20.01.2021, 10:49
Zitat: Die ganze Betrachtung der Tigers ist doch schon seit Jahren kaum noch als realistisch oder seriös zu bezeichnen. Die Leistungsfähigkeit des Tigers Mk. III gerade im Bereich der Elektronik/Avionik/Sensorik etwa ist aktuell nur bedingt abschätzbar, aber es soll bereits jetzt und von außen betrachtet klar sein, dass der AH-64E in allem überlegen ist? Das wäre tatsächlich ein Armutszeugnis für die europäische Industrie, denn es würde bedeuten, dass sie technologisch den USA um mindestens 15 Jahre hinterher hinkten - genau das ist aber nicht der Fall, wie ein Blick in die Technologieentwicklung zeigt.
Du bringst es auf den Punkt. Und ja man weiß es! Denn genau jetzt wurde wie in den Medien artikuliert das Projekt mit Frankreich und Spanien harmonisiert. Und ja es ist ein Armutszeugnis der europäischen Rüstung und Politik. Oder warum meinst warum man im Verteidigungsministerium ganz offen den Sinn des Tigers hinterfragt. Meinst du ernsthaft das Airbus noch wahrlich Interesse daran den Tiger am Leben zu halten? Und dies bei einem so komplizierten Kunden wie Deutschland! Never. Die Exportchancen für den Tiger gehen gegen Null! Neubeschaffungen für den Tiger MKIII wird es nicht geben. Also wofür der ganze Firlefanz?
Aber schauen wir uns die nackten Fakten an. Zur Avionik. Der Tiger MKIII soll FBW (Fly by wire) erhalten. Dies hat der Apache Ah64 E schon seit Jahren. Er soll OSIRIS II mit aktuellen Optiken der III Generation erhalten, welche im Spektralbereich aufklären. Auch dies hat der Apache schon lange und wird stetig weiterentwickelt. Nun soll in OSIRIS II ein Laserzielmarkierer, Spotter und Tracker installiert sein. Ist im Apache seit Anbeginn seiner Zeit Standard. Und zu den Waffensystemen und ihrer Effektivität muss ich nun wirklich nichts mehr sagen. In den Apache ist die aktuellste Version von Brimstone voll integriert, die Integrationsarbeiten zur Spikefamilie sind nahezu abgeschlossen.
Aber wie sieht es mit dem Selbstschutz aus? Der Tiger MKIII soll DIRCM und mehr Täuschkörper erhalten, sowie die Sensoren zum Selbstschutz auf die aktuellste Version angehoben werden. Der Apache verfügt ebenfalls seit Anbeginn seiner Zeit einen passiven und aktiven Selbstschutz welcher stetig evaluiert wurde. Es ist somit gut das du erkennst das wir 15-20 Jahre hinterherhinken!

Die Franzosen haben mit ihrem Strixvisier eine deutlich intelligentere Lösung verfolgt. Hier war beim HAP von Anfang an geplant einen Laserzielmarkierer zu integrieren. Sie hatten keine Probleme damit den Tiger und ihre alten Gazelle mit HOT 2/3 nebeneinander einzusetzten. Das hätte hier in Deutschland mit der Bo105 auch geklappt. Denn wenn man ehrlich ist, dann setzt der UHT die selbe Hauptbewaffnung ein wie die Bo. Schon damals gab es dafür enorme Kritik. Und PARS3 LR will ich hier garnicht aufführen. Seine volle Panzerabwehrfähigkeit hat der Tiger bis zum heutigen Tag fehlerfrei nie erreicht. Somit ist es gut das du erkennst wo wir rüstungspolitisch stehen. Am Abgrund! Die Industrie ist hier nicht das Problem. Das haben wir am Beispiel Frankreich/Spanien und dem Tiger HAD gesehen. Es ist in Deutschland überwiegend ein politisches Problem. Wir beklatschen lieber an Bahnhöfen illegale Migranten, als etwas für unseren Selbstschutz auszugeben. Was meinst du, was du mit diesen 150 Milliarden Euro hättest anstellen können die uns 2015 gekostet haben und weiter kosten.
Aber warte ab. Mit Laschet (Merkels Zögling) wird alles viel besser. Zynismus off
@Helios
Lese dir mal folgenden Artikel der ESuT durch. Der zeigt ganz gut auf wo wir stehen. Wer wenig für die Entwicklung seiner Rüstung ausgibt, der darf keine Quantensprünge in der verfügbaren Technologie erwarten

Wie deutsch ist die Rüstungsindustrie