Afrika
#81
hunter1 schrieb:Du machst es Dir ein bisschen zu einfach. Das wurde schon versucht. Aber halt lokal, unkoordiniert und ineffizient. Letzteres deshalb, weil sich die Umstände an gewissen Orten Afrikas manchmal massiv ändern.

Sorry das wir da nicht eine Meinung sind. Lokal, unkoordiniert und ineffizient wie du es ausdrücks is für mich nicht versuchen sondern zu einfach machen.. Genau so können sich die Umstände jedezeit im jetzigen verändern. Ein Warlord oder sons was , was die Handynetze kontrolliert und shit happens...

Mit der Millionen, ach was red ich da mit den MRD die nach Afrika in Förderprogramme geflossn sind, kann man es nicht nur lokal und unkoordiniert machen. Zumal es ja nicht in eine Region sein muss wo totaler Bürgerkrieg herrscht. Da werden Handys eh nur als Funkgerät benutzt und nicht zum informieren wie die aktuellen Getreidekurse sind.

In relativ stabilen Regionen aber, wo auch noch Hoffnung besteht spricht nix dagegen. Aber man gräbt lieber in Dorf A ein Brunnen in der Hoffnung auf Wasser zu treffen und schaut dann zu wie 2 Monate später Dorf B neidisch wird und Dorf A plündert. Und nein ich übertreibe jetzt nicht, Wer Völkermord und Frauenbeschneidung für Normal und sein Recht hält der greift auch die Nachbarn wegen Wasser an, zumal bei den ganzen ethischen Konflikten daunten noch genug Gründe zum Hass gefunden wird.

hunter1 schrieb:Ein Bsp: ein Onkel von mir hat als Tierarzt in Burundi gearbeitet und im Rahmen eines Hilfsprojekts Fleischkontrollstationen aufgebaut. Als in den 90er-Jahren der Bürgerkrieg ausbrach, war er zum Glück nicht mehr dort, aber von dem Hilfsprojekt, an dem er mitgearbeitet hat, ist seit den Kriegswirren nichts mehr übrig. So passierts halt in verschiedenen afrikanischen Ländern. In anderen Teilen funktioniert die Entwicklung hingegen sehr gut, etwa in Botswana.

Afrika ist halt nicht Afrika. Und gerade Burundi is ein der ärmsten Länder in Afrika. Da unten sowas hochzu ziehn is zwar ein netter Gedanke und zugegeben eine gute Tat, aber genau so gut kann man veruschen in Somalia ne Wirtschaft aufzubauen das die armen Leute nicht immer die Tanker überfallen müssn um sich ihr Brot und ihre Medizin zu verdienen. Es ist einfach Zwecklos. Meins du ein hungernden Afrikaner interessierts ob das Fleisch nicht Gesund ist, wenn sein Bauch eh schon aufgebläht und vor sich her knurrt? Der versteht die Lage doch gar nicht und machts so wie jetzt vor kurzen wieder bekannt wurde: Das vergammelte/schlechte Fleisch ausgraben. :roll: Ich würd mir auch denken ob ich Niedergeschossen,ob an Aids/Malaria/Sonst was oder Wassermangel verreck da macht bissel altes Fleisch den Kohl nicht fett.

Ich erinner gerne an die weissen Farmer.. Kaum warn sie aus dem Land gejagt ging Afrikas Kornkammer den Bach herunter... Die Leute warn zu unfähig 3 Felder Wirtschaft zu betreiben trozt laaanger Lehrzeit...




hunter1 schrieb:Was nun die Informationsbeschaffung angeht: Mobiltelefone und Internet gibt es nicht schon seit Jahrzehnten. Bei uns seit einem Jahrzehnt (für alle zugänglich, billig, mit guter Verbindung). Zuvor gabs halt nur die Post und das Telefon. Und in vielen Teilen Afrikas gibt es keine Telefonleitungen und Schnellstrassen für den Postboten. Ein weiteres Problem ist die Stromversorgung. Die hat man inzwischen offenbar so weit hingekriegt, dass viele Landbewohner in Afrika ein Mobiltelefon betreiben können (muss man ja auch ab und zu aufladen)

In vielen Teilen Afrikas haben die Leute aber auch tagelang nix zu fressen oder sauberes Trinkwasser. Für ne unter 1 Euro Impfung gar nich von zu reden. Hat das nicht mehr Gewicht als Strom und Funknetze? Wofür Strom wenn ich täglich um Brot kämpfen muss?!
Wie du bereits sagtes, eine Änderung oder eine "Freiheitsbewegung" an der Spitze und der Strom wird für die Bauern auch abgestellt solange sie nicht zahlen. Und das die Handys haben die wie die Schüler-PC's per Kurbel aufgeladen werden bezweifel ich nun mal. Evtl gibs da solche Generatoren oder ähnliches, dann wärs wenigstens ne Alternative.

An der Ostküste Afrikas haben die Reichen zum Teil aus eigener Tasche sich dicke Internetverbindungen gelegt. Die Quelle is paar Jahre her. Kann dir leider im Momentan nur mit dieser Meldung dazu dienen http://www.heise.de/newsticker/meldung/S...-7623.html




hunter1 schrieb:. Erst seit der flächendeckenden Verbreitung von Mobiltelefonen ist die schnelle Informationsbeschaffung in grossen Teilen Afrikas möglich. Vorher hätte es unglaubliche finanzielle Anstrengungen gebraucht, um die benötigte Infrastruktur aufzubauen, die einen ähnlichen Informationsfluss ermöglicht hätte.


Also ich hätte damals mein altes Nokia 3310 gerne gespendet. Das Teil ist jetz noch voll funktionsfähig, trotz zahlreicher Stürze und co. und fast jeder meiner Generation hatte eins. Viele höttes es sicher gerne für ein guten Zweck nach Afrika gesendet anstatt die " Geben sie 5 Euro im Monat damit Nobi was zu essen hat" wobei Nobi sicher schon getötet oder verhungert is bevor meine 5 Euro da unten als Millionensammlung ankommen... Dazu so nen schönen "Ich helfe Afrika" Aufkleber fürs Auto und man hätte nen ganz neuen Trend gehabt *kotz*

Und wie gesagt der ganz Kontinet muss ja nicht flächendeckend sein. Die Wüste im Westen wo gelegentlich nur paar Touristen entführt werden brauch das sicher nicht. Südafrika z.b. aber hätte sich da mehr gelohnt, auch ohne WM. ( Sind die Stadien eigentlich schon wieder ausgeschlachtet?) Simens und co hätten sich sicher auch gefreut wenn sie in Großaufträgen dort unten Leitungen und Funkatennen aufstellen dürfen. Aber das hätte sicher wieder für die Linken zuviel nach deutsche Koloniebemühungen ausgesehn. Und den Afrikanern selbst trau ich nicht wirklich zu..


hunter1 schrieb:Selbstverständlich verdienen Nestlé & Co. gut an ihren Milchpulverexporten und werden auch dafür sorgen, dass es so bleibt. Man muss aber auch bedenken, dass Rinder eigentlich nicht für Tropen- und Wüstengebiete gemacht sind, sprich, dass sie dort nur einen Bruchteil der Milch liefern, die hierzulande bspw. ein Holstein-Rind produziert. Je nach Dürre ists dann noch weniger.

Schon klar das der wirtschaftliche Nutzen in Pulverform höher ist. Und die Rinder wärn wohl vorm ersten Mal melken schon geschlachtet. Zugegeben das war auch nen dummes Beispiel.
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