(Europa) Die russische Marine
inzwischen etwas ausführlicher:
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In den ersten Jahren nach dem Zerfall der Sowjetunion fanden sich in Medien zahllose Bilder von materiell desolaten Kriegs- und Hilfsschiffen.

In fast jedem Stützpunkt gab es (mindestens) ein Hafenbecken, in dem schrottreife Schiffe sich selbst überlassen blieben und nicht selten nach Durchrostung sanken. Zwar hat sich inzwischen die Zahl solcher Schiffe deutlich reduziert – schließlich braucht man ja die Liegeplätze, und auch Umweltaspekte spielen wohl eine Rolle. Im Umgang mit ausgemusterten Schiffen hat sich allerdings nicht viel geändert. Noch immer werden sie einfach in entlegene Teile von Häfen und Stützpunkten verholt und dort dann sich selbst überlassen.

Vor drei Jahren hatte die Baltische Flotte die Fregatte NEUKROTIMIY (deutsch: der „Unbesiegbare“) aus dem aktiven Dienst genommen und an der Pier eines Seitenbeckens im Hauptstützpunkt Baltiysk „geparkt“. Das 1977 in Dienst gestellte Typschiff der KRIVAK-II-Klasse (Projekt 1135M) wurde zum Verkauf angeboten, aber Interessenten fanden sich nicht. Wartung fand in den Jahren offenbar nicht statt, und schließlich war der Rumpf des 3.400-ts Schiffes so durchgerostet, dass es nun an der Pier sank.

Sicher werden die nun notwendige Bergung und Entsorgung teurer als die versäumte Inspektionen und vorbeugende Maßnahmen – und eine Untersuchungskommission wird wohl auch Schuldige finden und zur Verantwortung ziehen. Am „System“ wird sich allerdings wohl kaum etwas ändern, und bei so offensichtlich nachlässigem Umgang mit ausgemusterten Schiffen und unvermeidlichen Rückschlüssen auf die „Langlebigkeit“ sowjetischen/russischen Schiffbaustahls werden sich wohl auch kaum Käufer für die Auflieger finden.

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