15.04.2014, 14:28
@QF:
PTBS gab's schon immer wurde nur anders genannt, derartige Probleme wurden auch oft totgeschwiegen, ...
Psychosoziale Nachsorge kann auch ein gemütliches Zusammensitzen unter Kameraden mit Bier und Grillen sein. Das hilft schon viel.
- gutes, leicht verdauliches Essen
- Führen durch Vorbild
- Kameradschaft
- Vertrauen in die eigene Ausbildung/Fähigkeiten
- gute Führungskräfte bzw. Vertrauen in die Fähigkten der Führungskräfte
- Ausrüstung
- Würdigung von Erfolgen/Leistungen (nicht unbedingt durch bunte Orden/Abzeichen)
- Respekt durch Führungskräfte
- keine Überforderung, dabei gleichzeitig gefordert werden
- Optimistische Haltung der Führungskräfte
Das Thema Aufsteigen/Rauswerfen:
Das Problem dabei ist, dass die Bundeswehr nicht immer extern geeignete qualifzierte Leute rekrutieren kann. In der Wirtschaft geht das ohne weiteres, holt man sich die Leute bei der Konkurrenz oder vom Arbeitsmarkt, wenn sich niemand selbst im Unternehmen auf eine Stelle bewirbt oder Beförderungen ablehnt.
Wo soll denn die Bundeswehr z.B. einen Kompaniefeldwebel hernehmen, wenn der Oberfeldwebel Mustermann die Beförderung ablehnt, weil er lieber an der Infanterieschule unterrichtet oder Zugfeldwebel ist? Einen weniger geeigneten Kandidaten hernehmen?
Eine Möglichkeit wäre eventuell statistisch zu ermitteln, wie viele Soldaten auf welchen Dienstposten an welchen Standorten Beförderungen ausschlagen. Und das ganze dann in die Personalbedarfsplanung einfließen zu lassen. Problem ist hier der lange Planungshorizont und die unterschiedlichen Entscheidungen der Menschen über die Zeit.
Zitat:Etwas Selbstüberschätzung ist sogar sehr gut, um die Soldaten überhaupt erst mal ernsthaft in ein massives Gefecht zu bringen. Und sobald sie mal drin sind, läuft es eh anders und die Motivatoren sind dann auch ganz andere.Gegen einen tatsächlich unterlegenen Gegner nehm ich dir noch ab, dass es sich nicht negativ auf die Leistung im Gefecht auswirkt. Ansonsten führt sowas nur zu Verwirrung, Angst und Frustration.
Zitat:Und das ist in Bezug auf den Krieg genau falsch - siehe das Musterbeispiel des Umgangs mit PTBS.Stimmt, und Kriegszitterer waren alles Weicheier. Niemand hat zum Alkohol gegriffen um die Bilder aus dem Kopf zu kriegen. ...
PTBS gab's schon immer wurde nur anders genannt, derartige Probleme wurden auch oft totgeschwiegen, ...
Zitat:Am übelsten empfand ich immer die sogenannte politische Bildung, wo hin und wieder ja auch mal irgendwelche Küchenpsychologen vorbei kamen und über Gefühle und dergleichen redeten. Bizarr!Was sind denn "Küchenpsychologen"? Überhaupt wird heutzutage vieles intern über Peers (weiterqualifizierte Kameraden) gemacht im Bereich der psychosozialen Vorsorge/Nachsorge, der Psychologe/Psychiater/... kommt erst wenn's wirklich notwendig ist.
Psychosoziale Nachsorge kann auch ein gemütliches Zusammensitzen unter Kameraden mit Bier und Grillen sein. Das hilft schon viel.
