04.02.2004, 00:23
@Sorbas2000
Da Du auf meine Argumente nicht weiter eingegangen bist nehme ich einfach mal an Du akzeptierst sie
Aber gut, gehen wir mal anders an die Sache ran. Ich denke wir sind uns inzwischen einig, dass Wiesel und BMD beide gut sind und in bestimmten Bereichen jeweils ihre Stärken und Schwächen haben. Den direkten Vergleich können wir wohl abschließen.
Jetzt aber: ein Grund für die unterschiedliche Auslegung dürfte im geplanten Einsatz liegen. Der Wiesel wurde zu einer Zeit entwickelt in der Deutschland noch nicht unbedingt als "Interventionsmacht" zu sehen war. Eine der wichtigsten Aufgaben von Fallis wäre es vor allem die eigenen Linien an kritischen Stellen zu verstärken oder für etwas Unruhe zu sorgen. Deutschland ist nun mal dicht besiedelt, man findet kaum einen Ort von dem man nachts keine Lichter sieht. Nehmen wir also "das" alte Szenario eines Angriffes durch den Warschauer Pakt. Wie hätten die Wiesel in solch ein Konzept gepaßt? Ganz einfach sie wären entlang der vermutlichen Vormarschrouten in Wäldchen oder kleinen Orten postiert worden, hätten eine Salve gegen den anrückenden Gegner abgefeuert und hätten sich zurückgezogen ehe der Feind das Feuer erwiedert.
Dieses Spiel hätte sich lange hinziehen können. Habe dieses Vorgehen mal bei einem Manöver "gegen" die britische Rheinarmee gesehen, war beeindruckend und für die Briten echt deprimierend da sie dieser "kleinen Teufel" kaum gewachsen waren. Jedes mal wenn man dachte das wars blitzte es ein par hundert Meter weiter hinten wieder auf und die Wiesel der vorderen Reihen stürmten zurück in die nächste Deckung. Obwohl Bisperode (ein Dörfchen) nur von ca. 100 Fallis mit 16 Wieseln und ein par Wölfen verteidigt wurde gelang es den Briten nicht das Dorf innerhalb eines Tages einzunehmen. Dafür waren Felder und Straßen mit blinkenden GB-Panzern und APCs übersäht. Die Wieselfahrer nutzten geschickt ihre Vorteile aus und nutzten vor allem Brücken und Wege die für alle britischen gepanzerten Fahrzeuge zu schmal waren. An dieses Vorgehen mußte ich auch bei einer Szene von Tom Clancy´s "Im Sturm" denken. Neben der reinen Zerstörung von Feindmaterial leidet vor allem die Moral der so getroffenen darunter und wenige Dinge dürften nerviger sein als ständig einzustecken und nicht austeilen zu können. Noch dazu wenn der Feind eigentlich mit Spielzeugpanzern ausgerüstet ist...
Soviel zum Wiesel. Der BMD war mit Sicherheit für weniger bewohnte Gebiete gedacht. In Afghanistan z.B. dürfte der BMD schon deshalb Vorteile haben weil er der Besatzung weit mehr Komfort bieten kann, die Dörfer sind meist überschaubarer und die Flächen meist anders geartet als in der sog. "norddeutschen Tiefebene" Daher ist es gar nicht nötig ein so kleines Fahrzeug zu entwickeln zumal das "Durchhaltevermögen" des Wiesels auch ohne Feindkontakt schon alleine durch die Ermüdung der Besatzung wohl als geringer anzusehen ist. Schätze mal ne Übernachtung in nem BMD dürfte angenehmer sein als in nem Wiesel. Denke mal hätten die Russen das zweifelhafte Vergnügen gehabt sich mit dem Wiesel als Verteidiger wie oben beschrieben messen zu müssen, hätten sie sich ein ähnliches Fahrzeug gewünscht. Anders herum würde der Wiesel sich im umgedrehten Fall wohl in den russischen Weiten totlaufen. Wenn ich mir Videos russischer Manöver scheinen diese mit einer anderen Dynamik abzulaufen. Statt einzelner "Nadelstiche" wird dort häufig "das Breitschwert" bevorzugt. Panzer, Schützenpanzer und infantrie, gedeckt von Hubschraubern und häufig auch Jagdbombern dringen in einem massiven Keil voran um den Gegner zu überrennen. Ein ähnliches Vorgehen favorisieren ganz offensichtlich ja auch die Amerikaner. Dafür taugt der Wiesel natürlich nicht, er ist halt kein "Ritter" sondern ein "Attentäter", falls der Vergleich verständlich ist.
