18.02.2011, 16:44
Zitat:Mögliche Obama-Herausforderer<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,746057,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 57,00.html</a><!-- m -->
Die ratlosen Neun
Barack Obamas Beliebtheit steigt wieder, umso nervöser sichten die Konservativen ihr Lager: Wer kann den Präsidenten im kommenden Jahr herausfordern? Tea-Party-Liebling Sarah Palin halten viele für nur bedingt tauglich. Aber auch andere mögliche Kandidaten überzeugen nicht. [...]
Die Herausforderer fallen vor allem durch ihre Schwächen auf
Präsidentschaftskandidaten, die es ernster meinen, waren zwar ebenfalls beim CPAC-Treffen vertreten. Doch ihren Reden hörte kaum jemand zu - sie sind einfach zu langweilig. Überwiegend durch ihre Schwächen fallen alle übrigen möglichen Herausforderer von Obama auf:
• Mitt Romney, schon vor vier Jahren Bewerber und erfolgreicher Geschäftsmann: Er hofft, mit Wirtschaftskompetenz zu punkten. Doch bei der letzten Wahl erschien er vielen als wenig authentisch. Zudem hat Romney einst als Gouverneur im liberalen Massachusetts eine Gesundheitsreform verabschiedet, die der von Obama sehr ähnlich ist. Das nehmen ihm Ultrakonservative bis heute übel.
• Ehemalige Landesväter wie Tim Pawlenty oder Mike Huckabee: Der erste, Ex- Gouverneur von Minnesota, gilt als langweilig und unbekannt. Der zweite gewann 2008 zwar überraschend die Republikaner-Auftaktwahl in Iowa, ist leutselig und als Ex-Baptistenprediger beliebt bei den religiösen Rechten. Doch als Gouverneur von Arkansas begnadigte er einst einen Mann, der später des Mordes an vier Polizisten angeklagt wurde.
• Neue Hoffnungsträger wie Jon Huntsman, derzeit noch Obamas Botschafter in China, oder John Thune, Senator von South Dakota: Huntsman hat gerade seinen Rückzug als Diplomat angekündigt, er verfügt über ein großes Familienvermögen und gilt als pragmatischer Wirtschaftsfachmann. Doch sein Botschafteramt unter Obama dürfte ihn bei Konservativen Punkte kosten. Thune ist telegen und wirkt jugendlich, aber steht bislang kaum für politische Projekte und scheint eine Kandidatur auch nicht ernsthaft zu erwägen.
• Newt Gingrich, Anführer der konservativen Revolution im US-Kongress in den neunziger Jahren und damals erbitterter Widersacher von Präsident Bill Clinton: Er gilt als Vordenker der Republikaner, er stilisierte sich zudem geschickt zum Wortführer der Erinnerung an Republikanerikone Ronald Reagan. Zu dessen 100. Geburtstag veröffentlichte Gingrich gerade einen Bildband. Aber vielen erscheint der Professor zu verkopft, er war zudem als Sprecher des Repräsentantenhauses in diverse Skandale verwickelt.
• Und natürlich Sarah Palin: Die ehemalige Vizepräsidentschaftskandidatin könnte auf das größte Medienecho, die meisten Spenden, die treueste Fanbasis zählen, sollte sie in das Republikanerrennen einsteigen. Ihr bleibt daher noch viel Zeit, um sich zu erklären. Gerade hat sie einen Stabschef eingestellt, was Beobachter als Zeichen für eine ernsthafte Kandidatur deuteten. Doch ansonsten unternahm Palin wenig, um eine glaubhafte Bewerberin zu werden - wichtigen Vorwahlstaaten wie Iowa oder New Hampshire stattete sie bislang kaum Besuche ab. In Umfragen liegt sie dort abgeschlagen, viele Konservative zweifeln an ihrer Eignung für das Präsidentenamt.
Schneemann.