flugstunden, bzw. ist das bei einem modernen Kampfhubschrauber zu erwarten - wenn man davon ausgeht, dass man beim Tiger die Verfügbarkeit wie bei EF in den Griff bekommen hat ?
Was irgendwie grundsätzlich bei den Medienmeldungen nicht passt, ist die Tatsache, dass man so unzufrieden ist und dann doch noch bis 2038 betreiben will. Das sind immer noch 15 Jahre und davon auch noch 8 Jahre alle vorhandenen Hubschrauber.
Ich gehe mal davon aus, dass man die H145 M recht schnell auf dem Hof stehen hat. Wieso also das - zum Aufrechterhalten des Kampfhubschrauber-Know Hows, bis einen richtigen neuen hat ? Oder man gibt dem Hersteller indirekt noch eine Chance ...