Da Du auf meine Argumente nicht weiter eingegangen bist nehme ich einfach mal an Du akzeptierst sie

Aber gut, gehen wir mal anders an die Sache ran. Ich denke wir sind uns inzwischen einig, dass Wiesel und BMD beide gut sind und in bestimmten Bereichen jeweils ihre Stärken und Schwächen haben. Den direkten Vergleich können wir wohl abschließen.
Jetzt aber: ein Grund für die unterschiedliche Auslegung dürfte im geplanten Einsatz liegen. Der Wiesel wurde zu einer Zeit entwickelt in der Deutschland noch nicht unbedingt als "Interventionsmacht" zu sehen war. Eine der wichtigsten Aufgaben von Fallis wäre es vor allem die eigenen Linien an kritischen Stellen zu verstärken oder für etwas Unruhe zu sorgen. Deutschland ist nun mal dicht besiedelt, man findet kaum einen Ort von dem man nachts keine Lichter sieht. Nehmen wir also "das" alte Szenario eines Angriffes durch den Warschauer Pakt. Wie hätten die Wiesel in solch ein Konzept gepaßt? Ganz einfach sie wären entlang der vermutlichen Vormarschrouten in Wäldchen oder kleinen Orten postiert worden, hätten eine Salve gegen den anrückenden Gegner abgefeuert und hätten sich zurückgezogen ehe der Feind das Feuer erwiedert.
Dieses Spiel hätte sich lange hinziehen können. Habe dieses Vorgehen mal bei einem Manöver "gegen" die britische Rheinarmee gesehen, war beeindruckend und für die Briten echt deprimierend da sie dieser "kleinen Teufel" kaum gewachsen waren. Jedes mal wenn man dachte das wars blitzte es ein par hundert Meter weiter hinten wieder auf und die Wiesel der vorderen Reihen stürmten zurück in die nächste Deckung. Obwohl Bisperode (ein Dörfchen) nur von ca. 100 Fallis mit 16 Wieseln und ein par Wölfen verteidigt wurde gelang es den Briten nicht das Dorf innerhalb eines Tages einzunehmen. Dafür waren Felder und Straßen mit blinkenden GB-Panzern und APCs übersäht. Die Wieselfahrer nutzten geschickt ihre Vorteile aus und nutzten vor allem Brücken und Wege die für alle britischen gepanzerten Fahrzeuge zu schmal waren. An dieses Vorgehen mußte ich auch bei einer Szene von Tom Clancy´s "Im Sturm" denken. Neben der reinen Zerstörung von Feindmaterial leidet vor allem die Moral der so getroffenen darunter und wenige Dinge dürften nerviger sein als ständig einzustecken und nicht austeilen zu können. Noch dazu wenn der Feind eigentlich mit Spielzeugpanzern ausgerüstet ist...
Soviel zum Wiesel. Der BMD war mit Sicherheit für weniger bewohnte Gebiete gedacht. In Afghanistan z.B. dürfte der BMD schon deshalb Vorteile haben weil er der Besatzung weit mehr Komfort bieten kann, die Dörfer sind meist überschaubarer und die Flächen meist anders geartet als in der sog. "norddeutschen Tiefebene" Daher ist es gar nicht nötig ein so kleines Fahrzeug zu entwickeln zumal das "Durchhaltevermögen" des Wiesels auch ohne Feindkontakt schon alleine durch die Ermüdung der Besatzung wohl als geringer anzusehen ist. Schätze mal ne Übernachtung in nem BMD dürfte angenehmer sein als in nem Wiesel. Denke mal hätten die Russen das zweifelhafte Vergnügen gehabt sich mit dem Wiesel als Verteidiger wie oben beschrieben messen zu müssen, hätten sie sich ein ähnliches Fahrzeug gewünscht. Anders herum würde der Wiesel sich im umgedrehten Fall wohl in den russischen Weiten totlaufen. Wenn ich mir Videos russischer Manöver scheinen diese mit einer anderen Dynamik abzulaufen. Statt einzelner "Nadelstiche" wird dort häufig "das Breitschwert" bevorzugt. Panzer, Schützenpanzer und infantrie, gedeckt von Hubschraubern und häufig auch Jagdbombern dringen in einem massiven Keil voran um den Gegner zu überrennen. Ein ähnliches Vorgehen favorisieren ganz offensichtlich ja auch die Amerikaner. Dafür taugt der Wiesel natürlich nicht, er ist halt kein "Ritter" sondern ein "Attentäter", falls der Vergleich verständlich ist.