26.11.2022, 00:04
Schneemann:
Die feindlichen Streitkräfte kampfunfähig zu machen und die Rüstungskapazitäten und die den Krieg nährende Industrie auszuschalten, sind in jedem Krieg immer nur Mittel zum Zweck und nicht das eigentliche Ziel des Krieges. Sondern nur eine Methode um das Ziel des Krieges zu erreichen.
Jeder Krieg hat irgendein eigenes Ziel. Das sich aus diesem ein Krieg überhaupt ergibt, resultiert daraus, dass wir einen bestimmten Willen in Bezug auf dieses Ziel haben, der Feind einen anderen Willen. Diese sind nun unvereinbar und organisierte Gewalt aufgrund der Umstände das Mittel den Willen des Gegners zu beeinflussen, zu verändern und/oder zu brechen.
Nur zu diesem Zweck also, der Beeinflussung des Willens in Bezug auf das Ziel wende ich organisierte Gewalt an.
Nun könnte es rein theoretisch auch die Konstellation geben, dass die Vernichtung der feindlichen Streitkräfte das Kriegsziel ist. Aber so etwas ist kriegsgeschichtlich in Wahrheit extremst selten und es scheitert darüber hinaus auch sehr leicht. Nun könnte man argumentieren, dass es hier in diesem extrem seltenen Spezialfall nicht mehr um den Willen geht, aber in Wahrheit ist dies selbst dann der Fall: der Gegner will Streitkräfte unterhalten, wir wollen das nicht. Aus diesem Willenskonflikt ergibt sich dann die Notwendigkeit kriegerischer Gewalt.
Heute aber sind die eigentlichen Kriegsziele fast immer anderer Natur und entsprechend ist die Beeinflussung des Willens des Gegners der Grund warum organisierte Gewalt angewendet wird.
Rudi:
Das wäre ausgesucht schlecht. Für alle.
Allgemein:
Obwohl das Getreideabkommen ja offiziell verlängert wurde, stock der Getreidexport aus der Ukraine zur Zeit erheblich und es kommen immer weniger Schiffe durch. Der Grund sind die durch das Abkommen vorgeschriebenen Inspektionen der Schiffe bevor diese passieren dürfen, welche absichtlich extrem verzögert und langsam betrieben werden. Der zur Zeit wieder verebbende Getreidestrom könnte meiner Einschätzung nach noch erhebliche Fernwirkungen nach sich ziehen.
Zitat:Darüber hinaus sehe ich die Aussage, dass jede Art Krieg als primäres Ziel den gegnerischen Willen ausmachen würde, als riskant an (wenn man sie stets anwenden wöllte). Denn sie ist schwer eingrenzbar und je nach Kriegsschauplatz gilt es diese Aussage/Annahme neu zu definieren, da kaum ein Krieg eins zu eins auf einen anderen übertragen werden kann. Es kann sicher Situationen geben, wo dieser Umstand wichtig ist und zutrifft, aber im Normalfall zielt eine Kriegsführung primär ja auch immer auf die Zerschlagung der gegnerischen Streitkraft sowie teils auf die Rüstungskapazitäten und die den Krieg stützende Industrie (Treibstoffversorgung, Schienenwege etc.) ab.
Die feindlichen Streitkräfte kampfunfähig zu machen und die Rüstungskapazitäten und die den Krieg nährende Industrie auszuschalten, sind in jedem Krieg immer nur Mittel zum Zweck und nicht das eigentliche Ziel des Krieges. Sondern nur eine Methode um das Ziel des Krieges zu erreichen.
Jeder Krieg hat irgendein eigenes Ziel. Das sich aus diesem ein Krieg überhaupt ergibt, resultiert daraus, dass wir einen bestimmten Willen in Bezug auf dieses Ziel haben, der Feind einen anderen Willen. Diese sind nun unvereinbar und organisierte Gewalt aufgrund der Umstände das Mittel den Willen des Gegners zu beeinflussen, zu verändern und/oder zu brechen.
Nur zu diesem Zweck also, der Beeinflussung des Willens in Bezug auf das Ziel wende ich organisierte Gewalt an.
Nun könnte es rein theoretisch auch die Konstellation geben, dass die Vernichtung der feindlichen Streitkräfte das Kriegsziel ist. Aber so etwas ist kriegsgeschichtlich in Wahrheit extremst selten und es scheitert darüber hinaus auch sehr leicht. Nun könnte man argumentieren, dass es hier in diesem extrem seltenen Spezialfall nicht mehr um den Willen geht, aber in Wahrheit ist dies selbst dann der Fall: der Gegner will Streitkräfte unterhalten, wir wollen das nicht. Aus diesem Willenskonflikt ergibt sich dann die Notwendigkeit kriegerischer Gewalt.
Heute aber sind die eigentlichen Kriegsziele fast immer anderer Natur und entsprechend ist die Beeinflussung des Willens des Gegners der Grund warum organisierte Gewalt angewendet wird.
Rudi:
Zitat:Wenn bloß mehr so denken würden
Das wäre ausgesucht schlecht. Für alle.
Allgemein:
Obwohl das Getreideabkommen ja offiziell verlängert wurde, stock der Getreidexport aus der Ukraine zur Zeit erheblich und es kommen immer weniger Schiffe durch. Der Grund sind die durch das Abkommen vorgeschriebenen Inspektionen der Schiffe bevor diese passieren dürfen, welche absichtlich extrem verzögert und langsam betrieben werden. Der zur Zeit wieder verebbende Getreidestrom könnte meiner Einschätzung nach noch erhebliche Fernwirkungen nach sich ziehen.