(Europa) Die russische Marine
Russland wollte erstmals mit der Baltischen Flotte an der jetzt stattfindenden multinationale Übung „DANEX / Northern Coasts 2012“ vor der dänischen Küste teilnehmen und dabei die neue Korvette SOOBRAZITELNIY (STEREGUSHCHIY-Klasse) vorführen - "hüstel"
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die neue Korvette SOOBRAZITELNIY (STEREGUSHCHIY-Klasse) war auch bereits nach Frederikshavn angereist und gemeinsam mit anderen, für den Hafen zu großen Schiffen auf Reede vor Anker gegangen. Am 2. September, einen Tag vor Beginn der ersten Seephase, brach auf dem Schiff Feuer aus. Ursache war vermutlich ein Kurzschluss in einer elektrischen Anlage. Unter starker Rauchentwicklung breitete sich der Brand bis in die Abgasschächte aus, konnte aber nach weniger als einer Stunde gelöscht werden. Dänische Medien berichten von tatkräftiger Hilfe durch Brandabwehrtrupps der dänischen Marineheimwehr und der Deutschen Marine. Verletzte soll es nicht gegeben haben. Unangenehme Nebenwirkung des Feuers war offenbar ein Ausfall fast der ganzen Stromversorgung der Korvette. Für die SOOBRAZITELNIY war „DANEX/NOCO 2012“ damit kurz vor Beginn auch schon beendet. In einer Notreparatur konnte mit Bordmitteln die Stromversorgung soweit wieder hergestellt werden, dass die Korvette aus eigener Kraft in ihren Heimathafen Baltiysk zurück verlegen konnte; am 5. September soll sie dort wohlbehalten eingetroffen sein.

Angeblich soll die russische Marine noch um eine Verschiebung der Seephase des Manövers gebeten haben. Hier sind aber Zweifel angebracht, denn als Medien dies berichteten, war der Brandschaden auf der SOOBRAZITELNIY noch gar nicht absehbar, war noch gar nicht klar, wann bzw. ob das Schiff wieder voll einsatzklar sein würde. Zum anderen dürfte den Russen aber auch bewusst gewesen sein, dass eine solche Bitte angesichts der Komplexität der Übung und der vielen anderen Teilnehmer kaum Aussicht auf Erfolg gehabt hätte. Ihre Erfüllung hätte entweder einen kompletten Ausfall vorgeplanter Serials der Phase 2 oder eine Verlängerung der Übung bis über den 12. September hinaus bedeutet. Vielleicht wäre ein verspäteter Einstieg der SOOBRAZITELNIY in die Seephase 1 möglich gewesen – mit behelfsmäßig reparierter Stromversorgung aber sicher ein zu hohes Risiko.

Für die russische Marine muss der Zwischenfall ein herber Schlag sein. Erstmals wollte man die nagelneue, den modernsten Stand russischer Marinetechnologie reflektierende Korvette der speziell für Randmeeroperationen entworfenen STEREGUSHCHIY-Klasse im direkten Zusammenspiel (und „Vergleich“) mit anderen internationalen Marinen präsentieren. Schließlich wird mit der TIGR-Klasse ja auch eine Variante für den Exportmarkt angeboten. So ist es denn wohl auch nicht nur üblicher mangelhafter Informationspolitik zuzuschreiben, dass keinerlei offizielle Pressemeldungen heraus gegeben wurden. Zwar berichteten einige russische Medien, die russische Marine schweigt sich zum Vorfall allerdings aus.

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Zitat:Seit dem Untergang des russischen U-Bootes KURSK im August 2000 steht die Fähigkeit zur Bergung von Besatzungen havarierter U-Boote ganz oben auf der Beschaffungsplanung aller Marinen, die U-Boote betreiben.

Die bei der russischen Marine verfügbaren Rettungsmittel erwiesen sich in ihren Fähigkeiten als sehr begrenzt. 2005 war sogar eines der Tiefseerettungsfahrzeuge selbst havariert. Zur Überbrückung der Fähigkeitslücke wurden in Großbritannien Rettungsfahrzeuge Panther Plus und Tiger gekauft, die nach entsprechenden Umbauten nun an Bord russischer Bergeschiffe mitgeführt werden bzw. – luftverlastbar – für schnelle Verlegung an einen Unglücksort bereit stehen.

2005 begann dann auch der Bau eines neuen, gerade auch für die U-Bootrettung optimierten Search & Rescue-Schiffes. Die von der Admiralitätswerft entwickelte und in St. Petersburg gebaute, 5.300 ts (105 m) große IGOR BELOUSOV soll den neuesten Stand international verfügbarer Technologie reflektieren. Mitgeführte Unterwasserfahrzeuge sollen an jedes havarierte U-Boot andocken und dessen eingeschlossene Besatzung übernehmen können; eine Druckkammer bietet Platz für die gleichzeitige Behandlung von 60 Personen. Spezialgerät soll Unterwasserarbeiten bis in eine Tiefe von 700 m erlauben, eine Hubschrauberlandeplattform die schnelle Evakuierung Verunglückter ermöglichen.
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Nach einiger Verzögerung ... bestellte (die russischen Marine) bei der schottischen DIVEX zwei Rettungsfahrzeuge ARS-600, die von der russischen Tetis Pro in die Ausrüstung des Neubaus zu integrieren sind.

Die IGOR BELOUSOV soll im Oktober dieses Jahres vom Stapel laufen und 2014 bei der russischen Nordflotte in Dienst gestellt werden. Da meist vom „ersten Schiff des Projektes 21300“ gesprochen wird, ist (nach Bewährung in der Praxis) vom Bau mindestens eines weiteren Schiffes auch für die Pazifikflotte auszugehen.
(noch mehr news auf der hp des MF und natürlich im Heft)
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