04.03.2022, 02:20
(03.03.2022, 22:37)Quintus Fabius schrieb: Vor einem Krieg noch Waffen zur Verfügung zu stellen ist etwas völlig anderes als dann mitten in einen Krieg hinein Waffen von Bedeutung (Fliegerfäuste) in erheblicher Stückzahl zu liefern.Ja, das ist was völlig anderes. Das kann man aber in beide Richtungen bewerten. Vor einem Krieg wirken Waffenlieferungen zwar abschreckend, aber auch provokativ. Die Abwägung, was davon schwerer wiegt, ist halt diplomatisches Geschick und Gespür. Ich halte die Kombination, dass bspw. GB abgeschreckt, wir aber nicht provoziert haben, für sinnvoll gewählt. Keiner wird je erfahren, ob es sonst anders gekommen wäre.
Zitat:Sanktionen hat man erwartet, aber die Quantität der Sanktkionen hat dann doch überrascht und wurde auch als Zeichen von Stärke aufgefasst. Aber Waffen in einen aktiven Krieg hinein liefern ist eine ganz andere Hausnummer. Es wurde vorübergehend ja sogar fabuliert direkt Kampfflugzeuge an die Ukraine zu liefern, dass ist schon eine ganz andere Liga als scharfe Sanktionen.Die Sanktionen treffen Putin härter als jede Waffenlieferung. Die Waffenlieferungen nutzen den Ukrainern vor Ort aber deutlich mehr als jede Sanktion. Beides hat seine Berechtigung und seine Gefahren.
Westliche Waffen an der Front stärken aber extrem den ukrainischen Kampfgeist, weil sie eine für den einzelnen Soldaten wahrnehmbare Unterstützung sind. Man kämpft nicht alleine gegen den übermächtigen Feind, sondern vermeintlich mit dem Westen.
Zitat:Die inzwischen erhebliche Zahl von Fliegerfäusten beispielsweise kann dass russische Vorgehen derart behindern, dass die Verluste dadurch noch deutlich weiter steigen als bisher... das zwingt die Russen dann das Ausmaß der Gewalt erheblich zu eskalieren ... Ad extremum kann so etwas dazu führen, dass die Situation noch weiter außer Kontrolle gerät, jemand taktische Nuklearwaffen gegen die Ukrainer einsetzt oder es zu einem Angriff auf den Westen kommt oder was sonst noch für unkontrollierte Eskalation hier möglich ist.Eine "große" Eskalation über die Ukraine hinaus wird nicht von ein paar Handwaffen oder ollen Haubitzen verursacht. Die entsteht, wenn der Druck zu groß wird, und dazu sind die Sanktionen der effektivere Weg, somit sind die real als gefährlicher zu betrachten als die Waffenlieferungen. Diese eignen sich höchstens besser als Vorwand, aber das dürfte inzwischen unwichtig geworden sein.
Und eine (so langsam schon einsetzende) Eskalation im Konflikt beschleunigt nur den Niedergang Putins, weil es die Gegenwehr und dadurch die eigenen Verluste noch weiter erhöht und in der Folge die aufzuwendenden Mittel das sanktionierte, nicht auf Bruderkrieg eingestellte Land überlasten.
Ansonsten: was hunter1 sagt.
(04.03.2022, 00:03)lime schrieb:Ist ja auch logisch. Stell dir mal vor, da schneidet sich hier einer auch nur'nen Finger an so einem Teil. Das interessiert aber an der Front kein Schwein. Die Frage wird nur sein, wie wir die Dinger durch den deutschen Straßenverkehr transportiert bekommen.... Aber die Kameras sind ja schon mal vorsorglich abgeschaltet.Zitat:Die Raketen sind außerdem mindestens 35 Jahre alt, wurden 2012 für die Nutzung gesperrt. Grund: „Mikrorisse im Treibsatz der Munition, die zu Korrosion/Oxidation führten.“https://www.bild.de/politik/ausland/poli....bild.html
▶︎ Besonders peinlich: Laut „Spiegel“ waren die Holzkisten, in denen die Raketen gelagert werden, im November so verschimmelt, dass Bundeswehrsoldaten die Lagerstätten nur mit Schutzausrüstung betreten durften.

Übrigens: Wieso musst du die Blöd verlinken, wenn es dazu ja offensichtlich auch eine seriöse Quelle gibt? Das tut doch nicht not...