Zitat:Die da wären ?!Motivation:
- gutes, leicht verdauliches Essen
- Führen durch Vorbild
- Kameradschaft
- Vertrauen in die eigene Ausbildung/Fähigkeiten
- gute Führungskräfte bzw. Vertrauen in die Fähigkten der Führungskräfte
- Ausrüstung
- Würdigung von Erfolgen/Leistungen (nicht unbedingt durch bunte Orden/Abzeichen)
- Respekt durch Führungskräfte
- keine Überforderung, dabei gleichzeitig gefordert werden
- Optimistische Haltung der Führungskräfte
Zitat:Eine interesssante Option wäre es zusätzlich, die BW in bestimmten Verwendungen für qualifizierte Altbeewerber (also Menschen höheren Lebensalters) zu öffnen.Gibt es Bereich, vor allem dort wo Mangel herrscht werden qualifizierte Quereinsteiger mit Kusshand genommen.
Zitat: Das USMC zeigt hier klar auf, wie wertvoll für eine Organisation ein solches gemeinsames Initiationsritual ist.Aber das USMC ist doch auch "mental" gespalten zwischen den Infanterie, "Pogues", Flieger, .... Die können sich alle leiden wie Hund und Katz.
Zitat:Es gibt keinen Grund, warum der Techniker nicht vorher einige Jahre in der Kampftruppe gewesen sein sollte, von Leuten die als Koch arbeiten noch ganz zu schweigen.Weil er eventuell kein Interesse hat als ausgebildeter Luftfahrzeugmechaniker in der Kampftruppe zu dienen, sondern lieber an Flugzeugen schrauben möchte (damit möchte ich nicht ausdrücken, dass er nicht eine entsprechend grüne Grundausbildung genießen sollte). Hinzu kommen noch finanzielle Aspekte, schließlich brauch er auch eine vollwertige Ausbildung der Kampftruppe(ngattung).
Zitat:Sie wären nur vor ihrer Spezialverwendung zumindest mal für eine gewisse Zeit eben Angehörige der Kampftruppe gewesen.Warum dann nicht einfach eine truppengattungs- und laufbahnübergreifende Grundausbildung?
Zitat:Ich bin eben der Überzeugung, dass die Organisation insgesamt besser ist, wenn jeder Mann vorher selbst schon mal Fahrer war, weil er dann viel eher sich in den Fahrer hinein versetzen kann und sich mit der Funktion des Fahrers mehr verbunden fühlt.Für Unteroffiziere/Feldwebel/Offiziere gibt es ja schon sowas durch die verschiedenen Truppenpraktikas während ihrer Ausbildung, um deinen Gedanken zu verfolgen, könnte man diese Ausweiten/Verlängern.
Zitat:Das hat mit dem starren Besoldungssystem zu tun und mit beamtenrechtlichen Fragen. Es ist für mich immer wieder verblüffend, wie völlig erstarrt hier das Denken ist - ich habe die Diskussion ja schon öfter gehabt, teilweise auch mit Offizieren: Ergebnis: die waren alle wie gehirngewaschen. Geht nicht, weil gegen Beamtenrecht und Besoldungsrecht etc, also unmöglich, niemals, wird für immer so sein etcDas Problem hier ist, dass sich die hunterttausenden Beamten wohl querstellen würden. Das ist schlichtweg politisch zu heikel, aus Sicht der Politik (und zivilen Beamten/Angestellten der Bundeswehr).
Das Thema Aufsteigen/Rauswerfen:
Das Problem dabei ist, dass die Bundeswehr nicht immer extern geeignete qualifzierte Leute rekrutieren kann. In der Wirtschaft geht das ohne weiteres, holt man sich die Leute bei der Konkurrenz oder vom Arbeitsmarkt, wenn sich niemand selbst im Unternehmen auf eine Stelle bewirbt oder Beförderungen ablehnt.
Wo soll denn die Bundeswehr z.B. einen Kompaniefeldwebel hernehmen, wenn der Oberfeldwebel Mustermann die Beförderung ablehnt, weil er lieber an der Infanterieschule unterrichtet oder Zugfeldwebel ist? Einen weniger geeigneten Kandidaten hernehmen?
Eine Möglichkeit wäre eventuell statistisch zu ermitteln, wie viele Soldaten auf welchen Dienstposten an welchen Standorten Beförderungen ausschlagen. Und das ganze dann in die Personalbedarfsplanung einfließen zu lassen. Problem ist hier der lange Planungshorizont und die unterschiedlichen Entscheidungen der Menschen über die Zeit.